und auf der andern mit den Gebirgen in der Europäischen Türkei zusammenhängen.Der köchste aller europäischen Berge ist der zu den Alpen gehörige Moniblanc inSavoyen , dessen Höhe auf 14,816 Fuß über dem Meere geschätzt wird, also bei;nahe halb so hoch als die höchste Spitze des HimalayagebirgeS in Asien . Mehre vondiesen Gebirgen, als der Ätna, der Vesuv, der Hekla , sind feuerspeiende Berge.Der Boden Europas ist zwar nicht mit der üppiM Vegetation der tropischen Ländergeschmückt, aber doch fast durchgehends des Abbaus empfänglich. Nur die zurnördlichen Zone gehörigen Striche machen hiervon eine Ausnahme. In Hinsichtdes Klimas kann man Europa in 3 Landstriche eintheilen, den warmen, wo derCitronenbaum ohne Pflege blüht, bis zum 48° d. Br., mit angenehmem Frühling,heißem Sommer und kurzem Winter; den gemäßigten, bis zum 65°,, wo noch dasGetreide zur Reife gelangt; und in den kalten, bis zum äußersten Norden, wo nichteinmal Holz, sondern nur Rennrhiermoos fortkommt, alle Cultur erstirbt, außerdem Rennthiere kein Hausthier das Klima erträgt. Die Products sind nicht somannigfaltig als in den übrigen Erdtheilen, und viele derselben sind erst aus frem-den Zonen dahin verpflanzt und einheimisch gemacht worden. Dagegen hat Europa den Vorzug eines sorgfältigern Anbaues. Aus dem Thierreiche hat eö Pferde, zumTheil von ediern Racen, Rindvieh, Schafe in Spanien, Sachsen und Englandmit der feinsten Wolle, Esel, Ziegen, Schweine, Hunde, Rennthiere, Speise-Raub- und Pelzwild von verschiedenen Arten, Walisische, Seekühe, Seehunde,viel zahmes und andres Geflügel, eine große Menge von Fischen in den Meeren,Seen und Flüssen, worunter besonders die Heringe vielen Bewohnern Unterhaltverschaffen, nutzbare Insekten, als Bienen, Seidenwürmer, KermeS, Gallwespen,spanische Fliegen, auch Austern und Perlenmuscheln. Aus dem Pflanzenreiche hatEuropa Getreide aller Art und hinreichend zum Verbrauch, schöne und schmackhafteGartengewächse, vieles Obst, edle Südfrüchte, als Feigen, Mandeln, Kastanien,Citronen, Pomeranzen, Oliven, Granatapfel, auch Datteln, Flachs, Hanf, Baum-wolle, Färberrötb:, Taback, die edelsten Weinsorten und einen großen Reichthumvon Brenn -, Bau- und Schiffsbauholz. Am 'ängsten trotzt die Weide und Birkeder Kälte des nördlichen Polarcirkels. Das Mineralreich liefert alle Metalle, edleund unedle, und überhaupt die meisten Mineralien in hoher Güte und hinreiche»-,der Menge. An Gold und Silber sind Ungarn und Siebenbürgen die reichsten, anEisn die nordischen Länder, Schweden, Norwegen und Rußland. Salz hat Eu-ropa hinlänglich, ja überflüssig, sowol Stein- als See- und Quellsalz. — Die Ein-wohner, etwa 200 Mill., sind ungleich auf dem Boden Europas vertheilt. Wäh-rend in Rußland und Schweden gegen 3 — 400 Menschen auf einer lUM. leben,,ernähren die Niederlande, wo die Bevölkerung am stärksten ist, Italien, Frankreich ,Großbritannien und Deutschland ebenso viele Tausende auf demselben Raume. Si ?bestehen aus Völkerschaften verschiedener Abstammung und reden mehre ganz voneinander verschiedene Sprachen. Hauptsprachcn sind: die deutsche , von welchenzugleich die holländische, englische, schwedische und dämsche entstanden sind; die la -teinische oder römische, jetzt nur Gelehrlensprache, aber Mutter der italienischen,,französischen, spanischen, portugiesischen und walachischen Sprache: die slawische,,wozu die russische, polnische, böhmische, wendische, bulgarische und serbische oderillyrische gehören; die neugriechische; die türkisch -tatarische; die finnische, die un-garische; die kimrische im Fürstenlhum Wales und in einem nordwestlichen TheileFrankreichs (in der Bretagne); die schottisch-irische in Nordschottland und Irland ;die baskische an den Pyrenäen. Am verbreitetsten sind die deutsche mit ihren Töch-tersprachen, die von der römischen entsprungenen und die slawische Sprache. Dieherrschende Religion ist die christliche, in mehren Kirchen, als die römisch-katholischeKirchr. welche die meisten Bekenner zahlt; die protestantische (lutherische, resor-iiiirte und angeicanische oder englische), nebst mehren Sekten,Wiedertäufern, Men-
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