Band 
Sechster Band. K bis L.
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Koromandel

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Körper

für die Unbemittelten immer auf dem Preise von 26 Kr. (6Pfd.)zu halten, wo-hingegen die elderselter Kornhansa dem Preise folgte, sowie da? Korn in die Höheging, und nur immer ,6 Wtüber unter dem L atze blieb. Die frankfurter Kornhansabildete sich erst im Nov. 1818. Sie muhte in derNähe kaufen und ;u hohe» Prci-sen. Indeß setzte ste es doch durch, daß dieArmen das Brot immer um 26 Kr. er-hielten. Allein sie verlor von ihren 128,OOOGuld. It.OOOGuld.; dahingegen dieelberfelder ActionnairS ihr Capital mit 5 Procent Zinsen zurückerhielte». DiesbKornvereine sind, sowie die HülfSvereine am Rhein , schon dadurch merkwürdig, daßsie sich ganz von selbst gebildet, ohne Zuthun der Regierungen, und daß stein derWirklichkeit mehr geleistet haben als die großen Regierungsapparalc der Dehörden.Verständiger Bürgersinn weiß allemal dieAngelegenheiten der Gemeinte oni zv eck-mäßigsten zu ordnen. Ein wichtiges Ergebniß lieferte noch der elberfelder Korn-verein in Hinsicht der Größe des Capitals, das in solchen theuern Jahre» in denBrotverbrauch umgeht. In Elbeiffeld hatte jeder Mensch in dem Jahre für 20Thlr. Brot gegessen. Folglich waren in diesem Jahre in den preuß. Provinzen amRhein und in Westfalen , die eine Bevölkerung von 2 Milk. 800,000 Seelen ha-ben, 56 Mill. Thlr. in dem Brotverbrauche verzehrt worden. Ilg.

Koromandel (Dscholamandol, das Hirseland), ein Küstenstrich an derWestseite des bengalischen Meerbusens, von der Mündung des Kistna bis CapKalcinier, mit einer Menge blühender Städte, unter diesen die englische Provin-zialhauptstadt Madras, hat in einer Ausdehnung von mehr als A'> deutsche»Meilen nicht einen guten Hafen, und mir Ausnahme der Bai von Koringa machtdie Brandung das banden fast überall äußerst beschwerlich. Dom Anfang Dct. bisApril wehen die Nordwinde längs dieser Küste, und zwar während der ersten 3Monate mit solcher Helligkeit, daß die Schifffahrt mit offenbarer Gefahr verbun-den ist; dieses heißt der Nordostmonsiihn. Um die Mitte des Aprils sangen dieSüdwinde an, welche bis Zur Mitte de? Oei. dauern, und im Verlauf dieser Mo-nate kann man steh mit Sicherheit der Küste nähern. Während dieser Jahreszeitweht den Tag über nicht selten ein breunendheißer Wind, der das Athmen er-schwert, doch ei fischt der kühle Seewind Aber Nacht das Land. Da die Küstezwischen den Wendekreisen liegt, so hat sie 2 Regenzeiten, die eine, ivenn dieSonne über sie hinweg nach Norden geht, die andre, wenn sie nach Süden zu-rückkehrt. Doch ist das Klima nicht ungesund, ausgenommen für Diejenigen,die sich der Lonne zu sehr aussetzen oder im Thau schlafen. Die sandige Beschaf-fenheit fast der ganzen Küste ist dem Reisbau nicht günstig. Aber die in Mengeerzeugte Baumwolle ist theils als rohes Produck, theils verarbeitet eine O.uelle derWohlhabenheit für die gewerbfleißigen Bewohner.

Körper heißt jede Materie in der Natur, insofern wir sie nicht als ge-staltlos, sondern als einen bestimmten Raum einnehmend betrachten. In derGeometrie heißen diese bestimmt begrenzten Räume selbst, ohne alle Rücksicht aufMaterie, Körper, welche dann nach der Art ihrer Begrenzung in Körper vonebenen oder krummen Flächen eingetheilt werden. Unter de» ersten sind die merk-würdigsten die Prismen, Pyramiden, vollkommen und unbedmgi regulan e»; un-ter den andern besonders die Kugel und das elliptische Sphäroid. Außerdem gibtes Körper, die von ebenen und krummen Flächen begrenzt werden, wie z. B. Cy-linder und Kegel. In der Naturlehre theilt man die Körner, in Beziehung aufde» Agzregatzustand ihrer Materie, in feste oder ffüssige, letztere in liquide odertropsbarflüssige, und in erpansible oder elastisch-flüssige, wie z. B. Lust und Licht.Bei den festen unterscheidet man bekanntlich wieder harte und weiche, spröde undelastische u. s. w. Ferner werden die Körper eingetheilt in organisirte, die mit-telst gewisser innerer Einrichtungen und Lebenskräfte fähig sind . sich selbst zu ent-wickeln, zu erhalten und fortzupflanzen, und m unorgauisine, die beim Mangel