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EuklideS
Treffen bei Raab und bewährte darauf bei Wagram ftin militairisches Talent.Bei der Wcheidung Napoleons von seiner Mutter benahm er sich mit Würde. Am8. März 1810 ernannte ihn Napoleon zum künftigen Nachfolger des Fürsten Pri-mas als Großherzog von Frankfurt . In dem rufst Feldzuge befehligte er mit Ruhmdas 3. Armeecorps in den Gefechten von Ostrowno und Mohilow und in der Schlachtan der Moskwa. Bei dem verderblichen Rückzüge verließ er die Trümmer s. Armee-korps keinen Augenblick, theilte alle Beschwerden und Entbehrungen mit den Sol-daten, und ermuthigte sie durch s. Beispiel. Ihm und Ney hatte Frankreich die Ret-tung der wenigen Trümmer des franz. Heers zu verdanken. Nach Napoleons undMurat's Abgänge zum Oberbefehlshaber ernannt, zeigte er auf diesem wichtigenPosten in jener schwierigen Zeit große militairische Talente. Dann eilte er vonMagdeburg nach Lühen hin, wo er durch die Umgehung des rechteü Flügels derVerbündeten den Sieg, am 2. Mai 1813 und den Rückzug der Verbündeten ent-schied. Napoleon schickt^ ihn von Dresden nach dem bedrohten Italien zurück. Alshier nach Aufhebung,des prager Congresses und der Theilnahme Östreichs an derCoalition die Feindseligkeiten begannen, wußte er sich, selbstnach Murat's Übertritt,geschickt zu vertheidigen.'"-Nach Napoleons Stürz schloß er mit dem Grafen Bclle-garde einen Waffenstillstand (23. April 1814), der Mantua und die Lombardei indie Hände Östreichs lieferte. Hierauf begab er sich mit s. Familie nach München .Er wohnte dem Congreß in Wien bei. Bei Napoleons Rückkehr von Elba wurdeer veranlaßt, Wien zu verlassen und eine Zeit lang in Baireuth zu leben. An denBegebenheiten des 1.1815 nahm er keinen Theil. Es waren ihm in dem Ver-trage von Fontainehleau vom 11. April 1814, und späterhin auf dem wiener Con-gresse, angemessene Entschädigungen für s. Dotationen in Italien , die einen Capi-talwerth von 20—25 Mill. Franken betrugen, zugesichert worden, die ihm theilsder Papst, theils der König von Neapel (Letzterer 5 Will.) auszahlen sollen. Durcheine Verordnung des Königs von Baiern wurde er im Nov. 1811 zum Herzoge vonLeuchtenberg ernannt, ihm das Fürstenthum Eichstedt unter bairischer Landeshoheitübergeben, und st Nachkommen, im Falle des Aussterbens der bairischen Linie, fürerbfähig erklärt. Er starb zu München den 21. Febr. 1824 und hinterließ 4 Töchterund 2 Söhne. — E. war einer von den Männern, die unter einem einfachen Äu-ßern einen großen Charakter und hohe Talente verbargen. Aufrichtigkeit, Redlich-keit, Menschlichkeit, Liebe zur Ordnung und Gerechtigkeit bildeten die Grundlages. Charakters. Weise im Rath, unerschrocken im Kampfe, gemäßigt in Ausübungder Gewalt, zeigte er sich niemals größer als im Unglücke. Unzugänglich für denPqrteigeist, trat er aus dem Dränge der politischen Stürme rein und untadelhaflhervor. Als Privatmann wie als Fürst wohlwollend gegen Jedermann, zeigte ersich im Wohlthun unerschöpflich. Er lebte mehr mit dem Glück Andrer als mit sichselbst beschäftigt, und starb im Besitze der allgemeinen Achtung und Liebe bei völli-ger Geisteskraft an den Folgen organischer Fehler des Gehirns. S. „Prinz Eugc»und fein Hofic.", bearbeitet von Bellmont (Dresd . 1824), und ,,Vi« s>olitigus «trnilitaire Iteuubgriuiis, viee-roi cl'It.ilio" von Aubrict (2. A>, Pakts
1825). Seine Schwester ist die Herzogin von StuLeu, Hortense Eugenie, kfl-schieden von Louis Bonaparte (s. d.). Ihm folgte s. Sohn, Herzog August'geb. den lO.Oct. 1810; seine älteste Tochter, Iosephine, ward den 23. März 182^mit dem Kronprinzen Oskar von Schweden, seine zweite, Eugenie Hortense , des22. Mai 1826 mit dem Erbprinzen von Hohenzollern-Hechingen , und die dritteAmalie, den 2. Aug. 1829 mit dem Kaiser Don Pedro von Brasilien vermählt.
EuklideS . 1) Genannt der Vater der Mathematik, geb. zu Alepandr^in Ägypten ungefähr 300 v. Chr., studirte zu Athen unter Plato, lehrte zu Alepan-dria unter Ptolemäus Soter die Geometrie und erweiterte das Gebiet der Mathe-matik. Unübertroffen ist die Strenge seiner Methode. Seine Elemente (o-ro^M