Ermenonville
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Erlösung
^formirt sind, nähren sich von Manufakturen, Brauerei und Ackerbau. Sehr be-hütend waren sonst die hiesigen Cattun - und Hutfabriken; aber sowol diese als die"och vorKurzem blühenden Handschuhfabrikcn haben in den neuesten Zeiten überausgelitten. Die hier fabricirten Preßspäne sind von vorzüglicher Güte; auch bereitetAan das sogen. Erlangerblau, eine dem Berlinerblau ähnliche Farbe. Don ihremErbauer, dem Markgrafen Christian Ernst, heißt die Stadt auch Christian- Erlan-gen. Es gibt hier 3 gelehrte Gesellschaften. — Die Universität verdankt ihrenUrsprung dem Markgrafen Friedrich von (Brandenburg-) Baireuth, der sie 1742 für^aireuth, s. Residenz, gestiftet hatte, aber ihr (4. Nov. 1713) den Pastendern Sitzlu Erlangen anwies. Sieben Professoren und 80 Studirende waren der ersteDiamiii; der Geh.-Raih und Leibarzt Da». v. Superville ihr erster Director undEurator. Früher befanden sich als höhere Studicnanstalten eine Ritterakademie^»d ein Seininarium daselbst. Zur Zeit des siebeujähr. Krieges, wo sich gegenmOStudirende hier befanden, war die Universität blühend. MarkgrafAlepander,hr Regenerator der Universität (daher sie ihm, wie dem ersten Stifter der Univer-Aät, zu Ehren dieFriedrich-?llexanders.Universität heißt), verminderte durch strengebesetze, die wegen einer bedeutenden Zahl von Ausländern nöthig geworden seinLochten, die Frequenz bedeutend, bis diese unter k. preuß. Scepter wieder zunahm,^eü Ende 1806 aber trat ein schwankender, für die Lehrer wie für dieStudirendengleich ungewisser Zustand ein, auch noch unter der k. bairischen Regierung, bis end-eine zeitgemäßere Dotation der Universität ausgesprochen wurde. Don dieser«it an begumt nicht allein Erlangcns höhere Wichtigkeit als protestantische Lan-des,im'versikät in einem bedeutenden und Verfassungsglücklichen Staate, sondern es^>> d auch bei zunebmender Zahl der Studirenden (Winter 1822—23, 500) durchHet beirufung geschickter und berühmter Lehrer, eines Stephans Henke, Gros, Wi-äköppen, Rückcrt, Pfaff, Bötliger u. A., aus dem In- und Auslande, ein'/lu.wisteiischastlicheS Leben immer sichtbarer. Richt wenig soll zu dieser frischen"ii'ikhe der Universität die von der Universität selbst (durch einen Berwalkungs-^ofthuß des königl. akademischen Senats) ausgehende und von der Regierung^r m letzter Instanz beaufsichtigte Verwaltung der Univerfirätscinluiifle (zivi-le» 60—70,000 Rihlr. jährlich) beitragen, sowie die Liberalität hoch gerühmt^rd, mit welcher die Regierung und die Stände des Reichs noch außerdem^ßerordentliche Bedürfnisse decken. Dadurch wurde es möglich, das der Uni-Isität überlassene schöne markgrästiche Palais, welches 1811 ganz abbrannte,s'd zur Aufbewahrung der durch Vereinigung der Alrorfcr bedeutend gcworde-Universitätsbibliothek von 100,000 Bdn. und andrer Attribute der Höch-ste bestimmt ist, fast ganz auszubauen, und ein Krankenhaus zu vollende»,es a» Umfang und Zweckmäßigkeit wenig Universitäten, die nicht zugleich.ssidenzen sind, ausweisen dürften. Damit ist ein treffliches Clinicum und inMn Nähe Platz zu einem neuen botanischen Garten gewonnen. Nicht wcni-ss hat die Anatomie mit ihrem Apparate ein passendes Local erhalten, und dieist „ichr fern, wo mit Errichtung zweckmäßiger öffentlicher Hörsäle einemWägenden Bedürsuiß abgeholfen sein wird. Übrigens bietet die angenehmereinliche Stadt, die Wohlfeilheit der Hüuptbcdürfnisse, die FreundlichkeitUmgebungen, die 9sähe Nürnbergs Manches dar, was nicht übersehen wer-^ darf.
> Erlösung, die Befreiung vom Drucke der Sünde durch Jesum. (Dgl.^kistenthum und Versöhnung.)
E r m c n o n v i l le, Dorf im Seinedepart., 10 Stunden von Paris , Land-^ bes Herr» v. Girardin, bekannt durch seinen schöne», 2600 Morgen großeni^'k, ,ii welchem Rousseau's Asche auf einer Pappelmscl ruht. Den Sommer^ Wallfahrten Lingeborne und Fremde, besonders Engländer, von Paris häufig