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Kulin (Schlacht b<i)
schon in Teplitz angekommen man, die gefahrvolle Lage des mit Geräck und be-schütz im hohen Erzgebirge verwickelten Heeres, bei welchem sich der Kaiser Alet an-der befand. Sofort beschlossen ain 20. die Feldherren (Ostermann. Berniol.'ff,Knorring, Prin; Gallizin und Großfürst Konstantin), nur ihrem Lebeii eine -L tel-lang zu behaupten, von der die Sichersten ihrer Bbonarchen abkiug. Heldeinniühigvertheidigten an diesem Ta/ - die Russen jeden Schritt des Bodens. Gegen ?.stir-tag rief der König von Preußen das ostr. Regiment Erzherzog Johann Dragoner ,unter dem Oberste» Sück, herbei, das sogleich in die Linie der Russen eintrat.Der Kampf war mörderisch. 1000 (Barden lagen auf dem Schlachtfelder demtapfern Ostermann riß eine Kanonenkugel den linken Arm weg; dennoch behaup-teten er und sein Nachfolger im Oberbefehl, Miloradowitsch , die Stellung bei Arbi-sau. Vandamme brach endlich, als es dunkel wurde, das Gefecht ab und bezog einLager bei Kulm, wo er die Ankunft des Kaisers oder Mortier's am nächsten Btor-gen gewiß erwartete. Nun war Napoleon zwar ant 28. mit den Garden bis Pirna vorgegangen, bald aber, keinen Unfall ahnend (man sagt, wegen einer kleinen Un-pasilichkeit), mit der alte» Garde nach Dresden zurückgekehrt, wohin er später auchMortier mit der jungen Garte von Pirna abrief. Unterdessen aber hatte sich dieHeerabtheilung unter Kleist, auf den Vorschlag des Gen. Grollmann, Chefs desGeneralstabs, von Glashütte, Breitenau und Fürstenwalde aus, von der kleinenStraße über den Geiersberg, weil diese Wege über Graupen nach Teplitz hinab vornHeerzuge schon angefüllt waren, seitwärts auf Nebenwegen nach der großen Straßellllli Peterswalde gewendet, um über Nollendorf in den Rücken von Vandammezu marschiren. Wäre nun Napoleon oder Btortier mit der jungen Garde von Pirna nachgerückt, so war Kleist verloren, und Vandamme siegte. Dagegen hatte Schwar-zenberg, der gegen 6 Uhr Abends von Altenburg her in der Ebene von Kulm ange-kommen war, d,e Russen bei Arbisau verstärke» lassen und die Stellung des Fein-des erkannt. Zugleich zog er in der Nacht die östreich. Divistonen Colloredo undBianchi von Dur näher an das Schlachtfeld. Unterrichtet von Kleist'S Seiten-marsche nach Nollendorf , ließ er auch ihn einladen zur Beihülfe an der -Lcstlacht,die er am nächsten Tage zu liefern entschlossen war. Nach seiner Anordnung sollteVandamme auf seinem linken Flügel umgangen , dadurch aber zwischen Kulm unddas Gebirge eingeengt und aufgerieben werden. Barclav, dem die Leitung desHeeres an dem ruhmvollen Tage des 30. Aug. von Schwarzenberg überkragen war,griff den Feind mit Anbruch des Tages an, worauf Knorring, Colloredo und Bianchidie Höhen des linken Flügels erstürmten. Noch stand die Schlacht, und Vandammebehauptete die Rücknigsstraße nach Peterswalde, als um 11 Uhr Kleist von Nol-lendorf (daher sei» Name: Graf Kleist von Nollendorf ), wo Vandamme nur franz.Heerhaufen erwartete, herab in des Feindes Rucken stürmte. Jetzt sah stch Van-dämme in dem Kessel vor Kulm eingeschlossen. Vergebens wollte er sich nach Nol-lendorf durchschlagen. Die frant. Reiterei warf sich auf die Preußen, und das Fuß-volk folgte in geschlossenen Vierecke». Aber es gelang nur den Generalen Dumon-ceau, Philippen und Corbineau, sich durch die preufi. Bataillone des linken Flü-gels einen Weg zu bahnen und der Gefangenschaft zu entrinne»; denn die östreich.Dragoner, Erzherzog Johann , hatten die fran;. Vierecke gesprengt. Wenige ent-rannen , und der bei Kulm noch fechtende Tbeil des franz. Heeres war völlig um-zingelt. So mußte Dandannne sich nebst 8 Generalen, darunterHaro, vomGenie,und 10,000 M. gefangen ergeben. Die Franzosen verloren 5000 Todte und dasgame Geschütz (81 Feldstücke). An diesem Tage war das verbündete Heer ungc-hintert von dem Gebirge nach Tcplitz hinabgezogen, wo es stch wieder zum Vor-rücken nach wachsen ordnete. Napoleon wagte jetzt keinen neuen ernstlichen An-griff auf Böhmen und die Stellung bei Tcplitz; er begnügte sich, die Gebirgspässezu behaupten. (Als er später vordringen wollte, ward er in dem Treffen bei Rollen-