Kuina
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Kummer (G. Adolf)
dorf, 16. Sept. 1813, vom Fürsten von Schwarzenberg geschlagen.) Durch denSieg bei Kulm fühlten sich die Verbündeten zu dem festesten Vertrauen auf denErfolg des großen Kriegsplanes erhoben, und am 1. Sept. feierte der König vonPreußen mit seinem ganzen Heere den Sieg durch einen (Gottesdienst auf freiemFelde bei Kulm. Ein besonderes Todtenfeld in Teplitz umschließt die Gebeine deran ihren Wunden gestorbenen Krieger, und bei Arbisi.'i erinnert ein von Eisen ge-gossenes pvramidalischeS Kreuz, das der König von Preußen hat aufrichten lassen,an den Lieg bei Kulm in Böhmens Thermopylen! I , 1v.
Kuma oder Kyine, die größte und vornehmste Stadt Aoliens und zugleicheine der ältesten am azoischen Meere. Von ihr hat die ku maische oder ku-manische Libylleden Namen, und Hesiodus war hier geboren. Übrigens gal-ten nach Ltrabo die Einwohner für etwas einfältig.
K n m ä, eine uralte Stadt in Eampanien, die älteste griech. Eolonie in Ita-lien, ward um 1030 v. Ehr. von Ehalcis in Euböa gestiftet und von den asiat. Ku-mäern und den Phocäern bevölkert. Der allgemeine Glaube der Italiener versetztedie kumäischeLibvlle hierher, obgleich sie eigentlich in Asien einheimisch war. DieGrotte der Wahrheit lag in dem der Göttin Trivia geweihten Haine, und in ihrerNähe war der acherusische See. In dieser Gegend besaß Cicero ein Landgut, dasdaher das kumanische hieß. Kumä hatte ein beträchtliches Gebiet und eineSeemachtin seinem Hafen Puteoli . Es stiftete Neapolis und in Sicilien Zankle oderMessana.420 vor Ehr. ward Kumä von den Eampanern eingenommen und gerieth mit die-sen 345 in Abhängigkeit von Rom . Es wurde 1207 zerstört.
K u m mer (G. Adolf), Naturforscher, geb. den 3. Januar 1786 zu Dr-krand im Herzogthum Sachsen, erhielt nebst 7 Geschwistern von seinen Ältern (derVater war RegimentSchirurg) eine fromme Erziehung. Schon als Knabe zeigteK. eine auffallende Neigung, Alles, was in der Natur sich ereignet, zu beobachten.Er konnte das Frühstück versäumen, nur um dem Einspinnen einer Raupe, derFertigung eines LpinnengewebeS w. ungestört seine Aufmerksamkeit zu widmen.Schnell entwickelten sich seine Anlagen: eine seltene Gutmüthigkeit gegen Jeder-mann erhöhte seine äußere Liebenswürdigkeit. 1802 kam er auf die Landschule zuGrinnna. Hier war er bald einer der besten Schüler des MathematicuS VI. Töpfer,auch machte er in den alten Sprachen große Fortschritte; dabei unterließ er nicht,naturgesichichtliche Beobachtungen fortzusetzen. Zu diesem Zwecke kirrte er Mäuse,häufte seine Zelle mit Spinne» u. dgl. -Ohne je im Zeichnen Unterricht erhalte»zu haben, gab er treffliche Beweise seines großen Talents. Bei seines Vaters Tode(1806) besuchte er unter kümmerlichen Umständen die Universität Leipzig . Hierwidmete er sich zwar der Arzneiwissenschafr, allein Phvsik, Mathematik und Spra-chen betrieb er am eifrigsten. Als er die akadem. Studien beendigt hatte und ebenals Privatdocent auftreten wollte, erhielt er den Antrag, die Leitung der Erziehungzweier Lohne einer angesehenen ftanz. Familie in Paris zu übernehmen. Dortwaren damals die größten Schätze der Literatur und Kunst aufgehäuft. SeineStellung in Paris ließ ihm manche Freistunde, die er mit beispielloser Ausdauerder Botanik, den morgenländischen Sprachen und der Mathematik widmete. Sokam die Zeit, wo er zwar die Erziehung, nicht aber seine Studien in Paris aufgab.Zugleich übte er sich eifrig im Zeichnen und versuchte mit Glück die Radirnadel,z. B. in der Nachbildung mikroskopischer Thiere. Sein früh gefaßter Wunsch, alsNaturforscher in das Innere von Afrika vorzudringen, ward jetzt sein Lebensplan.Zu dem Ende schlief er oft ohne weitere Bedeckung in Herbstuächten auf den Bou-levards von Paris , machte in der Iuliushitze große Fußreisen, mit einem Pelz be-kleidet, lebte Monate lang von nichts als rohe» Wurzeln -c. Nach dem Frieden
*) Später ließ auch der Kaiser von Ostreich (, 02 i) dem östreich. Feldzeuameister Für-sten von Colloredo-Ransfeld (gest.23. Juli rs- 2 ) ein Denkmal bei Ärbüau errichte».