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Ernährung
dahin, um das Andenken Rousseau'S Zu feiern. Ermenonville diente einst de»Bürgeikriegen zum Schlachtplatze; dann bewohnte hier die schöne Gabrieled'Esträes ein Jagdschloß, von dem noch ein Thurm steht, der den Namen dieserGeliebten Heinrichs l V. führt. Nach ihr bekam Ermenoiwille jener treue Waffe»''geführte Heinrichs, der den König nur 2 Tage überlebte, vom Schmerz überRavaillac's Frevelthat hinweggerafft. Noch merkwürdiger wurde Ermenonville i»neuerer Zeit. I. I. Rousseau starb hier, wo er nur 6 Wochen gelebt hatte-Seine Gebeine wurden von der Pappelinsel üiö Pantheon versetzt. Auch zeigtman zu E. die Plätze, wo der große Kaiser Joseph ausgeruht. Übrigens istder Schmuck der Kunst auf diesem schönen Landsitze nicht minder groß als derReichthum der Natur. Der alte Girardin, Derf. eines guten Werks über schöntGartenkunst, hatte in einem Laufe von 30 Jahren an 3 Mill. Franken auf dieVerschönerung von E. verwandt. Seine 3 Söhne wollten den gemeinschaf»liehen Besitz aufheben, daher wurde Ermenonville 1821 zum öffentlichen Verkamausgeboten. Schon hatte die sogenannte banäo nmri-, welche alles Schöne »istMerkwürdige zerstörte, um Geld und nutzbaren Boden zu gewinnen, das höchsteGebot gethan, als Herr Stanislaus von Girardin, der liberale Deputirte der linke»Seite (gest. 1827), mit 100,000 Fr. jene Gesellschaft überbot und dadurch da§von ihm für 1- Mill. Fr. erstandene väterliche Erbgut für die Freunde der Kunß'der Natur und historischer Denkmale fortdauernd erhielt. (S. Matthison's ,,Sp»''ziergang nach Ermenonville"; a. d. Franz. (Strasb. 1808.)
E r » ä h r u n g, die Aufnahme der Nahrungsstoffe von Außen und Bet'Wandlung derselben in organischeMaffe, welche zum Wachsthum und Wiedcrersa?der verlorenen Theile des organischen Körpers tauglich ist. Dieser Lebensact i»allen organischen Wesen eigen; am deutlichsten ist er am lebenden thierischen Kössper, welcher auf einer höher» Stufe der Organisation steht, wahrzunehmen. Bsldiesem lassen sich 3 Acte deö Ernährungsgeschäfts unterscheiden. Der erste, b>sVerdauung, fängt schon im Munde an, indem die Nahrungsmittel, mechaiMzertheilt und mit Speichel vermischt, den ersten Grad von Auflösung annehme'^Im Magen werden durch die eigenthümliche Lebenskraft desselben, und den speich"'ähnlichen Magensaft, die Nahrungsstoffe in ihre feinsten Theile zertheilt undeine breiartige Blasse, welche Chymus genannt wird, aufgelöst. Indem -durch die Verdauungskraft die eigene Natur der Nahrungsmittel überwundenwird der Chymuö aus dem Magen zunächst in den Zwölffingerdarm ausgeleert, »s,in demselben, vermittelst der hinzufließenden Galle und der pankreatischen Flüssigseit, eine Abscheidung der feinsten, eigentlich nährenden Stoffe von den grob"'und unbrauchbaren Theilen bewirkt, welche letztere durch die Gedärme abgesi'A'werden. Der feine NahrimgSsaft, der in Gestalt einer weißen Flüssigkeit (M^'fast, Chplus) sich von den gröbern Theilen absondert, wird durch den ganzen?^der Gedärme hindurch von den unzähligen einsaugcnden Äderche» aufgenoinU"' 'von denen immer mehre in einen Ast sich vereinigen, die GekröSdrüsen bilde», b ,sich alle in einem einzigen Stamme zusammenfinden, welcher am Rückgrats»' vGaufgeht und den Angesogenen ChyluS enthält. Der zweite Act der Ernährn»? ' ^
die Verwandlung des Chplus in rothes Blut. (S. Assimilation.) Der d>»
Act ist die Ernährung im engern Sinne. Das Blut, welches mit frischem R»? '
nmgsstoff versehen und in den Lungen mit dem belebenden Sauerstoffga» "bunden worden ist, vertheilt sich in deni Körper in unzähligen Adergeflechten » '
versieht alle Theile des Körpers mit frischer LebcnSnahrung. In dein >
Körper findet eine beständige Umwandlung und ein unaufhörlicher Wechsel de»perlichcn Stoffe statt. Die durch das Leben und seine Thätigkeit derbra»«- I- .
nte, gleichsam verbrannte Theile abgesondert u»d
Stoffe werde» als übersäuerverschiedenen Wegen aus dem Körper geschafft. Dagegen setzt sich aus tc
ein