Band 
Dritter Band. D bis E.
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681
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Eumeniden

Euphemismus 681

infiniten-,im" (Lausanne 1748, 2 Bde., übers. von Michelson, Berl. 1780); sein«schon erwähnten, noch immer als Hauptwerk erkannten „Iixtitniienw, c-iicilillitTceeoti-iiir" (Derl. 1755, 4., ebenfalls von Michelson deutsch , Berl. 1790);s. „I»;tilnlie»ies ealeuli intc^r.ili»" (Petersb. 1788—70, 3 Bde., 4; n. AuSg.,4 Bde., 1792 — 94); s. ungemein faßliche „Anleitung zur Algebra" (AuSg. vonEbert, Berl. 1801, 2 Bde.); s. „vinpiric-," (Petersb. 1769—71, 3 Bde., 4.);

, s. :c. E. war von liebenswürdigem Charakter, ansprach-

; IvS, heiter und stets guter Laune; er liebte Gesellschaft und wußte sie durch anqe-^ nehmen Witz zu beleben. Die letzten 17 I. seines Lebens brachte er in einem Zu-! stände völliger Blindheit zu. Aus seiner ersten Ehe hatte er 13 Kinder gehabt, vondenen ihm 5 blieben, als er sich zum zweiten Male, mit seiner Schwägerin, verhei-rathete. — Don seinen Söhnen trat in die Fußtapfen des Vaters Johann, Albrecht, rufst Staatsrath, geb. zu Petersburg 1734 und gest. daselbst 1800.

^ Unter den vielen Abhandlungen dieses gründlichen und gewandten Mathematikersbefinden sich allein 7 gekrönte Preisschriften. Ein Verzeichniß derselben gibtMeusel. bl.

Eumeniden, Erinnyen (Furien bei den Römern), auch Diren ge-nannt, waren in der griecb. Mvthologie die Rächerinnen der Blutschuld, der Ver-brechen derKinder gegen ihre Altern, der Meineide. Gräßlich erwuchsen sie aus den^ Blutstropfen, welche dem Uranos entfielen, als sein Sohn Kronos ihn entmannte.Andre machen sie zu Töchtern des Acheron und der.Nacht. Spätere Mythographensetzen ihre Zahl auf 3, und nennen sie: Alekto, Megära und Tisyphone. Äschy-luS hatte in dem Trauerspiele, das ihren Namen führt, 50, und mit ihnenSchrecken und Entsetzen auf die Bühne gebracht. Das waren noch die schrecklichen,schwarzeingehüllten, mit Schlangen statt der Haare, mit kralligen Fingern, her-vorgestreckter Zunge, deren Augen schwarzes Blut entkräuselte, die Blutsaugerin-nen, denen das Blut, wenn sie sich vollgesogen hatten, wieder zum Halse heraus-quoll. und denen, wenn sie zürnten, Gift einträufelte, das, wohin es fiel, wie eineböse Flechte wuchernd, der Erde jeden Keim der Fruchtbarkeit raubte. Groß wardie Vcheu vor ihnen, kaum ihren Nanien wagte der Athener auszusprechen, undnannte sie nur die ehrwürdigen Göttinnen. Mit den Fortschritten der moralischenund ästhetischen Ausbildung der Hellenen erhielt auch der Mythus von diesen furcht-baren Unholdinnen vielfache Umwandlungen. Die Bildner gingen von der Zdeeder Menschenjägerinnen aus und stellten sie als die schönsten Iagdnvmphen dar,die nur durch den hohen Ernst ihrer Mienen, durch Fackel, Dolch und ähnlicheAttribute ihre Bestimmung ankündigten. Die Qualen des bösen Gewissens sahnun in ihnen vorerst die philosophische Erklärung, endlich auch der Glaube desVolks. Nun erst verdienten sie den Nanien der Eumeniden, d. i. der wohlwollen-den. Eine kleine, vortreffliche Schrift über diesen Mythus ist die archäologischeUntersuchung Böttiger'S: „Die Furienmaske im Trauerspiel und auf Bildwerkender alten Griechen" (Weimar 1801). elck.

Eunomia, s. Hören.

Eun u ch, Verschnittener (griech.), s. Castration .

Eupen (sranz.-die-nix), Flecken im ehemal. Limburgischen, jetzt im preuß.Großherzogthume Niederrhein, einige Stunden von Aachen , mit 10,200 E., istein bedeutender Fabrikort. Die Tuchmanufacturen, der Haupkerwerbszweig desDrts, liefern seit 25 I. so schöne und feine Tücher, daß ihre DrapS des Gobelinszmd d'Elbeuf den in Frankreich verfertigten gleichkommen. Don gleicher Trefflich-keit sind die hier fabricirten Casimire. Man zählt 20 große und 30 mittlere undkleine Häuser, die das Tuchgeschäft betreiben.

, Euphemismus, eine Figur der Redekunst: die Umschreibung eineranstößigen oder widrigen Sache mit mildern und gelindem Worten. So bedien.