Korinna
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nachdrücklichste behauptet, auch Rechtschaffene«, Milde gegen die Armen und Gast-freiheit dringend empfohlen. Die Lehre von einer absoluten Doi Herbestimmung, dieLehre, daß derMensch keine Linie breit von dem Wege abweichen könne, der ihmvon der Stunde seiner Geburt an vorgezeichnet sei, die Schilderung eines wollüsti-gen Paradieses, und die Versicherung, daß der Tod fürdieSache Götter das sichersteMittel fei, zu der Vergebung der Sünden und zu dein höchsten Himmel zu gelan-gen, mußte beitragen, den Kriegssinn der Mohammedaner zu entstammen. MitRücksicht auf das Klima des Landes werden häufige Reinigungen angeordnet; derGebrauch berauschender Getränke wird beschränkt, die Vielweiberei aber gestattet.Abgesehen von dem Inhalte unterscheidet sich der Koran auch dadurch von der Bibel,daß er ei» einziges Ganzes, nicht eine Folge historischer Urkunden ist. Die Abthei-lungen des Koran heißen Suren, linker den Mohammedanern gibt es eine Mengevon Erklärungen dieses heiligen Buchs. Nach der Verdeutschung des Koran durchBoysen, ist 1828 zu Halle eine neue Uebers. des „Koran oder das Gesetzbuch derMoslemen", von ^I.Wahl, aus d. Arab . mit einer Einleik. und Anm. erschienen.
K o r e a, von den Chinesen Tschaosien oderKao-li genannt, «steine länglicheHalbinsel (7442 LlM., 12Mill. Eiuw.), die zwischen China und den japanischenInseln liegt und gegen Norden theils an die östliche Tatarei, theils an die chine-sische Provinz Wlianion oder Leao-kong stößt, auf den übrigen drei Seiten aber vondem japanischen, chinesischen und gelben Meere umgeben ist (34—,3 N. B. und142—148° L.). Den nördl. Theil nehmen unzugängliche, mit ewigem Schneebedeckte Gebirge und ungeheure Wälder und Wüsten ein, nach Süden z» wird dasLand fruchtbarer und bewohnter. Hier gewinnt man Reis, Hirse lind andre Ge-treidearren, auch Hanf, Baumwolle, Seide. Außerdem hat Korea Eisen-, Blei-,Silber- und Goldbergwerke, Perlenfischereien und U berstuß an zahmen und wildenThieren. Die Koreaner sind eine Vermischung von Manischu-Tungusen und Chine-sen, wohlgebildet und in Sitten und Lebensweise den Chinesen sehr äknlich. Sietreiben Hantel »ach China und Japan , aber mit Europäern haben sie keinen Ver-kehr. Das Oberhaupt ist ein König, der zwar ein Vasall von China ist und iährlichenTribut dahin zaklt, übrigens aber unumschränkt und ziemlich despotisch regiert. DieHalbinsel wird in 8 Provinzen getheilt, die der König durch Statthalter verwaltenlai t. Kingkitao, die Hauptst. und Residenz des KönigS, hat eine berübmte Biblio-thek, bei der ein Prinz von Geblüt als Oberbibliotkekar angestellt ist. Die südwestl.Provinz T^chuSin hängt voni japanischen Kaisei ab. Die Westküste von Korea kennt man genauer durch Hall's Entdeckungsreise (London 1818).
Kvrf ii (ehemals Korevra), Insel im ionischen Meere, terKüste van Alba-nien (Epirus ) gegenüber, enikält auf 10^L4M. 50,000 E., meistens Griechen.Der nördl. Theil der Insel ist sehr fruchtbar an Wein, Ocl, Honig, Gartenfrüchten,besonders Feigen rc.; weil aber das Eigenthum so wenig getheilt ist, giebt es nochgroße Strecken unbenutzter Haide, und einiger Marschboden ist weder bedeicht nochentwässert, und daher für die Nachbarschaft höchst ungesund; fast alles Getreideund Fleisch bezieht die Insel aus Morea. Die Schönheit dieser Insel der Phäaken,die Vonrefflichkeit des Klima, die berühmten Gärten des AlcinouS, besingt Homer in der „Odyssee". Die Hauptst. gl. N., der Sitz des britischen Lork-Obercommissairsund eines latein. und e nes griech. Erzbischofs, mit 16,000 Einw., ist gut befestigt.Hier gründete Lord Guilford 1818 eine griech. Universität für die ionischen Inseln,und ward vom Prinzen-Regenten zuni Kanzler derselben ernannt; ane!, Graf Ca-podistrias unterstützte diese Anstalt. In Korfu ist der Sitz der ionischen gelehrtenGeseUsch. für DolkSökonomie. Eine starke Citadelle vertheidigt den Hafen, der fürKriegsschiffe aller Art geräumig und sicher ist. (S. Ionische Inseln.)
Korinna, genannt die lyrische Muse, ausTanagra inBöotien, war eineältere Zeitgenossin dcö Pindar, den siefünfMal in feierlichen musikgl. Wettstreiten