Band 
Fünfter Band. H bis Jod.
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Halifax Halle L?

des Landes ernannte ihn das Generalgouvernement in Hamburg zu einem der 11Abgeordneten der hanseatischen Departements an den Kaiser Napoleon ; allein seinenach wenig Tagen ersetzte Anstellung als Gcneralsecretaw des Depart. der Weser-mündungen befreite ihn von der Sendung nach Paris , welche nun sein ältesterBruder übernahm. Graf Arberg, ein gewandter und feingcbildeter Hofmann, Prä-secl desDepart. der Wesermündungen, war in VerwaltungSgeschäfren ungeübt,der deutschen Sprache wenig kundig und mir den Örtlichkeiten seines Amtsbereichsgänzlich unbekannt; daher schenkte er H. großes Vertrauen. Durch Amtspflicht,sowie durch persönliche Achtung für den Grafen, fand H. sich bewogen, nach der imOct. 1813 erfolgten Capitularion von Bremen , seinen Vorgesetzten, dessen drin-genden, Wunsche gemäß, nach Frankreich zu begleiten. Zn Paris hatte H. denKummer, den Tod des ihm bis ans Ende wohlwollenden Grafen Arberg zu erleben,und kehrte nach dem pariser Frieden 1814 in sein Vaterland zurück. Während ihmin Paris durch die kämpfenden Heere länger als 6 Monate alle Gemeinschaft mitseiner Heimakh abgeschnitten war, hatte entweder Uni' nde oder übler Wille demehemal. Generalsecretair eine Theilnahme an manchen offenbar tyrannischen Maß-regeln der Militairgewalt beigemessen. Obwol H. keiner Rechtfertigung bedurfte,so ließ er dennoch gegen einige in Druckschriften eingeflossene Äußerungen eine Be-richtigung inS Publicum gelangen, welche jene Gerüchte widerlegte. Nach fast2jähr. Aufenthalt in Westfalen privatisirte H. in Sachsen und arbeitete in Leipzig an den gelesensten deutschen Zeitschriften; auch übersetzte er aus dem Engl., Hkal.und Franz, historische, ethnographische und belletristische Schriften. Frei bearbeitethat er: Hallam'SGeschichte des Mittelalters" (2 Bde., Lpz. 1820); Moore'SGeschichteder brit.Revolution von 1688", m. Anmerk. (Leipz. 1821); Lucchesini 'üGeschichte des Rheinbundes" (3 Bde., Lpz. 1821 fg.);Florentina Macarthy",von Lady Morgan , mit Anmerk. 3 Bde., Lpz. 1821);Nigel's Schicksale" unda. Romane von Walter Scott.H. starb zu Leipzig 1823. Den Namen piksenführte er von einem Familien-Fideiconimiffe seiner Gattin.

Halifax , Marktfl. i» Porkshire in England, am Flusse Calder, mit mehrals 9000 Einw., hat Manufacturen in Wolle und Baumwolle und ist der Haupt-markt für dünne wollene Zeuche, die in den umliegenden Dörfern verfertigt werden.Zum Verkaufe derselben stehen Sonnabends 2 Hallen offen. Auch werten hierCylinderkratzen mittelst Maschinerie verfertigt, sowie die besten Wollkämme.Halifax, Haupkst. in Neuschottland , an der Bai Chebuclo, mit 1200 Häusernund 15,000 Einw., ist ein wichtiger Platz für den britischen Handel in Nordame-rika . Der Freihafen kann 1000 der größten Schiffe fassen. Die Einfuhr be-trägt den Werth von 600,000 Pf. St. Die Ausfuhr besteht vorzüglich inFischen, die meistens nach Westindien gehen.

Halikarnaß, Haupt- und Residenzst. der Könige von Karien , berühmtdurch das von der Königin Artemisia (s. d.) ihrem Gemahle zu Ehren erbauteGrabmal (Mausoleum , von dem nur ungewisse Spuren übrig sind. Ldie warauch der Geburtsort des Herodot und des Dionystus (von Halikarnaß).

Halle in Sachsen oder a. d. Saale (2152 H., 23,813 Einw. mit Ein-schluß der Vorstädte Glaucha und Neumarkt), gehört zur preuß. Provinz Sachsen (Regierungsbezirk Merseburg, Stadtkreis Halle , 4. Militairabth.), liegt amrechten Ufer der Läaale, ist der Sitz einer berühmten, von Friedrich I. , König vonPreußen, gestuft, und 1694 eingeweihten Universität (daher Friedrichsuniversitätgenannt). Halle *) wird zuerst 806 erwähnt, wo Karl der Große hier ein Schloßgegen die Wenden anlegte; Otto der Große schenkte diese Burg der Kirche vonMagdeburg, und Otto II. gab ihrStadrrecht. Zur Zeit der Reformation gehorchte

*) I» Eckwaben, Tirol, Brabant gibt es gleicknamiqeOrte mitHallen" oder Salz»werke». Noch jetzt heißt das höllische Salzwerk vorzugsweise die Halle.