Band 
Sechster Band. K bis L.
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Katzbach (Schlacht an der)

auf den ersten Wink. So war im Frühjahr 1809 Alles vorbereitet; doch glaubteK. vorher mit den geheimen Obern und mitSchill sich besprechen zu muffen; alleiner fand dort nicht ganz die Übereinstimmung, welche die Ausführung eines so um-,fassenden Planes erfoderte. Dennoch übernahm er es, zuerst mit Hirschseld sichMagdeburgs zu bemächtigen, worauf Schill von Berlin abmarschiren sollte. Nunführte K. am 5. April 1809 30 Reiter und 100 Freiwillige zu Fuß von Sandawüber die Elbe nach Stendal , wo er die Gendarmen entwaffnete und die Behördenabsetzte, die, größtentheils deutsch gesinnt, nur zum Scheine Widerstand drohten.Hier schloffen sich Alle an, die Muth und Waffen hatten, und Abends um 10 UhrtrafK. in Wolmirstädt die Anstalten zur Überrumpelung der Festung, wo die Bür-ger bereits ihn erwarteten. Da brachte ein Bote von den geheimen Obern den Be-fehl. die Unternehmung zu verschieben, mit der Nachricht, daß man Hirschfeldhätte verhaften lassen müssen! Ein Donnerschlag für K., der nun seine bravenGefährten entlassen mußte! Er selbst ging nach Prag - half dem Herzoge vonBraunschweig sein Corps organisiren, Machte den Streifzug durch Sachsen mitihm, ward an den Erzherzog Karl gesandt und wohnte den Schlachten von Aspern und Wagram bei. Hieraus schlug er sich mit dem Herzoge von Braunschweig durchund kam in England an, kehrte jedoch in »streich. Dienste zurück. Dann machte ereine Reise nach Griechenland, sah Athen Und Macedonicn; als aber der Befreiungs-krieg 1813 ausbrach, nahm er seinen Abschied, trat wieder in preuß. Dienste undmachte die Feldzüge bis 1815 mit.

Katzbach (Schlacht an der), den 26. Aug. 1813. Der Waffenstillstandzwischen Napoleon und den Verbündeten hörte Mit dem 17. Aug. auf. Blücher stand am rechten- der Feind am linken Ufer der Katzbach (einem Fluß im preuß.Regierungsbezirke Liegnih in Schlesien ). Letzterer zog sich zwar nach blutigen Po-stengefechten am 19. und 20. von Bunzlau , wo Ney die Boberbrücke abbrechenließ, bis hinter Löwenberg; Loch auf Napoleons Befehl rückte den 21. das franz.Heer unter Ney, Macdonald, Lauriston und Sebastians zu denen noch Marmontund Morkier nebst allen Garden gestoßen waren, 130,000 M. stark, wieder andas linke Boberufer vor. Denselben Tag kam der Kaiser in Lewenberg an. So-fort überschritten die franz. Heerhaufen hier und bei Bunzlau , wo Sacken vor Neyweichen mußte, den Bober und drängten in 3 blutigen Tagen die Verbündetenbis hinter Goldberg. Blücher sollte jedes Haupttreffen gegen überlegene Machtvermeiden. Er stellte daher das Heer in einer durch Stromrhäler und Höhenzügegedeckten Gegend auf und nahm den 23. sein Hauptquartier zu Iauer. Dasfeindliche befand sich zu Goldberg an der Katzbach. Aber schon am 23. Nachmit-tags eilte Napoleon mit sämmtlichen Garden und den Hecrhausen unter Marmontund Mortier nebst den Marschällen Berlhier und Ney »ach DreSdcn zurück, umdiese Stadt gegen das aus Böhmen hervorgebrochen Heer der Verbündeten zu be-haupten. In Schlesien standen jetzt 2 Heere einander gegenüber, jedes etwa80,000 M. stark; unter Blücher : Sacken, 2)ork und Langeron mit ihren Heer-massen; unter Macdonald: außer seiner Heerschar, die von Ney und Lauriston ,nebst der Reiterei unter Sebastians Als nun der Kampf mit gleicher Streitkraftbeginnen sollte, regnete es vom 21. bis 28. Aug. fast ohne Aufhören, daß alleBergströme aus ihren Ufern traten. Ney's Heerhaufen rückte am 25. bis an dieKatzbach vor und stand den 26. bei Liegesitz; Lauriston stand bei Goldberg, undMacdonald hinter Goldbcrg. Schon hakte Blücher den Angriff beschlossen, als derFeind über die Katzbach ging und die Heerhaufen unter Langeron und Vork Zurück-drängte. Da ward er am 26. von den Verbündeten zwischen Eichholz und Wein-berg angegriffen. Sacken focht gegen Souham auf dem rechten, Langeron gegenLauriston aufdem linken Flügel, 2)ork gegen Macdonald in der MittedesBundeg-heeres. Aber zu weit war Lauriston auf dem linken Flügel der Verbündeten vor-