Band 
Dritter Band. D bis E.
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Epode

Epos

Epode, bei dem Chorgesange der Alten die letzte Abtheilung, welche gefit"°gen wurde, wenn der Chor nach Strophe und Antisirophe auf seinen eigentlichenPlatz zurückgekommen war (f. Ch or), also gleichsam Nachgesang, Finale. DieserEpodos hatte sein eignes Sylbenmaß und eine willkürliche Anzahl von Versen»Außerdem versteht man aber unter Epoden eine Art satyrischer Oden; nach Hepb"'stion's Bemerkung nämlich jene, wo gewöhnlich ein längerer Iambus mit einemkürzern abwechselt. Das 5. Buch der Oden des Hora; führt diesen Titel.alle Oden dieses Buchs aber sind satyrisch; daher findet Scaliger in diesernennung nichts als einen Anhang von Oden; sie wurden nach des Dichters Totseinen übrigen Werken beigefügt. clcl.

Epopee, oder vielmehr Epopöie, s. Epische Dichtungsart,und Heldengedicht.

Epopten, Anschauer, d. i. Eingeweihte, die Allem, was bei den große"Mysterien od.Religionsgeheimnissen veralten Griechen vorging, beiwohnen durste"'

Epos, die Benennung einer Classe von Gichten aus der erzählendeGattung, oder vielmehr ein erzählendes Gedicht selbst. Nicht leicht sind irge"einer Gattung willkürlichere und zufälligere Regeln aufgebürdet worden als der ep'schen, zumal wenn man es unter dem prächtiger klingenden Titel Epopöie als gl^'bedeutend mit Heldengedicht ausstellte. Wilh. v. Humboldt bestimmte die Epop^als eine solche dichterische Darstellung einer Handlung durch Erzählung, welche"»"Gemüth in den Zustand der lebendigsten und allgemeinsten sinnlichen Betracht""-versetzt. „Man braucht nur", sagt er, „diesen Zustand genau zu entwickeln, "'rzugleich zu allen jenen wesentlichen Eigenschaften der Epopöie: der reinen Obst^vität, der lebendigen Sinnlichkeit, der vollkommenen Totalität, und der Abwestmheit aller solcher Parteilichkeit, welche die Freiheit der Ansicht verhinderte, vonzu gelangen. Die Hauptmerkmale in dieser Definition sind der Begriff der Ha" (lung und der Erzählung. Vorzüglich ist der letztere wichtig, von welchem auch ^ganze Gattung ihren Namen hat. Streng genommen hätte man aus diesemganzes Wesen ableiten können". Hierzu bemerken wir, daß es nicht eigentlich e>Handlung ist, welche das Epos darstellt (denn diese gehört dem Drama an), son^tBegebenheiten. Begebenheiten sind aber etwas Vergangenes, und das Verga"gene läßt sich bloß erzählen. Was nur erzählt wird, ist eben damit schon inmildernde Ferne gerückt, wirkt nicht so eindringend mächtig auf die Empfind" ?als das Gegenwärtige im Drama, läßt der Betrachtung eben dadurch mehr Sp'.räum, gestattet mehr Ruhe. Somit ergibt sich als Charakter des Epos: ruß--Darstellung des Fortschreitenden (denn Erzählung kennt nichts Stehendes, "Schilderndes, Beschreibendes, sondern ist ihrer Natur nach im immerwährendaber stetigen Fortschreiten begriffen). Demnach erscheint der Dichter in seiner g"zen Darstellung in besonnener Fassung, ruhiger Haltung, und dieser sein See .zustand spiegelt sich in dem Gedichte wieder, welches nie auf eine Weife, wieDrama, erschüttert, sondern das Gemüth ruhiger anspricht. Damit aber die)». ^Wirkung nicht der gehörigen Kraft ermangele, wird die lebendigste Anschaulich ^erfodert, welche nicht anders als mittelst durchgängiger Umständlichkeit und sch°'Entfaltung erreichbar ist. Der Gang des Epos ist keine Reise, wo man einsetzteS Ziel mit unruhiger Ungeduld zu erreichen bemüht ist, sondern gleicht*"^einer zur Lust am schönen Tage auf dem ruhigen See unternommenen Fahrt, ^man sich in behaglicher Gemüthlichkeit den Gegenständen hingibt, und^erss^jedem verweilt, ohne ungeduldiges Weiterstreben, wofern nur die Gegenstände " ^an sich Dessen, was einen Geist anziehen und ein Herz bewegen kann, erma"S x-Die Umständlichkeit und Entfaltung des Epikers halten uns so an einzelnen p ^ten fest. Sollen sie es aber aus die rechte Weise, so darf die Umständlichkeittodte sein, sie darf keinen bloß malerischen Anstrich haben, sondern Alles >»""