der Günstling des Königs wurde, der Ihn mit Gütern und Ehren überhäufte. E.benutzte, wie ihm die öffentliche Meinung nachrühmt, sein Ansehen nie unwürdigoder zum Nachtheile seiner Mitbürger. In der Mitte eines der verderbtesten Höfejener Zeit, behielt er eine edle Offenheit, und schien nicht von jenem brennendenDurst nach verbotenem Gewinn verzehrt zu werden, der die übrigen Günstlinge desKönigs ergriffen hatte. E. war des Königs Begleiter auf den Reisen durch Italien ,Frankreich und Deutschland . Im Anfange des Krieges gegen Rußland 1788 folgteer ihm nach Finnland . Aber der Feldzug scheiterte vor der kleinen Feste NySlot,weil es an Geschütz oder an Kugeln für daöCaliber der wenigen Kanonen gebrach,die man hatte; auch fehlte es dem Heere an Kriegsbedürfnissen und Lebensmitteln.Die Unzufriedenheit brach aus. Feldherren, die bis dahin treue Anhänger des Kö-nigs gewesen waren, viele Ofsiciere von allen Graden, worunter sich selbst ein Ver-wandter des Grafen von E. befand, unterzeichneten zu Anjala eine Erklärung,worin sie sich zwar verpflichteten, ihr Vaterland zu vertheidigen; aber, auf denGrundsatz der Verfassung sich stützend, daß es den Ständen zustehe, einen Angriffs-krieg zu erklären, verwahrten sie sich gegen einen Angriff auf Rußland und be-theuerten, daß sie, durch ihren Eid der Treue gegen die Verfassung verpflichtet, undfrüher Bürger als Krieger, nicht zu ungerechten Kriegen mitwirken könnten. DerKönig verließ Finnland und begab sich, von dem treuen E. begleitet, nach Gothen-burg, das die Norweger, welche unter dem Prinzen Karl von Hessen als Rußlands Verbündete in Schweden eingedrungen waren, bedrohten. E. zog schnell Kriegü-völker zusammen, hob in mehren Landschaften Bauern aus und führte dem Königdiese Verstärkung zu. Nicht minder wirksamen Beistand leisteten die drohendenErklärungen der Gesandten Englands und Preußens gegen Dänemark , und esward ein Waffenstillstand geschloffen, der den König rettete. E. war auch anGustavs Seite auf dem Maskenbälle, wo der König tödtlich verwundet ward.Unter den nachfolgenden Regierungen behielt E. immer viel Ansehen am Hose.Er begleitete den Herzog von Südermannland und den jungen König auf der Reisenach Petersburg , wo sich Gustav weigerte, sich mit Katharinens Enkelin zu ver-mählen. Nach s. Rückkehr ward E. Oberbefehlshaber in Stockholm , und Gu-stav IV. übergab ihm 1800 den Oberbefehl in Pommern . Als Anführer desvereinigten Heeres in diesem Lande vertheidigte er 1807 zwei Monate lang Stral-sund und schloß einen ehrenvollen Waffenstillstand mit dem franz. Feldherrn. Baldnachher zog er sich auf s. Güter zurück, als der König, unzufrieden mit f. Feldher-ren, die Anführung s. Heeres selbst übernahm. Nach der Thronentsagung desKönigs, 1809, ward E. wieder in den Staatsrath gerufen. Karl XIII. schickte ihnin dems. I. als Gesandten mit dem Staatsrath Lagerbielke nach Paris , um denFrieden mit Frankreich zu schließen, wodurch Schweden wieder auf kurze Zeit zudem Besitze von Pommern gelangte. E. führte 1814 den Oberbefehl über das. zur Eroberung von Norwegen bestimmte Heer. Während der Minderjährigkeitdes Prinzen Oskar ward er zum Oberbefehlshaber von Norwegen ernannt, legteaber 1816 diese Stelle nieder und ward Feldmarschall.
Essex (Robert Devereup, Graf von), ein tapferer Krieger und Günstlingder großen Elisabeth von England , den sein Schicksal schnell von dem Gipfel desGlücks auf das Blutgerüst führte, war der Sohn von Gautier Devereup, GrafenV. Effex, und Lettice KnolleS, einer Verwandten der Königin Elisabeth, geb. 1567zu Nethewood, dem Schlosse s. Vaters in der Grafschaft Herefordshire . In s. er-sten Jugend soll s. Vater keine großen Hoffnungen von s. Anlagen gehegt haben.Sterbend empfahl er den Sohn dem Lord Burleigh. Dieser sandte ihm im 12. I.aufdie Universität Cambridge , wo er sich durch Fleiß und Talent bemerklich machte.In s. 17. I. erschien er am Hofe, wo die Annehmlichkeiten s. Äußern, sowie s.glänzenden Eigenschaften einen günstigen Eindruck machten, und, von dem Anden -