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Erlach Erlangen
nichts Höheres als die Vernunft in der Menschlichen Natur gibt. Man faßt estunter denl Namen des Hähern Erkenntnifivermögens Verstand und Vernunft z"''sannnen, weil man in der Sprache des gemeinen Lebens diese beiden Vermögen dc§menschlichen Geistes nicht so genau unterscheidet, als es die wissenschaftliche Ge-nauigkeit fodert. Hierauf beruht auch der Unterschied zwischen der empirischen uK rationalen Erkenntniß. Jene ist eine Erkenntniß, deren Gültigkeit auf Erfahrung-mithin auf der eigenthümlichen Wirksamkeit des niedern oder sinnlichen ErkenntnisVermögens beruht; diese ist eine Erkenntniß, deren Gültigkeit auf Gründen beruhl-die nur durch das höhere, verständige öder vernünftige Erkenntnißverinögcn eiligesehen werden können. Die gesammte menschliche Erkenntniß aber ist eigentlich ei"unzertrennliches, auf das innigste zusammenhängendes Ganzes, und, als selcht'ein gemeinschaftliches Erzeugniß von Sinn, Verstand und Vernunft. — 2)Erkenntniß, ein gerichtliches Urtheil, ein Rcchtsausspruch. I).
Erlach, eins der ältesten und edelsten Geschlechter in der Schweiz , a"§Burgund herstammend, istseitdem Anfange d. 12. Jahrh, vorzüglich in den Aniiale"Berns berühmt. I. Rudolf v. E., Sohn Ulrichs, welcher die Berner 1293 in de>"glorreiche» Kampfe gegen den Adel und Albrechts Partei anführte. Rudolf dan-gen befehligte in dem Streite Berns gegen den mächtigen Grafen von Nydau, u"^gewann die Schlacht bei Laupen , welche das Schicksal des Freistaats befestigtDer großmüthige Sieger wurde dann der Beschützer und Erzieher der jungenfen von Nydau und erhielt ihnen sorgfältig ihre Erbschaft. 13ß0 wurde er von l-Eidam ermordet. U. Johann Ludwig v. E., geb. 1595 und gest. 1650 -Dieser ausgezeichnete Feldherr und Staatsmann hatte auf die Begebenheiten dckdreißigjährigen Krieges, und später in franz. Diensten auf die Kriege unter Lud'»vig XIII. und XIV. großen Einfluß, und benahm sich allenthalben als Plann ve"Ehre, großer Einsicht und Tapferkeit. Er leistete Gustav Adolf und Bernhard vo"Weimar , deren Freundschaft und Vertrauen er besaß, große Dienste. Nach de>"Tode Bernhards trat er in franz. Dienste. III. Hieronymus v. E., ged-1667, erst in franz., dann in östr. Diensten, war einer der geschicktesten Generaleseiner Zeit und insbesondere mit dem Prinzen Eugen sehr befreundet. Er starb 17lfaufs. Landgute Hindclbank. IV. Karl Ludwig v. E., geb. zu Bern 1726 -hatte vor der Revolution in Frankreich gedient. 1793 wurde ihm von Bern dckBefehl über die Landeöbewaffnung o/gen die Franzosen übertragen. Es gela"1ihm am 21. Febr., den unentschlossenen Senat zu kräftigen Maßregeln zu best""'mc». Er erhielt uneingeschränkte Vollmacht, gegen Drune zu handeln. Allein badwurde sie zurückgenommen, und nun griffen die Franzosen die Bei ner an. E. <Mgegen Schauenburg ehrenvoll, aber, der Übermacht erliegend, unglücklich, undwackauf dem Rückzüge, beim Empfange der Nachricht von der Einnahme Berns,einem Landsturmbataillon ermordet. V. Rudolf Ludwig v. E., geb. in DA"1719, versuchte als Schultheiß von Vurgdorf, bei dem Einfall der FranzosenBrune und Schauenburg , durch die thätigste Theilnahme, aber vergebens, Bc>" !!zu retten. 1801 verband er sich niit Alors RediNg und Steiger zur Herstellt"^ ider alteidgcnossischen Staatsordnung, und wurde 1802 beim Ausbruch deS laE 'vorbereiteten Aufstandes zum Oberbefehlshaber des Landeöheercs ernannt. ^der Einnahme von Bern ernannte der souveraine Rath Emanuel von Watte"' ^wyl an seine Stelle. Bonaparte, damals erster Consul, Machte diesem'Aufst"",,durch die Dermittelungöqcte ein Ende. Rud. Ludwig trat nun ganz ins Pri""' ,leben zurück. Man hat niehre Schriften von ihm, und unter diesen eine» ,, 6 o"ckn Itt-Iiliour", welchen er Katharina II. zugeeignet hatte. . , k
Erlangen, Stadt im Königreich Barern, im Rczatkreise, an der 9>eS' ^niß(813 H., 11,580 E.), gehört wegen ihrer Regelmäßigkeit und Zierlichkeit ?., 'den schönsten Städten i» Deutschland . Die Einw., welche theils lutherisch, the"'