Erden
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und Nächte, die für alle außer der Linie des Äquators gelegene Länder nur an denbeiden Tagen im Jahre gleich sind, an welchen für sie die Erdbahn (Ekliptik) mitdem Äquator zusammenfällt. Um die Erde wieder bewegt sich der Mond in gleich-,falls elliptischer Bahn, die er in 28 Tagen und 14 Stunden zurücklegt. Koperni-cus war es, der dieses System begründete. S. Bode's „Anleit. zut phys. mach.und astron. Kenntniß der Erdkugel" (3. Aufl., Berl. 1820). —Zur physikali-schen Kenntniß unserer Erde gehört hauptsächlich die Bettachtung ihrer Oberflächeund ihres Innern. Aus dem Umfange der Erdkugel ergibt sich die Größe ihrerOberfläche auf mehr als 9 Mill. ssl M., wovon kaum der dritte Theil trockenesLand, die übrigen 2 Drittel aber Wasser sind; von der Erdoberfläche nimmt Eu-ropa ungefähr den 54., Asien den 14., Afrika den 17. und Amerika den 16. Theilein. Die Südländer mögen zusammen etwas größer als Europa sein. Die Än-zahl der Menschen in allen Welttheilen schätzt man auf 800—1000 Millionen.Das Innere der Erde ist uns völlig unbekannt, da die Tiefe, in welche der Menscheinzudringen vermag, gegen den Durchmesser der Erde fast ganz verschwindet.Diele Neuere behaupten, ihrKern sei metallisch. Über dieEntstehung und allmäligeGestaltung der Erde gibt es viele Hypothesen. (S. Geologie, und von HossSvon der götting. Akad. derWissensch. gekr. Preissch.: „Gesch. der durch Überliefe-rung nachgewies. naiürl. Veränderungen der Erdoberfläche", Gotha 1822, 2 Bde.,IN. Kpf., und Aley. Brogiüart'S „l'ablLsu ckes lertaiiu, hui comziosenl l'vcoroccku globe", Paris 1829, auch deutsch.),
Erden (Erdarten) haben vielÄhnlichkeitmit denAlkalien (s.d.),gebenmit den Säuren eigne Salze, sind ihrer Zusammensetzung nach mit diesen gleich-artig, bestehen aus eignen Metallen mit Sauerstoff verbunden und mache» dengrößten Theil der festen Masse unsers Erdkörpetü aus. Von den Alkalien unter-scheiden sie sich hauptsächlich durch folgende Eigenschaften: sie sind feuerbeständigund können durch Brennen für sich selbst nicht verflüchtigt werden; sie geben mitverschiedenen Säuren, vorzüglich mit der Kohlensäure, schwerlösliche oder auchunlösliche Salze, und mit fetten Ölkn im Wasser unlösliche Seifenarwn, Siezerfallen in 2 Classen, in die alkalischen und in die eigentlichen Erdarten.Erstere haben größere Ähnlichkeit mit den Alkalien; in ihren» ätzenden Zustandesind sie im Wasser löslich und können aus diesen Auflösungen zum Krystallisierngebracht werden. Sie verändern die Pfianzenfarben fast auf dieselbe Weise wieein Alkali, und die Verwandtschaft zu den Säuren ist bald stärker, bald schwä-cher, als die der Alkalien. Sie können sich mit dem Schwefel verbinden und gebendamit Zusammensetzungen, die völlig gleichartig mit den Schwefelalkalien sind.Mit Kohlensäure geben sie unauflösliche Salze, die aber durch einen Überschuß vonKohlensäure im Wasser löslich werden. Es sind diese alkalischen Erden: 1) Ba-ryt- oder Schweterde, ihrer Schwere wegen so benannt; kommt in der Natur amhäufigsten uut Schwefelsäure verbunden vor, in eitlem schweren, spathartig krystal-lisieren Mineral, welches Schwei-spath genannt wird; außerdem findet sie sich zu-weilen mit Kohlensäure in dem Witherit genannten Mineral. 2) Stro ntian-erde (s. d.). Diese beiden Erdarten sind wegen ihrer größern Leichtlöslichkeit imWasser von mehren Chemikern in die Classe der Alkalien gesetzt. 3) Die Kalk-erde, macht einen der allerhäufigsten Bestandtheile der Masse unsers Erdkörpersaus. Sie kommt niemals rein, sondern stets in Verbindung mit Säuren vor,z. B, mit Kohlensäure in der Kreide, dem Marmor, Kalkspath, Kalkstein, in denSchncckenschalen; mit Schwefelsäure in dem Gips, Mit PhoSphcrsäure m denthierischen Knochen ic. 4) Die Talk- oder Bittererde, Magnesia, macht den Be-standtheil vieler Mineralien aus, — Die eigentlichen Erdarten siüd gänzlich un-löslich im Wasser, in der größten Hitze unserer Öfen für sich selbst unschmelzbarund verlieren durch Brennen in höherm oder geringerm Grade ihre Leichtlöslichkeit
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