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Klotz (Matthias) Klügel
über das Studium des Alterthums und über den Nutzen und Gebrauch alter ge-schnittener Steine und ihrer Abdrücke rc. berühmt gemacht. Am meisten war er alsRecensent in s. Wirkungskreise. Er arbeitete an der „Allgem. deutschen Bibliothek"unter der Chiffre I,. Weil aber in dieser Zeitschrift Vieles nicht nach seinem Willenging. auch hin und wieder Einiges an seinen Schriften getadelt wurde, so ging er abund errichtete in s. ,,.1utl« litenniis" eine Opposition gegen die „Bibliothek", wo.durch er zu dem Namen der Klotzianer Gelegenheit gab. Der scharfsinnigste undwitzigste s. Gegner, der s. Fall am meisten beschleunigte, war Lessing , der, wie Her-der in s. Aufsähe über Lessing sich ausdrückt, in s. beide» Bündchen von „Briefen an-tiguarischen Inhalts" zwei Bären gegen K. und seine Brüt abschickte. K. war un-streitig ein feuriger und genialer Kopf, welcher eine Idee, die sich ihm darbot, schnellauffaßte und weiter ausbildete. Als Lehrer der griechischen und lateinischen Spracheerwarb er sich entschiedene Verdienste; von neuern Sprachen wußte er wenig. ImUmgänge war er feurig und einnehmend, doch etwas veränderlich und beißend.Ein regelloses Leben beschleunigte seinen Tod. Er starb den 31. Dec. 1171.
Klotz (Matthias), k. bairischer Hofmaler, geb. 1718 zu Skrasburg, hattedaselbst Haldenwang, dann in Stuttgart Guibal und Scoti zu Lehrern. Hier-auf malte er in Manheim Portraits und Landschaften, dann seit 1778 in Mün-chen , als Hostheatermalcr, viele landschaftliche Decorationen für die Bühne undgab später (München 1816) s. „Farbenlehre" heraus, das Resultat beharrlicheru/lk scharfsinniger Untersuchungen. Er starb 1821.
Klotz (Simon), Professor, des Vorigen Sohn, geb. zu Manheim 1777,erlernte die Anfangsgründe der Kunst bei s. Vater, bildete sich dann in der königl.Galerie zu München aus, reiste 1798— 1800 nach Wie», Dresden, Berlin undKopenbagen, ward 1805 als Professor der Theorie der bildenden Künste an derhohen Schule zu Landshut angestellt, wobei er auch praktischen Unterricht gab, undmachte für diesen Zweck auf Kosten des Staats eine Kunstreise nach Frankreich undItalien . Mit gründlichen Kenntnissen in allen Theilen der Kunst und ihren HülfS-wissenschaften, besonders den historischen, verbindet K. lebhafte Phantasie undtiefes Gefühl. Seine Erfindungen sind reich an Ideen, und sein Kunststyl ist ein-fach und großartig. Er malt m Miniatur, in Ol und al Fresco. Man schätzt vonihm 4 Landschaften, die Tageszeiten, Bilder aus der heil. Geschichte ». a. SeinDeckengemälde im königl. Münzgebände stellt die Verbindung der producirendenNatur mit der Kunst in Absicht auf Industrie dar. Auch gab er Beiträge überKunstgegenstände in verschiedene Zeitschriften.
Klügel (Georg Simon ), Professor der Mathematik und Phvsik zu Halleund mehrer Akademien Mstalied, geb. den 19. Aug, 1739 zu Hamburg , erhieltdaselbst die erste Bildung; Richey, Reimarus und Busch waren s. vorzüglichstenLebrer. Er sollte Theologie studiren; allein Neigung und die Bekanntschaft mitBusch zogen ihn zu dem Studium der Matbematik bin, doch hörte er in Göktingendie Vorlesungen der Theologen, vorzüglich Michaelis, studirte alte und neue Spra-chen mit Eifer, aber Kästner entschied s. Vorliebe zur Mathematik. Don Göttingenging er nach Hanover, wo er 2 Jahre das „Hanöv. Magazin" herausgab; dannward er 1766 als ordentl. Professor der Mathematik »ach Helmstädt berufen. Hierschrieb er s. „Sphärishe Trigonometrie" 1769, welcher eine Übersetz, der Priestley'-schen „Geschichte der Optik", a.d. Engl., und s. „Dioptrik" folgten. Späterhin ver-anlaßte ihn sein Freund Nicolai, mit dein er als Mitarbeiter in der „DeutschenBibl." in Verbindung stand, die „Encyklopädie" (in einem zusammenhängendenVortrage, 7Thle., 3. Anst., Berlin 1806 fg.; der 7. Th. von Stein erschien 1817)zu bearbeiten, aus welcher, im Verein mit s. College», Velkhusen, Henke, Bruns u.Crell, die „Vernunftkenntnisse" hervorgingen, welche für eine Mission nach Nord-amerika bestimmt waren. 1788 kam er als Karsten's Nachfolger nach Halle, wo