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dieBemerkung, daßtiese schon von der Mehrheit der Bewohner des rdmischenR'ichsangenomniene Religion trotz aller Hindernisse odssegen werde, und daher die Krafteiner Regierung, die sie begünstigte, nur verstärken könne, als durch die Neigungzu ihren einem beladencn Gewissen tröstlichen Lehren bewirkt worden zu st,».Man hak ihn eines unbegrenzten Ehrgeizes, einer übertriebenen Freigebigkeit undeiner orientalischen Prachrliebe beschuldigt. Übrigens war er tapfer an der Spitzescincr^Heere, sanft und leutselig gegen seine Unterthanen, die Liebe seines Volks,der Schrecken seiner Feinde. 332 kriegte er mit Glück gegen die Goihen, welchebereits seine Macht erfahren harten. Sein ältester Sohn erfocht mehre Liege;gegen 100,000 Feinde kamen durch das Schwert, durch Hunger und Ungemachum. K. benutzte seine Vortheile zu einem billige» Frieden, der dem Sieger wieden Besiegten Vortheile gewährte. Er befreite sich von dem schimpflichen Tribute,den seine Vorgänger diesen Barbaren bezahlt harren, und sicherte seine Grenze aufder Seite der Donau . Den Sarmaien, die er früher ebenfalls bekriegt hatte, wieser in Thrazien, Kleinstrihien, Macedonien und selbst in Italien Ländereien an,als sie, von ihren Sklaven, die sie unvorsichkigrrweise gegen die Gothen bewaffnethatten, selbst aus ihrem Lande vertrieben, bei chm Zuflucht suchten. Noch in sei-,nein 56. Jahre, kurz vor seinem Tode, entschloß er sich, in Person gegen die Per-,ser z» Felde zu ziehen. Neben den Waffen liebte er die Wissenschaften und begün-,stigte sie sehr. Er las viel und schrieb fast alle seine Briefe selbst. Man findet imEusebiuS verschiedene Proben seiner theologischen Gelehrsamkeit. Mebre Martv-,rologen haben ihn als einen Heiligen geehrt und bezeichnen den 20. Mai als seinenFeiertag. Die Griechen und Russe» begehen sein Fest an, 2l. desselben Monats.Ümer allen Schriftstellern, welche den Charakter, die Politik und den Emfluß K.'s dar-zustellen versuch! haben, scheint Mddon durch den Unifang seiner Untersuchungenund die Tiefe seiner Ansichten den Preis zu verdienen. In aller Hinsicht befriedigtManso'S „Leben Konstantins des Großen" (Bresl. 1317).
K o n st a n k i n o p e l (Konstantinsstadt), von den Morgenländern Kon-,skantinia, von den Türken Istambol (d. h. in der Stadt), von den Walachei, undBulgaren Aaregrad (d. h. Königsstadi) genannt, wurde von Konstantin dem Gro-ßen an der stelle des alten Bv'.anti»ms erbaut, 330 eingeweiht und nach ihmgenannt. Es war bis 1153 die Haupt - und Residenzstadt der oströmische», undseit jener Zeit der türkischen Kaiser. K. wurde 21 Mal belagert, aber nur 6 Malerobert: durch Aleibiades, SeveruS, Konstantin, Dandolo, Michael den Paläo-logen und Mohammed. Es liegt in der Statthalterschaft Rom-Ili (Rumelien ),an dem Meere von Marmora und dem südwestlichen Ausgange der lhrazischenMeerenge, welche Europa von Asien trennt, und hat einen großen und sichern Hafen.Mit der herrlichen amphitheatralische» Lage und mit der Pracht seiner Paläste undMoscheen stimmt das Innere wenig überein. Die Straßen sind meistens eng, un-sauber und abhängig, der größte Theil der Häuser niedrig, ausLehm und Holz erbaut.Auch seblt es an öffentlichen Plätzen. Der größte freie Platz ist derArmevdan, wel-cher 250 schritte lang, 150 breit und mit einem 60 Fuß hohen Dbelisk aus Gra-nit geziert ist. Die Luft ist gesund; bei dem Mangel an allen Gegenanstalien ver-breitet sich jedoch fast jährl. von Agupten her die Pest. Die Sommerhitze wird durchdie vom schwarzen Meere her webend-» Winde gemäßigt, aber eben diese Windebringen oft einen sebr empsmdlichen Übergang von Wärme zur Kälte her vor. — DieStadt selbst hat, ohne die Vorstädte, 21- deutsche Meil. im Umfange. Mit denVorstädten betragt der Umfang 12 Meilen. Die Zahl der Emwobner derStadt und den Vorstädten schätzt v. Hammer auf 630,000; Andre auf I Mill., wo-von über 200.000 griechische, über 10,000 armenische Christen, über 60,000Juden, der Überrest aber Türken waren. Vor dem letzten Brande zählte man80,000 Häuser. Landeinwärts dehnt sich K, immer mehr in die Breite aus und