Band 
Dritter Band. D bis E.
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Euler

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burger Akademie von 1727—83 herausgab, und bei s. Tode hinterließ er noch un»gefähr 100 eingedruckte Abhandl., welche die ?lkadcmie nach und nach erscheinenließ. Der Akademie der Wiffensch. zu Paris reichte er mehre Abhandl. ein (unterdenen s. ebenfalls gekrönte Preisschrift: „IngnPilio pbvs. in einsam tl»xu- aorell. n^.iriz", wobei er mit Bernoulli und Mac Laurin concurrirte), und gewannoder theilte 10 Preise. 1741 folgte er einem ehrenden Rufe Friedrichs d. Gr.an die Berliner Akademie zur Stelle eines Lehrers der mathemat. Wissenschaften,kehrte aber 1766 nach Petersburg zurück und starb hier 1783 als Director derniathemat. Classe der Akademie. Er erhielt, wo er sich auch befand, aus allen ge,bildeten Ländern Europas fortwährend Beweise der ausgezeichnetsten Achtung:1755 wurde er von der franz. Akademie zu einem ihrer auswärtigen Mitglieder errnannt, obschon keine der damals so gesuchten Stellen offen war. Er empfing auchbedeutende Geschenke für den Beistand, den er Tob. Mayer (s. d.) bei Verferti-gung seiner Mondstafeln geleistet hatte; von der londner Admiralität 300 Pf. St^Antheil von dem damals wegen Erfindung der geograph. Länge ausgesetzten Preise.Seine Arbeiten zeichnen sich besonders dadurch aus, daher, als unmittelbarer Nach»folger von Bernoulli, und so die Schule von Leibnitz fortsetzend, die analytischeMethode vorzüglich zu vervollkommnen suchte, indem er immer mehr die Ansichtender reinen Geometrie entfernte, welche Newton's Schüler am meisten zu Hülfenahmen. Er stellte zuerst das Beispiel jener langen Deduktionen auf, in welchendie Bedingungen des Problems erst mit Hülfe algebraischer Symbole ausgedrucktwerden, und dann das Rechnen allein alle Schwierigkeiten entwickelt und besiegt,E. zeigte hier einen außerordentlichen Scharfblick und ein ebenso tiefes als erfin-dungsreiches Genie. Er gab seiner Wissenschaft eine ganz neue Gestalt. Er behan-delte die Mechanik durch die Analysis, und indem er so den Umfang dieser Wissen-schaft erweiterte, vervollkommnete er sehr die Differenzial - uud die Integral-rechnung, worüber er späterhin einen unken näher bezeichneten ausführlichen Cur-sus herausgab, der Alles übertraf, was man bisher über diesen Gegenstand kannte.,Seine erste Schrift: „Über das Bemasten der Schiffe", und »och mehr sein Auf-enthalt zu Petersburg bestimmten ihn ohne Zweifel, die Mathematik auf die Er-'bauung und Leitung der Schiffe anzuwenden, und so entstand seine in der franz. Ma-rineschule eingeführte, auch ins Engl., Ital. und Russ. übers. „I lmnrie co,»>>I.cle cou-üruLl. el cle la nnninenvre ein; v,->is<u" (n. Anst., Par. 1776). Diewichtigen Fragen über das Weltsystem, welche Newton s. Nachfolgern aufzulösenhinterlassen hatte, waren der immerwährende Gegenstand von E.'s Forschungen,und erwarben ihm den größten Theil der Preise, die er bei akademischen Bewer-bungen erhielt. Eine ausführliche dioptrische Abhandlung („8»> I., ,>k, l<-uli<>ncle« verra- objccl. clvs luueUcz", in den „älernnirc? cle lierlin", 1747) war dieFrucht s. Untersuchungen über die Mittel, die Brillengläser zu verbessern. Schonder Antheil, den er dadurch an der Erfindung der achromatischen Ferngläser hatte,würde hinreichend sein, um ihn auch hier ausgezeichnet zu nennen. In der Be-handlung der Physik aber gibt er sich oft sehr unhaltbaren Hrpothesen hin undscheint nur Gelegenheiten zum Rechne» aufzusuchen. Auch mit der Philosophieim eigentlichen Sinne beschäftigte er sich. Er wollte die Unkörperlichkeit der Seelebeweisen und die Offenbarung gegen die Freigeister vertheidigen. In s. bekannten„leiiie^ ä nix- prine^rse cl'Oienmnmn sur iliverü -uftir <Ie pliv«. et üe plii-lnk." (Berl. 1763, 3 Bde., seitdem mehre Male aufgelegt, auch deutsch , Petersb.1773, bearbeitet) greift er das Leibnitz 'sche System der Monaden und der prästabi-lirten Harmonie an; allein man sieht bald, daß dies nicht das Feld war, auf demer glänze» konnte. Seine zahlreichen Schriften, welche nicht in Sammlungen er-schienen sind, hat Mensel verzeichnet. Wjr bemerke» noch s. „Ibeoiia „mtunmzck.nwlarum et comet-irun," (Berl. 1744, 4.); s. „Introcluctia in an.airrin