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Kleist von Nollendorf (Emil Friedrich, Graf)
zum glücklichen Auegange des Gefechts am 2. Oct. 1192 beitragend, den Der-,dienstordcn enrarb. Nachdem er einige Jahre lang ein Grenadierbataillon befeh-ligt, wurde er 1803 vortragender Generaladj»tant des Königs. Er muß diesenPosten, trotz des Tadels des Herrn von Masseiibach, zur Zufriedenheit seines Herrnausgefüllt haben, denn er blieb 5 Jahre darin, und schied nur daraus, um ein nichtunbedeutendes Commando zu übernehmen. Nach der Schlacht von Auerstädtdem Könige folgend, ward er von demselben an Napoleon (im HauptquartierDsterode) abgeschickt, um auf die durch den General Verwand gemachten Friedens-vorschläge zu entgegnen. Bei der Rückkehr der vaterländischen Truppen als Ge-n ralmajor und Chef der wesipreuß. Brigade in Frankfurt a. d. D. angestellt, erhielter einen neuen Beweis des Vertrauens seines Monarchen, indem ihn dieser, alsnach Schill'S Auszuge der Commandant von Berlin , Chazot, diese Stelle nieder-legte, dazu bestimmte; wer die damaligen Verhältnisse kennt, wird wissen, welchesMaß von Fähigkeit, Kraft und Gewandtheit erfodert wurde, um in diesem Postenall.n Ansprüchen der Regierung zu genügen. K. hat die Aufgabe gelöst. DerKrieg von 1812 rief auch eine preuß. Heerabiheilung ins Feld, bei welcher K. rühm-lich n Antheil an den Gefechten nahm, in welchen diese ganz gegen ihre Wünschefechtenden Truppen ebenso sichere Beweise der Tapferkeit als der Hingebung in dieBefeble des Königs ablegten. Die Übereinkunft, welche General Pork schloß, istbekannt. Man brauchte die dadurch erlangte Muße zu den Rüstungen zum Kriegegegen Frankreich , in welchem -der Generallieutenant p. K. am Ende März 1813vor Witkenberg befehligte. Als das verbündete Heer die Elbe überschritt, folgteK. dieser Bewegung über Dessau und besetzte den Saalübergang bei Halle. Am28. April mit Übermacht angegriffen, hielt er den Posten mit großem Verluste denganzen Tag. um der Stadt die Gmuelscenen eines Sturms zu ersparen, und zogsich darauf über Schkeuditz zurück. Die Einwohner von Halle würdigten Das,was damals für sie geschehen, und gaben ihrem Retter so rührende als achtungS-werthe Beweise ihres Dankgefühls. In der Schlacht von Bautzen fand K. zuerstGelegenheit, seinen Feldhnrnberuf zu bewähren. Unter den Augen des KaisersAlezander und seines Königs vertheidigte er am 20. Mai mit geringen Kräftenden Spreeübergang bei Burg, und zog sich erst zurück, als der General Milorato-witsch Bautzen verlasse» hatte, von Alexander belobt, der seinen General am diesesBeispiel aufmerksam gemacht haben soll. K. sebloß dann als preuß. Bevollmäch-tigter den Waffenstillstand mit ab, und befehligte „ach 'Ablauf desselben das Corps,welches nebst den Garden zum östr. Heere in Böhmen stieß. Als sein Corps nachder Schlacht von Dresden dem allgemeinen Rückzüge folgte, trat der Augenblickein, wo dem Helden nur die Wahl zwischen Tod oder Gefangenschaft zu bleibenschien; Vandamme war bereits auf nähern Wegen mit 40,000 M. in Böhmen eingedrungen, der Rückzug abgeschnitten. Da faßte der General den kühnen Ent-schluß, sich das Gebirge herab in den Rücken des Feindes zu werfen. Ein Theilder Truppen blieb zur Sicherung des eignen Rückens auf den Höhen von PeterS-walde stehen, der Rest stürmte (30. Aug.) in das Thal von Culm hinab, die Schlachtentscheidend, welche Böhmen und einen großen Theil des verbündeten Heers rettete.Dieser Kampf bei .Nollendorf gab dem Helden seinen Namen. In der Schlachtbei Leipzig erwarb sich K. auf dem linken Flügel des großen Heeres bei Markkleeberg ,Gossa und Wachau neue Ansprüche auf den Dank des Vaterlandes. «Lein Corpsschloß sodann Erfurt ein und folgte, als die stanz. Besatzungsich in die Citadellenzurückgezogen, dem Heere nach Frankreich , wo es bei der schles. Armee eben ankam,um die Reihe von Unfällen, die sie rasch nach einander trafen, durch das Gefechtbei JoinvillerS (14. Febr. 1814) zu beschließen. Die großen Vortheile, welche derlinke Flügel des Heers bei Laon am 9. März erfochten, wurden durch den Entschlußder Generale v. Pork und v. Kleist , den Feind am Abende zu überfallen, errungen