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Estrceg (Louis Cnsar) Etappen
Habens, indem er dem Monarchen die daraus entspringenden Nachtheile wied-tcholtvoiglellte. Gabriele ward daher seine bittere Feindin und vergaß sich einst, ange-reizt durch die Gegner des Ministers, soweit, daß sie beim Könige dessen Entlassungfederte. Heinrichs Antwort darauf war ebenso edel als königlich. „Wenn icheins von Euch beiden meiden muß", erwiderte er, „so will ich lieber Zehen Geliebtewie Dich als einen Minister wieSully verlieren", lind dennoch liebte er seine Ga-briele so innig, daß er ihr etzist in einem Augenblicke der Gefahr schrieb: „Wennich unterliege, so kennst Du mich zu gut, um fürchten zu dürfen, ich würde fliehen.Mein letzter Gedanke wird Gott , mein vorletzter wirst Du sein". Trotz des Kö-nigs festem Willen und GabrielenS Wünschen kam die Heirakh zwischen Beidennicht zu Stanke. Gegen Ostern 1599, wo schon die Unterhandlungen zu der Schei-dung des Königs von seiner Gemahlin eingeleitet waren, entfernte sich Gabriele,auf Antrieb des Beichtvaters des Königs, Ren« Benoit, während der Passionszeitvom Hofe und begab sich nach Paris . Hier wurde sie am grünen Donnerstageplötzlich, gleich nach der Tafel und nach dem Genuß einer Orange, von so fürch-terlichen Verzückungen befallen, daß ihr schönes Gesicht aufs gräßlichste entstelltward, und sie den Sonnabend darauf unter großen Schmerzen starb. Ein Schlag-fluß, verbunden mit Convulsionen, hieß es, habe ihrem Leben ein Ende gemacht;.Niemand zweifelte jedoch an der wahren Ursache ihren Todes. DesKönigs-rdchmer;bei diesem Verluste war groß, und Gabriele wurde, was nicht oft bei Geliebten vonMonarchen der Fall ist, allgemein bedauert; auch verdiente sie dies durch die Güteund Sanftheit ihres Charakters, sowie durch die Bescheidenheit, welche sie nieverließ und sie stets abhielt, sich in die Angelegenheiten des Staates Zu mischen.Sie hatte dem Könige 3 Kinder geboren, die nachherigen Herzoge Cäsar undAlexander Vendäme, und eine Tochter, Katharine Henriette, welche später demHerzog von Elbeuf vermählt wurde. Ihrer vor einigen Jahren in Frankreich er-schienenen Lebensgeschichte ist ein interessanter Briefwechsel zwischen ihr und ihremkönigl. Liebhaber beigefügt.
Eströes (Louis Cäsar, Herzog v.), Marschall von Frankreich und Staats-minister, geb. zu Paris 1695. Er focht gegen Spanien unter dem Marschall vonBerwick und that sich so hervor, daß er zum Marächal de Camp und General-inspecteur der Cavalerie emporstieg. In dem Kriege von 1711 erwarb er sich beidem Übergänge über den Main bei Seligenstadt , imTreffen vonFontenoi (1715),bei der Belagerung von Mons und Charleroi u. f. w. das Vertrauen des Mar-schalls v. Sachsen . 1756 empfing er den Marschallsstab, und 1757 erschien eran der Spitze von 100,000 M. in Deutschland . Er war mit den Worten von Lud-wig X V. geschieden: „In den ersten Tagen des Juli werde ich den Feind über t:cWeser gejagt haben und mich anschicken, in Hanover einzudringen". Er hielt feinWort und erfocht hierauf gegen den Herzog von Cumberland am 26. Juli 1757 beiHastenbeck einen vollständigen Sieg. Die Hanovcraner schickten sich bereits an,das Kurfürstenlhum zu räumen, als der Marschall durch die Ränke des Hofs ab-gerufen wurde, und Richelieu an seineStelle trat. Nach der Niederlage von Min-den ward er nach Gießen gesandt, nahm aber kein Commando an, sondern begnügtesich, Contades mit Rath zu unterstützen. Am Ende des Krieges ward er zum Herzogerhoben. Er starb 1771 kinderlos. Alle seine Würden hatte er durch Verdienste er-worben, und man verehrte in ihm nicht minder den Staatsbürger als den Helden.
Etappen (verwandt mit dem deutschen: Stapelplatz ), die Verpflegungdes Milikairs durch tägliche Lieferung von Lebensrnitteln, die sie aufdemMarscheoder im Felde an gewissen bestimmten Plätzen erhalten. Diese Plätze (Dörfer oderStädte heißen Etappenorte r. Eigentlich ist Etappe ein Magazin, ein Vor-rathsort, indem Städte und Dörfer als natürliche Magazine für die Armeen anae-sehen werden. Die Etappenconvenliviren, welche Preußen seit