Eurpalc Enstachi 689
? uryale, 1) Königin der Amazonen; 2) Tochter des Minos ; 8) TochterdesPröcuS, Königs von?lrgos; 4) s. Gorgonen.
Euryalus, 1) einer der griechischen Helden vor Troja; 2) einer der Be-gleiter des Äneas , und berühmt wegen seines Freundschaftsbündnisses mitNisuS,> mit welchem er (nach Birg. Ä»., IX, 115) umkam, nachdem sie ins feindliche. Lager gedrungen waren.
Eury dice. Unter den vielen Frauen des Alterthums, die diesen Namenführen, ist die berühmteste die Gattin des Orpheus, die von dem Biß einer Schlangestarb. Zhr trostloser Gatte stieg in die Unterwelt hinab und rührte durch sein Sai-tenspiel die Götter, daß sie ihm erlaubten, die Geliebte zurückzuführen. Sie ge-währten dieses unter der Bedingung, daß er sich nicht eher nach ihr umsehen sollte,als bis er mit ihr auf der Oberwelt angelangt wäre. Orpheus aber sah zurück, undsie ward ihm auf immer entrissen. Dieser schöne Stoff ist oft von den Dichtern be-nutzt worden.
Eurynome, des OceanuS Tochter, nach Hesiod die Mutter der Grazien.
Eusebia, bei den Griechen dieFrömmigkeit; im neuern allegorischen Sinnedie Vorsteherin der Gottesgelehrsamkeit.
E usebius, mit dem Beinamen Pamphili, der Vater der christlichen Kir-chengeschichte, geb. zu Cäsarea in Palästina gegen 210 n. Chr., gest. gegen 340,war der gelehrteste Mann seiner Zeit, Preöbvter und von 314 Bischof in seiner Va-terstadt. Anfänglich Gegner der Arianer, ward er in der Folge ihr Vertheidiger undverurtheilte mit ihnen in Gemeinschaft den heil. AnastasiuS. Durch ansehnlicheHülfsmittel, selbst vom Kaiser Konstantin unterstützt, schrieb er seine griechischeKirchengeschichte in 10B., von Christo bis 324 (die besten AuSg. v. ValesiuS, Pa-ris 1669, Fol., und von Reading, Canterbury 1120, Fol.); dann s. „Lbrvuioou"(bis 325), welches nur in einer armen, und lat. Übersetz, und in Bruchstücken erhal-ten worden ist. Außerdem haben wir von ihm noch 15 Bücher s. „l'i.->ep> 2 ii,tivev.iuAelicL", welche, da sie viele Stellen aus Verlornen philosophischen Schriftenenthält, vorzüglich schätzbar ist, und von den 20 Büchern s. „Uemourtrsti» ev-m-xeliori", in welcher er dieVorzüge des Christenthums vor demZudenthum zeigt, 10nicht ganz vollkommen erhaltene Bücher, endlich auch eine Lebensbeschreibung Kon-stantins, oder vielmehr eine Lobrede auf denselben. Nachrichten von seinem Lebenfindet man in der genannten AuSg. des ValesiuS. Danz, Möller und Keßner habenüberfeine histor. Glaubwürdigkeit geschrieben und sind in derAusg. von „b»5<-lliiliizloiia eecle-iastieu" (nebst dem Commenkare des ValesiuS, und mit Anm.)durch Fr. Ad. Heimchen (Leipzig 1821) benutzt. Der armen. Gelehrte v. Zvhrab,der die Chronik des EusebiuS zuerst vollständig herausgab (Mailand 1818, 4.),starb zu Marseille den 12. Mai 1829.
Eustachi (Bartolomeo), Arzt und Anatom, Pros. in Rom , geb. zu San-Se-verino in der Mark Ancona, studirte die latein., griech. und arab. Sprache zu Rom ,legte sich auf verschiedene Zweige der Heilkunde, besonders auf diejenigen, welche dieKenntniß des menschlichen Körpers zum Gegenstände haben, und versah die Stelleeines Arztes bei den Cardinälen Carls Borromeo und Giulio della Rovera; außer-dem wurde er noch Archiater und Lehrer der Sapienza zu Rom , erwarb aber mehrAnsehen als Reichthum. Er klagte oft über seine Armuth. Es gibt vielleicht kei-nen Theil der anatomischen Wissenschaften, den er nicht entweder durch wichtigeEntdeckungen oder durch sein gründliches Studium bereichert hat. Manche jenerEntdeckungen sind nach ihm benannt worden, so der VerbindungScanal zwischen deminnern Ohre und dem Hintern Theile des Mundes, der den Namen der Eustachi-schen Röhre (lulln Lustsoliü) führt, und die Hohlader und Klappe, welche valvulaitmttacliii genannt wird. Unter seinenWcrken sind s. ,,'Iabulas -matomicae, gua«e tencluris laustem vlnstreLlar et zioutlücii Llemeutii XI. muuiticentia stoucr sc-
Conversativns-Lericvn. Bd. in. 44