t
Knigge Kmght 20ü
Wien besitzt viele Blätter von diesem Künstler, der auch als Gesellschafter durch eineseltene Bildung sich auszeichnete und den 11. Zuli 1825 in Neapel starb.
Knigge (Adels Franz Friedrich Ludwig , Frech, v.), geb. den 16. Oct.1152 zu Bretenbeck, einem Gute seines Vaters, nicht weit von Ha,wver, wardda-selbst b,S in sein 11. I> sorgfältig erzogen. Dann machte er einige Reisen mit seinemBaker, auf welchen dieser den Überrest seines Vermögens vei zcbrte, sotaß er den, un-mündigen Sohne (1166) tiefverschultete Lehnszüter hinterließ. Der junge K.genoß nun Privatunterricht und bezog 1169 die Universität Gottingen. Aus einerReise nach Kasse! win de er vom Landgrafen Fri, deich >1. zum Hofjunker und Ass ssorder Kriegs - und Domamenkammer ernannt, welche Stelle er 1112 amrat. V"-dessen ward er, ehe seine dortigen Aussichten sich verwirklichen konnten, durch öko-nomische Verhältnisse genöthigt, seine Stelle in Kassel niederzulegen und aus jeineGüter zu gehen. 1111 trat er als Kammerhcrr in Dienste des weimarischen Ho-fes, machte nachher Geschäftsreisen und privansirte mu seiner Familie abwechselnd zuHanau, Frankfurt und Heidelberg . 1196 ward er Oberhauptmann und Lchol.arch in Bremen , wo er am 6. Mai 1196 sein ziemlich unruhiges Leben endigte,mit Hinterlassung einer nach seiner Genialität gebildeten Tochter. Er war in mehrals einem Fache ein gewandter Schriftsteller; vornebnilich erhielten seine Romanedurch leichte, gefällige Erz.ihlnna und durch einen Anstrich von Satvre, besondersaberdurch eine populäre Lebenspbilosophie, den Beifall der Lesewelk. «Leine,,Reisenach Braunschweig ", die man lange für einen komischen Roman hat gelten lassen,in welcher aber nur einige lustige Situationen anzutreffen sind, zeigt, daßK., wenner nicht stets in seiner eignen Persönlichkeit befangen gewesen wäre, sich zu rein-komischen Erzeugnissen halte erheben können. Ein großes Glück Hai seni Werk:„Über den Umgang mit Menschen" (16. A., 3 Thle.; ein 1. Th, enthält Knigge'gBiographie von Wilmsen, Hanover 1821) gemacht, welches auch, aus dem be-schränkten Standpunkte angesehen, aus welchem der Verf. d-m Menschen betrachtet,allerdings viel Gutes enthält, aber, wenn es wirklich zur allgemeinen Handlungs-weise erhoben werten sollte, da« Leben, wie der Krämer seine Waare, i» einzelnenO.uentchen auswägen würde. Daß übrigens K.'s Laune nur erkünstelt war, daßsein Charakter sich in einiger Befangenheit erhielt, sehen wir schon aus seiner HinNeigung zu dem Vlluminarenorden, dessen Mitglied er 1186 wurde und für welchener mit großer Thätigkeit wirkte. Diese Verbindung verwickelte ihn in unangenehmeVerhältnisse, u. a. nnt Zimmcrmann, gegen welchen er jedoch den Proceß gewann.Unter dem Namen Philo gab er, nach Aufhebung jenes Ordens, eine merkwürdigeErklärung über denselben heraus, sowie er seinen Unwillen in der „Geschichte derAufklärung von Abyssinien", in „Wärmbrand'S polit. Glaubensbekenntnisse" undden „Papieren des Etatkrath v. Schafkopf" darstellte. Einen Antheil an „Bahrtlmit der eisernen Stirn" hak er völlig von sich abgelehnt. (Vgl. „Kurze Biographiedes Freih. Adolf von Knigge ", Hanover 1825.)
Knight (angelsäcbs. u„vl. das deutsche Knecht), ein Ritter. Der Ritter -stand macht in England keine Classe des Erbadels aus, wie überhaupt der niedereAdel, die tlinitrv. sich dort niemals von den Freien der Nation gesondert hat. DerRiltei stand gründete sich theils auf den Besitz eines Landeigenthums von einem ge-wissen Ertrag überhaupt, oder eines eigentlichen Kriegslehens (buchst tu l<-e). theilsauf persönliche Ernennung. Von dem ersten sind noch Spuren in der Verfassungdes Parlaments übrig , indem die Grafschastsdeputirken, als Vertreter der Ritter-schaft oder kriegspflichtigen Gutsbesitzer, stuchstts »l iste sstiie heißen. Noch unterder Königin Elisabeth nöthigte man die Gutsbesitzer von 16 Ps. jäkrl. Einkommen,sich persönlich die Ritterwürde ertheilen zu lassen. Von der persönlichen Ritter-würde ist die des Xnchstt st.wstelo, (I>,'Ui-rstcv-,lier) die unterste und älteste Stufe,die noch jetzt dadurch ertheilt wird, daß der König dem vor ihm Knienden einen