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Konstantin der Große
Luttnürs vermählt; dennoch faßte der Letztere, aus Eifersucht über K.'S Ruhm, ei,nen unversöhnlichen Haß gegen ihn, den er dadurch äußerte, daher die Christen zuverfolgen anfing. Beide Kaiser griffen zu den Waffen und trafen (8l I) in Panno-nien auf einander. K., umgeben von Bischöfe» und Priestern, stehle den Beistanddes Lottes der Christen an; Licinius , seine Wahrsager und Magier »in Raihfragend, empfabl sich dem Schutze seiner Götter. Licinius wurde geschlagen. DerSieger gewährte ihm Frieden. Aber LiciniuS erneuerte die Feindseligkeiten, wurdegeschlagen, gefangen und auf K.'S Befehl getödtet. wurde K. 325 allein Herrdes abend-- und morgenländische» Reichs. Seine Hauptsorge war die Befestigungder öffentlichen Ruhe und die Verbreitung der Religion. Mehre wohlthätige Ein-richtungen wurden von ihm getroffen. Dahin gehört, daß er alle Anstalten der Aus-schweifung aufhob, die Kinder der Armen auf seine Kosten zu ernähren befahl, dieErlaubniß gab, sich über seine Beamten zu beklagen, und nicht nur die Aussagenselbst anzuhören, sondern auch die Kläger , wen» ihre Beschwerden sich gegründetfanden, zu belohnen versprach. Er verringerte die Grundsteuer um ein Viertel undließ, um eine richtige Vertheilung zu erhalten, einen neuen Kataster anfertigen. DerFiscus zog zu seinem Vortheile das Vermögen der Criminalverbrecber ein; K.nahm das Vermögen ihrer Frauen davon aus und milderte das Loos ihrer Kinder.Da, wie er sagte, der Tod nn Gefängnisse für einen Unschuldigen entsetzlich undfür einen Schuldigen zu süß sei, so beuch! er, die Gefangene» auf der Sülle zu rich-ten. Er verbot unaesiinte Kerker und verletzende Fesseln. Sein Grundsatz war,man müsse sich des Angeklagten versichern, nicht ab>r ihn leiden lassen. Er er-laubte den Kranken, Witwen und Waise», von dem AuSspruche des -OrtSrichrerszu appcll reu, und versagte diese Appellation ihren Widersachern. Nach einem To-desfälle theilten die Erben unter sich die hinterlassenen Sklaven; K. verbot, bei die-sen Theilungen die Männer von den Weibern und die Välei von ihren Kindern zutrennen. Die Ehescheidungen waren unter den Römern sehr gewöhnlich geworden;K. erschwerte sie. Den Christen erlaubte er, nicht nur Kirchen zu bauen, sondernauch die Konen dazu von seinen Domainen zu nehmen. Mitten unter tenRegie-rungssorgen und den Arbeiten des Kriegs berief er das Concilium von ArleS , umdem Schisma der Donansten ein Ente zu machen. Ein andresiännnstun, ,,c,-u-inemil'Nin, das er 325 zu stlicäa (s. d.) in Bilhynieu versammelte, besuchte er selbst.Dann legte er am 26. Nov. 329 zu Bv;anz in Thrazien , an dem Bosporos, denGrund zu einer neuen Hauptstadt des Reichs. Bv;anz war von Sevcrus fast gänz-lich zerstört worden; K. stellte es wieder her, erweiterte seinen Umfang und ziertees mit öffentlichen Plätzen, Springbrunnen, einem CircuS und Paläste». Neuromerhielt seinen Namen. Durch seine Lage begünstigt, wurde Konstantinopel dieNebenbuhlerin Roms. Alle Reichthümer flössen nach dem Morgenlande; dorthinbrachten die Völker ihren Tribut und ihren Hantel; die alte WelibeherrscherinRom sank von ihrer Höhe herab. K. theilte das Reich in vier Theile, welche vierl'rm'ü'eii i>iurtoi u> verwalteten. Diese vier Theile bestanden wieder aus 13 Diö-cesen, deren jede ihre» DicariuS hakte, und die 13 Diöcesen aus IN Provinzen.Einen andern Nachtheil zog K. dem Reiche dadurch zu, daß er die Bewachung derGrenzen MieihStruppen vertraute und die Legionen, welche an den Grenzen standen,in den Provinzen vertheilte. Am Ende seines Lebens begünstigte er die Arianer,wozu EusebiuS von Nikomedien ihn bewog; er verbannte mehre ka holische Bi-schöfe. 831 erkrankte er unfern Nikomedien, ließ sich taufen und starb nach einerRegierung von 31 Jahren. K. hatte in s. Testamente den politischen Fehler be-gangen, das Reich unter seine 3 Söhne, Konstantin, ConstantiuS und Constans , zutheilen. Die Hinrichtung seines Sohnes CrispuS , den seine zweite Gemahlin fälsch-lich angeklagt hatte, als habe er sie verführen wollen, wird ihm ebenfalls zum gerech-ten Vorwürfe gemacht. ScinEifer für das Christenthum scheint nicht weniger durch