Klein
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Kleist (Ewald Christian von)
Mandschusprache bekannt. Nach seiner Rückkehr gab ihm die Akademie in Pe-tersburg auf des Grafen Johann Potocki Borschlag den Auftrag, in den Länderndes Kaukasus seine Forschungen über die Stammvölker Asiens fortzusetzen. Ererkannte daselbst die Abkömmlinge der Hunnen, Avaren und Alanen, sammeltewichtige Handschriften und kehrte 1809 nach Petersburg zurück. Eine Fruchtseiner Reise war das ,,Archiv ft'ir die asiatische Literatur" (Bd. 1, 1810, 1.). Dannentwarf er den Katalog der chinesischen und Mandschubüchcr und Handschriftender akademische» Bibliotheken, wozu die chinesischen Charaktere in Berlin geschnit-ten werden muhten; 181- nahm er seine Einlassung, ging 1811 nach Italien und wählte endlich Paris zu seinem Aufenthalte, wo er mehre Werke mit Unter-stützung des Königs von Preußen, der ihn 1816 zum Professor der asiatischenSprachen ernannte, herausgab, z. B. „5iipp»l<''>,iai,t a» ,!ia>it»iiuiiie uliinoftOii I»'ir Hutzle cle lUe,'.»in," (von de Guignes 1813), 1. Lief. Die Fortsetzungdesselben wurde durch die Herausgabe des Morrison'schen (Macao 1820, 2 Bde.,1.) unnöthig. Ferner erschien von ihm das „Verzeichnis der chinesischen undmandschuischen Bücher und Manuscripte der königl. Bibliothek in Berlin" (Paris 1822, mit Auszügen und chronologischen Tabellen für die chinesische Geschichte);dann eine Abhandlung über die Uiguren (das Erste mit den Sprachdenkmalen diesesalten Volks in uigurischen Buchstaben). 1823 erschien zu Paris s. „ätz-, >«>>/-glxii,,", 4., nebst einem Sprachatlas in Fol., worin er die Verzweigungen derasiatischen Volker in ihrer Sprachverwandtschaft nachweist und den Anfang der ge-wissen Geschichte bei den verschiedenen asiatischen Völkern bestimmt. Auch enthältdieses Werk die Übersetzung einer mongolischen Legende vom Leben des Buddha mitAnmerk. Von s. „Reise in den Kaukasus " gab er 1823 eine franz. Übersetz, mitvielen Zusätzen (2 Bde.) heraus. Für die asiatische Gesellschaft in Paris ist Juliusv. K. sehr thätig. Das Journal derselben enthält mehre Aufsätze von ihm, z. B.über den Ursprung der -TraatSpapiere. Auch gibt er aufKosten dieser Gesellschafteine Georgische Grammatik nebst Wörterbuch und ein mandschuischeS Wörterbuchheraus. 1824 erschienen s. „Uemolr. relatils ö I'.ltzv". s. ,/!'al>leanx ltzzior,-g»r>i >!a lsz-'r (irpuiii la inonareliic ile t >1118 j u!-<iu ä I»i>8 ivnrs" (4 Bde., 4„mit Atlas in Fol.), und 1828 s. „(2l»r-m>»,->lü'i,' U-iii.tzebn", als ein Hülfs-mittel zu Erlernung des Chinesischen . K. ist auch Mitglied der asiatischen Gesell-schaft m London , und gab daselbst ,„v xcvgr., Statist. und bistvrieai llvscrP-lioii <>k ttz>ii,a" (2 Bde., 4.) kerauS. "
Klein (Johann Adam), Thier- und Landschastmaler und Kupferäher, geb.zu Nürnberg den 24. Nov. 1192, wo ihn der Landschaftmaler G. Ch. G.Bem-mel besonders im Pferdezeichnen, später Zwinger , und seit 1805 der Kupfer-stecher Ambros Gabler überhaupt in der Kunst unterrichteten. Seit 1811 — 15bildete er sich m Wien aus und auf Wanderungen durch Stciermark, Ungarn ,Pberestreich und die Dvnaugeaenten. Dann sah er die Rhein -, Main- undNeckarländer, malte seit 1816 in Pl und bereiste endlich Italien . Seine Dar-stellung der Natur ist treu und belebt; Soldaten, Fuhrb-ue, Bauern w. weiß ertrefflich zu charakterisier» und das Gepräge des Volks und Landes sprechend aus-zudrucken. Vorzüglich sind seine Pferdestudien von den verschiedenen Ra en Po-lens, Ungarns , der Walachei u. s. w. naturgetreu. Auch seine landschaftlichenGründe und Beiwerke sind gut verbunden und ausgeführt. Die Radirnadel führtK. mit ebenso viel Leichtigkeit als Geist. Die Zahl seiner radirten Blatter belauftsich auf mehr als 150, und mehre darunter können den besten niederländischen andie Leite gesetzt werden.
Klei st (Ewald Christian v.), geb. den 3. Mär; 1515 zu Zeblin bei Köslin in Pommern, besuchte im 9. Jahre eine Iesuikenschule zu Krön in Großpolen , im15. das Gymnasium zu Danzig, und ging 1531 nach Königsberg , um die Rechte