Band 
Dritter Band. D bis E.
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Etymologie

wodurch sie Nebenbuhler der Griechen wurden. Für den Archäologen und Kunst»kennersind aus jenem Zeitalter der Etrusker besonders die Fortschritte, die sie inder Malerei und Plastik gemacht hatten, anstehend, indem das Studium der davonnoch vorhandenenDenkmäler (geschnittene Steine, Sarkophage, Schalen >c.) auchAufschlüsse über ihre Mythologie gewährt. S. Inghirami's „älonnm. etrnrdii",Fiesole 1826, 6 Bde., 4. (genauer alsGori's „äluseum Ltrunaum")- Aus Grie-chenland und Ägypten erhielten sie die Keime ihres Geschmacks, der Reiz genug insich hatte, um selbst eine Epoche in dem Geschmacke der neuern Zeit bestimme» zukönnen. Die etrurischen Gesäße (Vasen w.), mit ihren charakteristischen Basreliefsund Malereien, sind besonders von Millin und in Böttigcr'S Abhandlung über dieWasengemälde der genauesten Untersuchung unterworfen worden. (Dgl. Vase.)Im Juni 1827 entdeckten Otto v. Stackelberg, Kestner und Thürmer noch unver-sehrte Grotkengemälde bei Corneto , dem alte» Targuinii. (S. „Älteste Denkmälerder Malerei aus den Hypogäen von Targuinii rc/si 4., mit Steindr.). Die Mi-schung der Farben, Schatten-und Lichtvertheilung kannten jedoch die etrurischenMaler nicht; schwarz oder roth (braunroth) waren ihre gewöhnlichenFarben. Thea-terspiele, Musik und Poesie waren ihnen nicht fremd. Doch gingen sie und ihreKunstfertigkeiten, noch ehe sie die Höhe der griech. erreichten, theils durch innernZwiespalt, theils durch das Andrängen fremder Völker, im Sturme der Zeiten un-ter. sie selb/? verjagten die in Etrurien früher angesiedelten Pelasger, während siederen Sitten, Einrichtungen, Sprache u. Mythologie fast ganz sich zu eigen mach-ten. Rom bekam von ihnen durch den ältern Targuin ihre Disciplin und religiösenGebräuche, ihre frühere Baukunst rc. Zur Zeit des Dejenter-KriegS, 396 I. v.Chr., kam ein andres Volk aus Gallien und vertrieb sie aus ihren Pflanzstätten inOberitalien; ein Theil von ihnen flüchtete in die Alpen , und die Rhätier erhieltendadurch ihr Dasein. Endlich wurden sie ein Opfer der röm. Herrschsucht, behieltenjedoch Sitten und Gesetze, die Wahl der Consuln und überhaupt billige Freiheil;nur Oberbefehlshaber gaben ihnen die Römer. Sie fielen dann, mit Rom zugleich,unter die Gewalt fremder Sieger. S. K. O. Müller'S von der berl. Akad. gekr.Preisschr.: „Die Eirusker", 2 Bde. (Bresl. 1828). Von dieser Zeit an ist die Ge-schichte Etruriens, oder, wie es in der Folge genannt wurde, Toscana, in die Ge-schichte Deutschlands u. Italiens verwebt. (S. Toscana.) Im luneviller Frie-den 1801 erhielt das Land den Namen Etrurien wieder und wurde als Königreichdem Erbprinzen von Parma, Ludwig, Infamen von Spanien , einzigem SohneFerdinands I. , Herzogs von Parma, überlassen. Nach Ludwigs Tode (1803)übernahm s. Witwe, Marie Louise, König Karls I V. von Spanien T., die Re-gierung alsVormünderin ihres Sohnes, Karl Ludwig, legte sie aber am 10. Dec.1807, in Folge eines zwischen Frankreich und Spanien geschlossenen Vertrags nie-der. Nun ward Etrurien eine franz. Provinz, und ein Senatusconsult vom 30.Mai 1808 erklärte die Staaten von Toscana, u. d. T. der Depart. vom Arno ,vom mittelländischen Meere und vom Ombrone, für einen Theil des franz. Reichs.1809 wurde das Land der Schwester Napoleons , Elisa, die nun Großherzoginvon Toscana genannt wurde, übergeben. 1814 erhielt Toscana seinen ehemali-gen Regenten wieder.

Etymologie, derjenige Theil der Sprachlehre, und zwar der grammati-schen Formenlehre, welcher sich mit der Abstammung der Wörter beschäftigt undsie auf ihre Wurzeln oder Stammwörter zurückführt, um ihre wahren, ursprüng-liche Bedeutung zu erforschen; daher Etymolog, etymologisch und ety-mologisiern. Die Etymologien und etymologischen Werke sindspecielle, d. h. einer gewissen -Sprache (so z. B. das bliymolo^ieum ina^num fürdie griechische), oder generelle, die sich über mehre Sprachen erstrecken und ihreVerwandtschaft darzustellen suchen, >vie das Werk von Pougens (s. d.).