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die Sitzungen zu vertagen. Der Sprecher gehorchte; ein gewaltiger Aufruhr ent-stand. ^ Mau erklärte Den für einen Feind des Vaterlandes, für einen Papisten,der fortan das Tonnengeld bezahlen winde. Der König löste nun das Parlament aufund zog die Anführer des AufrubrS zur Strafe. Darauf gab er der Nation Rechen-schaft von skuiem Betragen und erklärte, daß er künftig ebne Minister und ohnePar-lament regieren wolle. Die erste Handlung der bloß konigl. Regierung war ein eh-renvoller Friede mit Spanien und Frankreich . Karl machte einen heilsamen Gebrauchvon seiner Gewalt, und England genoß 12 Jahre hindurch Ruhe und Wohlfahrt.Zwar zeigten einzelne Auftritte, daß dem Engländer seine Freiheit höher gelte alsselbst sein Wohlbefinden; doch würde in England die Ruhe nicht gestört worden sein,wäre Schottland nicht vorangegangen. Schon Jakob hatte die englische und schot-tische Kirche vereinige» wollen; Karl, von dem Bischöfe von London , Laud, indieser Angelegenheit geleitet, nahm diesen Plan aufs Neue vor. Er hatte 1633Schottland besucht, die Anerkennung seiner geistlichen Obergewalt erlangt, ein BiS-thum in Edinburg errichtet und mehre Prälaten theils in den StaatSrakh gezogen,theils an die Spitze der Gerichtshöfe gestellt. Statt aber damals sein Vorhabe» ganzauszuführen, hatte er sich begnügt, eine» Ausschuß schottischer Bischöfe mit der Fest-setzung einer neuen Liturgie zu beauftragen. Die Arbeit zog sich in die Länge; end-lich gebot 1631 ein königl. Befehl, in allen Kirchen Schottlands die neue Liturgiezu befolgen. Darüber entstand in dem Dome von Edinburg ein Ausstand, in wel-chem der Dekan des Capitels fast das Leben verloren hätte. Männer von Ansehenberuhigten jedoch das Volk; man ersuchte den König ehrerbietig, die neue Liturgie zu-rückzunehmen. Laud verstattete nur Aufschub. Dies genügte nicht. Die Empörungbildete sich aus, und es erschien jener Vertrag (Covenant), vom Himmel selbst be-siegelt, den man heutigen Tages nicht ohne Unwillen lesen kann. Der edle Went-worth rieth, sich unverzüglich zum Kriege zu rüsten, oder Alles aufzubieten, ihn zuvermeiden. Statt diesem Rathe zu folgen, nahm Karl seine Liturgie zurück und be-rief eine allgemeine Versammlung der preSbvterianischen Kirche nach Glasgow .Als sie aber damit anfing, alle Bischöfe anzuklagen, so erklärte sie der königl. Com-missair für ausgelöst; sie blieb dessenungeachtet beisammen und setzte ihre gewaltsa-men Beschlüsse fort, während ei» Heer von Aufrührern unter Lesly England be-drohte. Der König versammelte jetzt seine Macht zu Pork; viele Freiwillige ström-ten seinen Fahnen zu. Wenkworth, der als Vicekönig in Irland war, opferte seinVermögen freiwillig dem Vaterland?; drei Cavalerieregimenrer, von ihm geworbenund ausgerüstet, zogen in Pork ein. Außerdem versammelte er ein Heer in Irland ,mit dem er die Küsten Schottlands bedrohte. Es bedurfte nur des festen Willens,um die Aufrührer zu vernichten; statt Dessen wählte Karl denWeg der Unterhand-lung ; man versprach gegenseitig, die Waffen niederzulegen. Aber kaum hatte derKönig sein Heer entlassen, als die Unzufriedenen sich aufs Neue rüsteten. DerKönig berief Wentworth zu sich. Die ersten Worte dieses treuen Dieners waren:„Krieg den Schotten, e,n Parlament den Engländern!" Karl genehmigte Beides.Wenkworth schlug eine freiwillige Unterzeichnung vor und gab selbst 20,000 Pf.Zum Grafen Strafford erhoben, eilte er nach Irland , bewirkte Geldbewilligungenvom Parlament und der Geistlichkeit, sammelte 11,000 M. und eilte zum Königezurück. Zum Unglück befiel ihn zu Ehester eine Krankheit, und der Großsiegelbe-wahrer Convcutrn, »ach ihm der fähigste Mann, starb. Der König stand alleinzwischen seiner Gutmüthigkeit und seinen schwachen oder verrätherischen Rathge-bern. Indessen hatte sich das engl. Parlament versammelt und war schon in mehreParteien getheilt, als Strafford nach London kam und eine Botschaft vorschlug,welche alle Gemüther vereinigte. Man war im Begriff, im Allgemeinen Sub-sidien zu bewilligen, als der Staatssecretair Henry Vane , ganz gegen den Auf-trag des Königs, erklärte, daß dieser 12 Subsidien verlange oder Nichts. Liefe