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Sechster Band. K bis L.
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Klengel Klenze

Daß sie nicht noch glänzendere Folgen hatten, lag nicht an diesen Männern. Nachdem Gefecht bei Clane (29. März), wo der General persönlich eine Brigade zumSturm eines Vorwerks sühne, ruckten die Heere bekanntlich nvr'Hans, wo derFriede geschlossen wart. Von dem Könige zum Grafen Kleist v. Nollendorf er-hoben, mit einem Inf-Reg. (1. westpreuß., das K. in der Armee) beliehen, folgteer dem Monarchen nach England und übernahm später den Oberbefehl des Heeresam Rhein. Bei Napoleons Rückkehr ward ihm das norddeutsche Bundescorps,sowie das 2. preuß. Corps übergeben. Ehe er es indeß vor den Feind führenkonnte, überfiel ihn eine gefährliche Krankheit, die seine Theilnahme anten nach-herigen Ereignissen hemmie. Bei der neuen Eintheilung der preuß. Monarchiein Provinzen und Militairabtheilungen wurde er in der Provinz Sachsen alsGeneralgouverneur angestellt. Dann zog er sich auf seine Güter zurück undstarb im Febr. 1821. U.

Klengel (Johann Christian), Landschafrmaler und (seit 1802) Professorbei der Kunstakademie zu Dresden, Sobn eines Landmanns zu Kesselsdorf beiDresden , geb. den 5. Mai 1151 , kam 1783 nach der Stadt zu einem Buchbin-der in die Lehre, wo ein ». Brockhagen, ein Ilniversiiatsfreund des Gen.-Dir.von Hagedorn, sein Lehrer wurde. Einst klagte Brockhagen dem Herrn v. Hage-dorn, daß ei» Bauerknabe durch seinen Hang zum Malen in seiner Scbule Stö-rung verursache. Hagedorn verlangte den Jungen zu sehen und seine Schmiere-reien dazu. Die Erlaubniß, die Zeichnenschule zu besuchen , war die Folge dieserBekanntschaft. Director Hntin bemerkte das aufstrebende Talent des jungen K.und »ahm ihn später unter seine Schüler. Auch war K. Dietrich's Schüler;nach 8 fahren erhielt er seinen Lehrbrief und wurde aufHrn. v. Hagedorn'? Em-pfehlung Pensionnair der Akademie. Die Landschaft war scbon bei Dietrich seinHauptfach geworden; Studien nach der Natur neben eigentbumlich aufgefaßtenCopien nach Werken in der königl. Galerie bildeten sein Kunsttalent. 1790 ginger nach Italien . Viele seiner seitdem bekanntgewordenen Bilder zeigten die Prachtjenes Luftglanzes, an dem der Künstler sich erwärmt hatte, an dessen Waarheitaber mir Unrecht gezweifelt worden ist. Vielleicht hakte eine Eigenthümlichkeitseines Baumschlag?, die, zunächst auf Naturbeobachtung gegründet, doch >n einzel-nen Blätter» an Manier zu grenzen schien, auch ein Mißtrauen gegen die Wahr-heit seines Farbentons hervorgebracht. Die Werke des unermüdet tbätigen.'Künst-lers sind sebr zahlreich. Verkleinerte Wiederholungen derselben hat er selbst inKupfer gestocben. Eine glückliche Scenerei gibt diesen Werken eigenkbüwlichegLeben. Viele davon sind nach Rußland gekommen. Die heitere Laune des Künst-lers hat sich durch mehre Wei te, z. B. das Kuchenbacken auf dem Lande, sowie inden Staffagen auf seiner Weizen- und seiner Kartoffelärnte erwiesen. Wenigergefiel sein erster Schiffer (nach Geßner). Don f inem Zeichnenbuche ist mir eineHälfte erschienen. K. starb zu Dresden den 19. Dec. 1824. Unter seinen Schü-lern nennen wir Wehle, Traugoit Faber und August Reichel. 19.

Klenze (Leo, Ritter von), k. bair. Hofbauinlcndant und Oberbai rach, seit1820 Geh.-Raih, Mitgl. mehrer Akademien, berühmt als prakt. Architekt und alsArchäolog, geb. 1784 im Fürstenth. Hildesheim , studirte auf dem Carolimmi ?nBraunschweig, später auf der Bauakademie in Berlin. Dann benuhte ei- in Frank-reich den Unterricht des berühmten Dulard und der polvtechnischen Lcbule. machteeine Kunst, eise nach Italien und erhielt den Ruf in die Dienste des KömgS v.Wkst-falcn, als Hosarchitckt. Nach Auflcsung dieses Königthums begab ersick nach -Wien ,wo er sich dem Monarchencongreffe durch jenen prächtigen Entwurf zu einem Lue-ges- und FriedenSdenknial bekanntmachte, der zwar mit Auszeichnung aufgenom-men, jedoch niemals ausgeführt wurde. Geschäfte riefen ihn nach Paris zurück, worr 1815 den Rufals Hosarchiickt nach München erhielt. Hier fand er vielfache Ge-