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Essig Este (Haus)
nien angeordneten Untersuchung vertheidigte er sich so schlecht, seine Feinde wirktenüberdies lb geheim und nachdrücklich, daß er veruriheilt ward, alle s. Ämter außerdeni einesGenerals der Cavalerie, zu verlieren. Elisabeth wollte ihm dadurch nochHoffnung auf ihre Gnade lassen. Allein durch Heinrich Euff'S, seines Secretairs,^ Rathschläge aufgereizt, erlaubte er sich selbst Äußerungen über die Häßlichkeit unddas Alter der Königin, welche sie aufs tiefste verwunden mußten. Dazu kam. daßihn die DolkSgunst aufgeblasen machte, sodaß er in geheime Unterhandlungen mitdem Könige von Schottland , Jakob, Elisabeths muthmaßlichem Nachfolger, trat,um ihm früher auf den Thron zu helfen, ja endlich sogar mit dem verbrecherischenPlane umging, sich des Palastes der Monarchin zu bemächtigen, um die Berufungeines neuen Parlaments und neuer Minister zu erzwingen. Der Plan ward ver-rathen; nun suchte er einen Aufstand in London zu erregen. Aber auch dies miß-lang, und er ward verhaftet. Ihm und seinen Mitschuldigen wurde der Proceß ge-macht; die Königin schwankte lange, ehe sie das Todesurkheil unterzeichnete. Im-mer noch hoffte sie, er würde ihre Gnade anflehen: allein vergebens. So gab sieendlich den Befehl zu seiner Hinrichtung, welche am 25. Febr . 1601 durch das Beilim Tower, dem Wunsche des Verurtheilte» gemäß, erfolgte. Man erzählt: alsE., nach seiner Rückkehr von dem Unternehmen gegen Tadiz, bemerkte, daß die Kö-nigin ihm ihre Zärtlichkeit von Neuem schenke, habe er die Besorgniß laut werdenlassen, daß seine oft nothwendige Abwesenheit ihn dem bösen Einfluß seiner Feindebei der Monarchin bloßstellen möchte; da habe ihm die Königin einen Ring gegeben,mit dem Bei sprechen, daß, was er auch gegen sie begehen könne, wie groß auch dieBeschuldigungen gegen ihn sein möchten, er nur diesen Ring ihr zu senden brauche,um gewiß zu sein, daß sie seine Rechtfertigung anhören werde. E. wollte nach sei-ner Verurtheilung davon Gebrauch machen; er gab den Ring der Gräfin Notting-ham , um ihn der Königin zu bringen. Allein der Gemahl der Gräfin, E.'s Tod-feind, bestimmte sie, den Ring nicht abzugeben. So fiel er, zum Theil ein Opferdes Hasses und des Neides, im 31. I. s. Alters. E. war tapfer, beredt, geistreich,gewandt, edelmüthig und sehr offen, dabei aber auch unbesonnen und von äußerstheftiger Gemüthsart. Sein Verhältniß zur Königin, die in ihrem hohen Alter sichnoch so verliebt zeigte, daß sie ihm nicht selten lächerlich erschien, machte ihn so ver-messen, daß er sich zuweilen Spöttereien gegen sie erlaubte, die zuletzt ihr Herz ei-nigermaßen von ihm abwandten. Manche haben das ganz vertraute Verhältnißdes Geliebten zur Liebenden zwischen ihm und Elisabeth bezweifeln wollen. LordOxford hat es bestimmt für Liebe erklärt. Henry IoneS und Banks haben diesVerhältniß zum Gegenstände der Tragödie gemacht.
Essig- Jede aus Wein oder weinartigen Flüssigkeiten, Bier >e., durch diezweite oder saure Gährung (welche darum auch Essizgährung genannt wird) er-zeugte Säure heißt Essig. Nach der geistigen Gährung ist jede solche Flülsigkejtvon selbst geneigt, in die saure überzugehen, und kann nur durch künstliche Mitteldaran verhindert werden. Bei Bereitung des Essigs aber werden Mittel zu ihrerBeschleunigung und Beförderung angewandt. Der Essig ist um so besser, je stär-kerer ist; ist er durch Destillation von allen fremdartigen Stoffen gereinigt worden,so heißt er Essigsäure, welche überaus sch-rf, flüchtig und durchdringend ist.Vor Erfindung des Pulvers wurde der Essig auch zum Sprengen der Felsmassenund bei Belagerungen angewendet. Schon Plinius spricht davon; das letzte Bei-spiel (.Gebrauchs im Kriege kommt, nach unserm Wissen, 1557 vyr, wo Franzvon Lothringen sich desselben bei s. Feldzuge in Italien bediente. —- Toiletten-und feine wohlriechende, über Kräuter abgezogene, Essige liefert Paris in großerMenge und versieht mit diesem Luxusartikel halb Europa. Gewöhnliche fran-zösische Weinessige zieht man aus Bordeaux, Nantes und a. Seeplätzen.
E st e, eines der ältesten und glänzendsten Fürstenhäuser Italiens . Den