Band 
Dritter Band. D bis E.
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Europa

päischen Staatenbund, den Östreich, Holland, Preußen und Sardinien erweiter-ten; auch Rußland verwandelte sich erst seit Peter I. aus einem asiatischen in eineneuropäischen Staat. Die Versuche Karls V., Beherrschers der spanischen Monar-chie, und Ludwigs XlV., das bestehende GleichgewichtSsvstem der europäischen Staaten zu zerstören, mißlangen, bis endlich in unsern Zeiten Napoleon 10 Jahrelang den Plan verfolgte, aus allen europäischen Staaten eine Universalmonarchie zubilden. Veit der Gestaltung der Staaten Europas sind aus der Reihe der selbstän-digen verschwunden: Unga>m, Polen, das deutsche Reich, Vchottland, Böhmen ,Venedig, Genua, Mailand . Hinzugekommen sind: die Staaten des deutschenBundes, die italienischen, Ionien und Krakau .

Europa ist von 3 Seiten von dem Meere umflossen, das hier verschiedene Na-men führt und entweder zum nördlichen Eismeere oder zum atlantischen Oceangehört. Eine schmale Meerenge des mittelländischen Meeres trennt es von Afrika ;gegen Osten allein hängt es mit dem festen Lande, nämlich in unbestimmter Grenzemit Asien zusammen. Europa liegt ,in der nördlichen kalten und in der nördlichengemäßigten Zone, vom 8° — 80° Ö. L. und vom 36°—71° 1G N.Br. MitEinschluß der Inseln, welche gegen 15,000 OM. enthalten, beträgt der Flächen-inhalt Europas 153,000 IHM., wovon Rußland fast die Hälfte einnimmt. Diegrößte Ausdehnung—in gerader Linie 750 Meilen— hat Europa zwischen dem§ap St.-Vincent in Portugal und dem nördlichen Ende der Grenze zwischen Eu-ropa und Asien , an der Straße Waigatz. Die größte Breite — von ungefähr 520Meilen— hat dieser Welttheil zwischen dem Cap Matapan in Morea und demNordcap von Norwegen. Europa ist außerordentlich gut bewässert, obgleich seineStröme wegen der geringen Landmasse keinen so langen Lauf und kein - so großenWafferfälle haben als in andern Erdtheilen, besonders in Amerika . Von den vor-nehmsten Strömen fließen der Ebro, die Rhone und der Po in das mittelländischeMeer, die Donau, der Dniester und der Dnieper in das schwarze Meer; der Don in das asowsche Meer; die Wolga in das kaspische Meer; die Dwina in das nörd-liche Eismeer; die Düna, die Weichsel und die Oder in die Ostsee; die Elbe, We-ser und die Gewässer des Rheins in die Nordsee; die Seine in den Eanal; die Loire und Gewönne, der Duero und Tajo, die Guadiana und der Guadalguivir in dasatlantische Meer. Den längsten Lauf haben die Wolga und die Donau . Von denzahlreichen Seen befinden sich die größten, welche jedoch keineVergleichung mit dennordamerikanischen aushalten, in Nordeuropa , nämlich in Rußland derLadoga-(der größte unter allen europäischen Seen), der Onega-und Peipussee; in Schwe-den der Mälar-, Wener- und Wettersee. An der Grenze von Deutschland undder Schweiz ist der Bodensec, an der Grenze der Schweiz und Italiens der Genfer-see. In Ungarn sind der Platten- und der Neusiedlersee . Ein großer Theil vonEuropa ist gebirgig, der südlich« mehr als der nördliche. Das höchste Land ist dieSchweiz , von da der Boden sich nach allen Seiten zu senkt und endlich gegen dieNord- und Ostsee in flache Ebenen ausläuft. Die ebensten und niedrigsten Ländersind Holland und Nortdeutschland, Dänemark, Preußen und Rußland . Dasgrößte europäische Gebirge sind die Alpen in der Schweiz und Italien , welche vonda sich in viele Äste nach verschiedenen Richtungen ausbreiten. Sie erstrecken sichwestlich nach Frankreich und hängen vermittelst der Sevennen mit den Pyrenäen zusammen, die Frankreich von Spanien trennen. Südwärts läuft ein Arm derAlpen zum mittelländischen Meere, wendet sich dann östlich und zieht unter demNamen der Apenninen durch ganz Italien . Ostwärts gehen mehre Arme von denAlpen aus und erstrecken sich durch Vüddeutschland bis in die türkischen Provin-zen. Nordwärts von den Alpen läuft eine andre Gebirgskette und scheidet dieSchweiz von Frankreich , das Iuragebirge genannt. In dem östlichen Tbeile vonEuropa sind die Karpathen zu bemerken, die auf der eine» Seite mu den Sudeten