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EudümonismuS,Eudämonologie, die Glückseligkeitslehre oderdas Lehrgebäude, welches die Glückseligkeit des Menschen zu seinem Hauptzwecke,zum letzten oder höchsten Bewegungsgrunde aller Pflichten und eines tugendhafte»Wandels, und mithin zum höchsten Grundsätze der Moral macht. Diesem Eudä-Monismus wird der Moralismus oder die reine Tugendlehre entgegengesetzt, welchedie Tugend als seinen Hauptzweck ausstellt, das Wollen des Guten um seiner selbstwillen und ohne eigennützige Rücksichten. (Vgl. Egoismus und Epikur.)— Eudämonist, wer dieser Lehre zugethan ist.
Eudiometer, Luftgütemesser, ein von Priestley erfundenes, nachhervon Andern verbessertes Instrument, mittelst dessen man die Güte der Luft, wieset»sie zum Einathmen mehr oder minder tauglich ist, messen und nach Graden bestii»'men kann. Es ist bis jetzt noch in einem sehr unvollkommenen Zustande und kannseinem Zwecke um so weniger entsprechen, da die Eigenschaften einer heilsamen,dem Einathmen ganz angemessenen Luft noch keineswegs gehörig erörtert sind.
Eugen (Franz) von Savoyen, bekannter u. d. N. Prinz Eugen , fünftter Sohn von Eugen Moritz , Herzog von Savoyen-Carignan, Grafen von Seistsons, und von Olympia Mancini (einer Nichte des Cardinals Mazarin), geb. Z»Paris 1663. Unter allen Helden und Staatsmännern Östreichs nennt die Ge-schichte kaum einen zweiten, der in beiden Eigenschaften diesem Regentenhausewesentliche und zahlreiche Dienste geleistet hätte als §. Gleich groß auf de>»Schlachtfeld und im Cabinet, gehörte er zu den seltenen Männern, deren großeTugenden durch keine Laster verdunkelt wurden. E. war wider s. Neigung zu>»geistlichen Stande bestimmt worden. Er bat Ludwig XIV. um eine Auskehlungals Capitain bei den Dragonern. Der Kriegsminister Louvois haßte E.'s FaM»lie, und die Bitte wurde abgeschlagen. > Aus Verdruß über diese Verweigerungund wegen verschiedener Beleidigungen, die man seinen Verwandten, besonders f-Muttcr, zugefügt hatte, ging E., wie schon 2 seiner Brüder gethan hatten, 168 ^in östr. Dienste. Er machte unter den beiden vortrefflichen Feldherren, HerzogKarl von Lothringen und Prinz Ludwig von Baden, s. ersten Feldzug gegen dieTürken als Freiwilliger, zeichnete sich dabei aus und erhielt als Oberster ein R^giment Dragoner . Mit Verdruß hörte Louvois von den glänzenden Thaten deSPrinzen und sagte zornig: „Er soll nie zurückkehren in sein Vaterland!" DckPrinz, dem diese Worte (unterbracht wurden, erwiderte: „Gewiß, ich werde Z»*rückkommen, Louvois zum Trotz!" und wirklich stand er mehre Jahre darauf m»einem siegreichen Heere in Frankreich . 1687 wurde er, nach der Schlacht beihacz,.,Feldmarschalllieutenant. Als bald nachher der Krieg zwischen Frankreich und Ostreich ausbrach, bewog er den Herzog von Savoyen zur Verbindung/>>»dem Kaiser, und befehligte die dem Herzoge zugeschickten kais. HülfSvölker in Ss»voyen. Er lehnte die großen Anerbietungen Frankreichs , ihn in s. Dienste zuhen, ab, und wurde vom Kaiser zum Generalfeldmarschall, und als der Krieg/»Italien geendigt war, zum Obergeneral in Ungarn ernannt. Er schlug dieken in der Schlacht bei Zenta (11. Sept. 1697) und erwarb sich dadurch, ung»achtet seiner Neider, die ihn vor dem Kriegsgericht eines zu gewagten Unternehme»"beschuldigen wollten, allgemeine Bewunderung und eine fast unumschränkte Gt'walt über die kais. Truppen. Der große Verlust, den die Türken bei Zenta erb»ten hatten, nöthigte sie, den Frieden zu Karlowitz (1699) anzunehmen, wo ihre a»'fangende Schwäche zuerst sichtbar wurde. Bald rief der spanische Erbfolgekrieg l»Prinzen nach Italien . Unerwartet schnell drang er (1701) durch die Schlucht»Tirols mit 30,000 M. ein. Vergebens suchte der Marschall Catinat ihm zu »Vverstehen; noch unglücklicher war Villeroi, den E. durch einen kühnen Stre>^in Cremona gefangen nahm. 1703 übernahm er den Oberbefehl des Heeres >