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Knebel
Knappe
Explosion. Die Ursache des Knallen« sowol diese« als des Knallguecksilbers, isidieselbe wie beim Knallgolde. — Knallluft ist eine Vermischung von äbasserüoff-gas mit atmosphärischer Lust. — Andre Körper hingegen cxplodiren durch une»bloßen Schlag, wie vorzüglich ein Gemenge von 20 Theilen hpperoxygenirt salz-saurem Kali, 2 Theilen Schwefel und 2 Theilen Kohle; und noch andre bei blo-ßcr Berührung mit der Luft, wie das Phosphor-Wasserstoffgas, und besonderseine neuerlichsi entdeckte Substanz, da« orygenirt salzsaure Salpekersioffgas, inVerbindung mit Phosphor oder Schwefel. V.
Knappe, s. Schildknappe.
Knebel (Karl Ludwig von), aus einem alten niederland. Geschlechte, daswegen der Religion auswanderte. K. L. v, K., geb. an, 30. Nov. 1744 zu Waller-stein in Franken, wo sein Vater als fürstl. Kanzler angestellt war, der dann alsanspachischer Eomüialgesandter nach Regensburg ging und nachher als Geh.-Raihins anfpachifche Ministerium versetzt wurde, erhielt in Anspach durch Uz, damalsIustizsecrelair, und den nachherigen Generalsuperint. Iunkheim seine Bildung.Uz weckte den Dichter in ihm, Iunkheim bildete sein moralisches und religiöses Ge-fühl. Im 19. I, bezog K. die Universität Halle, um sich den juristischen Studienzu widmen. Allein er konnte der Trockenheit derselben keinen Geschmack abgewin-nen. Sein jüngerer Bruder war damals Leibpage bei Friedrich >>., und dessen Ein-ladung folgend, begab er sich nach Potsdam , wo er nach einigen Monaten als Ldf-ficier beim Regimenke des Prinzen von Preußen angestellt wurde. Während seineslOjähr. Kriegsdienstes schloß er Verbindungen mit ausgezeichneten Männern, be-sonders mit Ramler, dessen Nachahmung antiker Svlbenmaße und rhmhmische»Nortrag er sehr lieb gewann. Auch war er öfters in Gesellschaft mit Gleim, MosesMendelssohn u. A. Nieolai versah ihn mit den neuesten Werken der Literatur. DieGegenwart des großen Königs in Potsdam hatte Alle so eingenommen, daß sie sichlange über die Beschwerlichkeit eines strengen Dienstes in Friedenszeiten täuschte».Allein da nirgends eine Aussicht zu weiterer Beförderung sich öffnete und K.'S Ge-sundheit diese Lebensweise nicht länger zu ertragen vermochte, bat er um seinen Ab-schied. Nachdem er ihn durch Beihülfe des Prinzen erlangt, reiste er von PotSdam ab, uni sich ins älterliche Hau« nach Nürnberg oder Anspach zu begeben. Weimar lag nicht weit außer dem Wege. Dort lebte Wieland, dessen Dichtergrazien ihnvorzüglich anlockten. Mit Huld von der damaligen Regentin, der HerzoginAmalie, und mit Wohlwollen von dem ganzen Hofe aufgenommen, verlebte K.dort 14 genußreiche Tage. Kurz darauf wurde ihm vom Minister Fritsch die stelleeines Hofmeisters beim zweiten Prinzen, Konstantin, angetragen. Lange wider-stand ep wegen s. Unpäßlichkeit und Untauglichkeit zum Hofleben. Die Herzoginschlug endlich vor, er solle wenigstens zum Versuch nach Weimar kommen. Sowurde er an Weimar gebunden. Im Dee. 1'71 trat er mit dem Erbprinzen unddessen Bruder die Reise an, der Göihe in s. „Leben" gedenkt. In Karlsruhe gewanner die Gunst des Markgrafen. Klopstock war eben auch dort und gefiel sich inK.'s Umgang. Über Strasburg ging es nach Paris , wo er im Cirkel jungerFreunde schon von einer StaatSumwälzung sprechen körte, deren Sinn ihm da-mals dunkel blieb; aber in der französischen Überfeincrung gefiel er sich wenig.Nach s. Rückkehr und dem frühen Tode s. Zöglings erhielt er, mit dem Eharakrereines Majors, eine lebenslängliche Pension und lebte bis zu Ende des Jahrh, fastnur in Weimar; eine Zierde des erwählten Kreises, der damals das kleine Weimar zum deutschen Athen erhob; ein Freund der Musen und ihrer berühmten Lieblinge,eines Wieland und Herder; ein täglich willkommener Gast der verwitweten Her-zogin; ein feiner Beobachter und Ausleger der Zeichen einer verhängnißschwangernZeit; in philosophischer Einsamkeit im fernen Gärtchen sich selbst genügend; allenerkünstelten Bedürfnissen fremd, ein genießender Weiser aus der aristtppischcn