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Sechster Band. K bis L.
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Krain

Krake

läuft, welches sich durch Räder (Krahnräder) um die Welle minder. Man gebrauchtdie Krahne theils an Ufern, um damit Lasten aus den Schiffen oder in die Schiffezu Heden, theils auch bei Aufführung großer Gebäude. Di^,Benennung dieserMaschine stammt von dem Vogel Kranich ab, weil sie einige Ähnlichkeit mit demBaue desselben hat. — Krahnrecht, das Recht, einen solchen Krähn öffentlichhalten zu dürfen. In engerer Bedeutung wird darunter auch das Recht des Lan-dcsherrn verstanden, die Schiffer zu zwingen, an einem bestimmten Orte ihresämmtlichen Waaren auszuladen und sie daselbst zu verzollen.

Krain , ein Herzogkhum der östreichischen Monarchie. (S. Ostreich.)

Krakau, Freistaat und Stadt in Polen , in Westgalizien, in einer weitenEbene am Zusammenflüsse der Rudawa mit der Weichsel , wo mehre wichtige Han-delsstraßen sich verbinden (L. 31" 35' 45", Br. 50° 3' 52"), ehemals die Haupt-stadt von ganz Polen und späterhin, als Siegmund III. (reg. von 1581 —1632)die Residenz nach Warschau verlegte, bis 1164 noch die Krönungsstadt, mit un-gefähr 26,000 Einw., worunter viele Deutsche und eine Menge Juden, bestehtaus dem eigentlichen Krakau oder der alten Statt, die mit Mauern, Wällen undGräben umgeben ist, und den Vorstädten Stradom und Klepars am linken, undKasimirs am rechten Ufer der alten Weichsel . Wenn man die Menge von alker-thümlichcn Kirch- und Festungsthürmen, das hohe Schloß und die weit verbreiteteHäusermaffe in der grenzenlosen Ebene vor sich liege» sieht, so glaubt man einerprächtigen Stadt zu nahen; aber man findet ein Labyrinth krummer und schmutzi-ger Gassen, von den Trümmern einer glänzenden Vorzeit umgeben. K. ist terSiheines Bischofs, welcher ehemals den Titel: Herzog von Severien, führte. DieSchloßkirche, ein sehenSwertheS gothisches Gebäude und die reichste Kirche in Ga-lizien, enthält die Denkmäler vieler polnischen Könige, das Grab des berühmtenSobieski, Ios.Poniatowski's, Kosciuszko's undDombrowski'S; von den übrigen12 Kirchen sind verschiedene zum Theil durch ihr Alter merkwürdig. In der St.-Annenkirche stebt das marmorne Denkmal des KopernicuS, von einem krakauerKünstler. Aus einem der drei Hügel um Krakau steht das 120 F. hohe DenkmalKosciuszko's. Die Stadt soll schon 100 von einem Fürsten , Namens KrakuS,gegründet worden sein; gewisser ist, daß sie 1251 das magdeblirgische Recht be-kam. Sie trieb von jeher einen bedeutenden Handel und besitzt eine gute, 1811neu eingerichtete Universität mit einer Sternwarte. Bei der Theilung von Polen ,1195, kam K. an Östreich, welchem schon früher die Vorstadt Kasimirs zugefallenwar. Mit ganz Westgalizien ward es 1809 ein Theil des Herzogthums Warschau .Durch die Acte des wiener CongreffeS ward es 1815 mit einem Gebiete von 23LlM. und 110,000 Einw. (darunter 1300 Juden und 1500 Lutheraner) zu einerstets neutralen Republik erklärt, die nach der Verfassung vom 11. Sept. 1815 einSenat (12 Senatoren und ein Präsident) regiert, der jährlich der Repräsentanten-Ianimer die Rechnung und das Budget vorlegt. Der Staat unterhält eine Sicher-heirsmiliz. Die Steuern sind beträchtlich vermindert, ei» Theil der Schifften be-zahlt, und nützliche Baue ausgeführt worden. Die drei Schlitzmächte, Östreich,Rußland und Preußen, bestätigte» am 5. Oct. 1826 die neue Studienordnung fürdie Universität u. a. Lehranstalten. Auch ernannten sie den Grafen Joseph v. Za-luski, Adj. des Kaisers v. Rußland , zum Curator. Eine Folge davon ist, daß auchdie benachbarten Polen in Krakau studiren können. 1821 betrug das LtaatL-eink. 333,120, die Staatsschuld 25,000 Gulden.

Krake, Seekrabbe, Seewurm, Seepolyp, soll einSeeungeheuer von dem Geschlechte derPolypen und das größte Thier unserer Erdesein. Nach Pomoppidan, der in s. norwegischen Naturgeschichte dieses Seeungeheuerzuerst erwähnt, läßt sich dasselbe dann und wann in den norwegischen Gewässern sehen,trägt, eine halbe Stunde im Umfange habend, Berge und Thäler auf seinem Rü-