Band 
Sechster Band. K bis L.
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Knox

den Himmel die Knoten berühren, befinden sie sich selbst in der Ekliptik und habendahe/keine Breite. Die scheinbare HinimelSkugel wird durch die Ekliptik in zweiHälften getheilt, wovon die eine über der Ekliptik nach dem Nordpole, die andreaber unter ihr nach dem Südpole zu liegt. Tritt nun einer der Himmelskörper beiseinem Durchgänge durch einen der Knoten in die obere Hälfte, so ist dies der auf-steigende Knoten, weil der Himmelskörpersich dann uns, Bewohnern der nörd-lichen Hemisphäre, nähert; tritt er in die untere Hälfte, so ist dies der niedersteigendeKnoten. Alle Knoten der Himmelskörper haben eine langsame rückgängige Be-wegung, welche zwar in einer kurzen Reihe von Jahren wenig beträgt, aber dochauf die Länge bedeutend wird. Davon ist die gegenseitige Anziehung der Plane-ten Ursache. Bei dem Monde ist der Rückgang so beträchtlich, daß die Knotendesselben binnen 19 Zähren durch den ganzen Thierkreis gehen.

Knox (Johann), Schottlands Reformator, geb. 1505 inGifford bei Had-dingkon in Schottland , auf der Akademie St.-Andrews zum scholastischen Philo-sophen und gewandten Dialektiker gebildet, und schon vor 1530 Lehrer dieser Phi-losophie und ordinirterPriester, kani durch da? Studium der Kirchenväter, beson-ders des Hieronymus und AugustinuS , seit 1535 in nähere Bekanntschaft mit derBibel und durch diese z» Protestant. Ansichten. Schottland , um 100 Z. hinterder Bildung des Festlandes zurück, trug damals die Fesseln eines Klerus, der roberals irgendwo, aber durch Reichthum und Volksglaube» übermächtig, seit 1521 mehreAnhänger der deutschen Reforiiia ion den Flammen geopfert hatte. Erst 1512, nachJakobsV.Tode, gewanndasLichteinigenRaum, daderRegent, GrafArran, ihmanfangs selbst huldigte und 1513 das Lesen der engl. Bibel frei gab. K., seit1512 erklärter Protestant, predigte um diese Zeit im Süden des Reichs gegen dasPapstthum, und fand unter den neuen Verfolgungen, welche 1513 die Umstimmungdes Regenten n«ch sich zog, einen sichern Aufenthalt im östl.Lothian als Hauslehrerbei dem Laird Douglas. 1517 ward er Prediger bei den Verschworenen, die nachErmordung des Eardinals Beaton das Schloß Lät.-Andrews eingenommen hatten.Hier veranstaltete er die erste öffentliche Coauuunion unter beiderlei Gestalt, kamaber noch in demselben Zahre mit der Besatzung in Gefangenschaft und nach Frank-reich auf die Galeeren. Räch seiner Befreiung, im Febr. 1519, wurde er von derRegentschaft i» England als Missionsprediger des Evangeliums in der ProvinzBer-wick gebraucht, 1551 mit Beibehaltung dieses Geschäfts zum Kaplan des KönigSernanur und ein vorzügliches Werkzeug der engl. Reformation. Besonders denk-würdig machte er sich der engl. Kirche dadurch, daß er bei Berathungen mit der Re-gentschaft die Abschaffung der Brotverwandlungslehre und der Hostienverehrung be-,wirkte. Doch immer unzufrieden mit den papistischen Gebräuchen, die man in Eng-land noch bestehen ließ, schlug er 1553 ein Pfarramt in London und bald daraufauch ein von Eduard VI. , vordem er mehrmals predigte, ihmangetragenesBiothumaus. Durch den Tod dieses Königs verlor er 1554 seine Bevollmächtigung ZUMMissonSgeschäft und entging den Verfolgungen der Königin Maria nur durch seineFlucht nach Genf, wo ihn Calvin mit brüderlicher Freundschaft aufnahm. Hierbefestigte sich seine schon entschiedene Vorneigung für die Lehre und Kirchenverfas-suiig der presbyterianischen Refornürten, daher er auch das im Nov. 1554 über-nommene Predigkanit bei den englischen Ausgewanderten in Frankfurt a. M., we-gen innerer Spaltungen dieser zum Theil der engl. Liturgie geneigtem Gemeinde,nach wenig Monaten aufgeben mußte, und 1555 nach Genf und von da nachSchottland zurückkehrte. In diesem Reiche hatten inzwischen die Freunde der Re-formation sich zwar vermehrt, aber von der katholischen Kirche noch nicht völlig los-gesagt. Dazu bewog nun K. die in Edinburg Gegenwärtigen, vor denen er inPrivatversammlungen predigte, wie auch Vielein den Provinzen, wo er predigendumherzog. Don der Geistlichkeit nach Edinburg gefedert, erschien er daselbst den