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Kataster
gen zu erlangen sind. 5) Dieserhalb wird es nothwendig, alle prakticirende Geome-ter aufzubieten, sie aufs Neue zu prüfen, ihre Arbeite» und Instrumente zu unter;suchen, und so ein vollständiges Derzeichniß aller zu brauchenden Geouteter zu ser-tige». 6) Sollten sich nicht so viel Geometer vorfinden, als gebraucht werten, somuß eine Unterrichtsanstalt gegründet werde», um solche heranzuziehen, und die-jenigen, die schon einige Kenntnisse davon besitzen, weiter auszubilden, Von derzur Messung bestimmten Zeit sind wenigstens 3 Iabre aus die nöthigen Vorberei-tungen zur Messung, auften Unterricht der Geomerer, aufdie Begrenzung de, Ge-meinde» und aus die Verfertigung der Dreiecke zu verwenden. 8) Man kann an-»ekmen, das; ein Geometer mit seinen Gehülfe» im Durchschnitte ^ OM. jähr-lich aufnehmen kann, bei größerm Fleiße wol auch ,, und bei großen Gütern ^ bis2 IHM.; danach ist die Anzahl der anzunehmenden Geometer zu bestimmen. 9) Esist gut, wenn die Geometer die Arbeit in Accord erhalten, sodaß sie nach Ackern undParcellen bei Ablieferung der fertigen Arbeit bezablr werden; dann hat der Eontro-leur bloß die Güte der Arbeit und nicht den Fleiß zu prüfen. 10) Man kann dasLand in eine gewisse Anzahl gleicher Theile theilen, für jeden solchen Theil einenTrigonometer anstellen, unter dessen Aufsicht dann 10 bis 12 Geometer arbeiten.11) Es bekommen diese Trigonometer von dem Director der allgemeinen Landcs-messung die Dreiecke des zweiten Ranges, die in ihrem Dtstricte liegen, und sie ma-chen nun jährlich in diesem so viel Dreiecke des dritten Ranges, als die unter ihnenarbeitenden Geometer bei ihrer Aufnahme brauchen. Die mit dem Meßtische ar-beitenden Geometer schließen sich an die ihnen gegebenen festen Punkte an, und brau-che» nun weiter keine Trigonometrie zu verstehen, da sie ihre kleinen Dreiecke desvierten Ranges durch Eonstruclion mit dem Meßtische bestimmen. 12- Diese Tri-gonomeler sind nicht allein gehörig zu instruiren, sondern auch noch so weit zu unter-richte», daß sie, mit gehörigen Kenntnissen ausgerüstet, ihrem Geschäfte vorstehenkönnen. 13) In Gemeinden, wo eine sekr kleine Feldvertheilung ist, muß die Flur-charte im Maßstabe von 1000 auf dem Felde zu 1 aus dem Papiere ausgenommenwerden; da, wo die Feldvertheilung größer ist, im Maßstabe von 2000, und inWaldungen und Haiden in dem zu 1000. 14) Aus diesen wird eine Gemeinde-charte oder eine AmtScharle u» Maßstabe zu 10,000 gezeichnet, welchedie Übersichtüber die Flurcharte gibt, die zum Amte gehört. 15) Aus diesen Amtscharten ent-steht dann eine allgemeine Landescharte in dem Maßstabe von 50,000. 16) Fürjede Arbeit muß eine bestimmte Genauigkeit in Procenten vorgeschrieben werden,damit es bei der Verisicatio» nie zweifelhaft sei, ob sie die vorgeschriebene Genauig-keit habe, und ob sie anzunehmen oder zu verwerfen. Soll aber eine solche Kata-stercharte nicht in den ersten 10 Jahren veralt, t und unbrauchbar geworden sein, sosind nothwendig Einrichtungen zu treffen, damit jede Besißveränderung in denAmtscharken und von diesen in den Generalcharten von Sachverständigen nachge-tragen werde. Durch die Likhographirung der Zeichnungen wird man die Verviel-fältigung derselben mit wenig Kosten bewirken, und dadurch nichtalleiujeder Unter-behörde, sondern auch jedem Grundstücksbesitzer einen vollständigen und geprüftenRiß seiner Liegenschaft verschaffen. Daniit dieses Lithographiern der Blätter über-einstimmend mit der Messung, und mit dieser zugleich vorwärtsschreitend erfolge,müssen gleich Anfangs Vorkehrungen getroffen werden. — Das zweite auf weit un-sichererm Grunde ruhende Geschäft der Länderkatostrirung ist die Bodenabschätzung.In dieser Beziehung sind vielfältige Versucbe gemacht worden, ohne das gewünschteResultat, sichere Vergleichungszahlen des Werths der einzelnen Grundstücke, zu er-halten. Man hat den Kaufpreis, den Pachtscbilling, den Rohertrag und den Rein-ertrag Wechselsweise zur Unterlage dieser Vergleichungcn angenommen, ohne dieSache dadurch weiter zu führen, denn immer haben sich bei der Zusammenstellungverschiedener einerlei Einkommen gewährender Flächen die größten Berschiedenhei-