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Sechster Band. K bis L.
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Kunz(Karl) Kupfer

war auch dar Prinz Ernst seinen Ältern wiedergegeben. Leicht hätten K.'s Ge-.»offen auch für ihn Begnadigung ausbetingen können; sie hatten es jedoch ver-säumt, und so wurde K., der indeß nach Freiberg gebracht worden, nach einemkur;en Proceß, am 14. Juli daselbst mit dem Schwerte gerichtet. — S.Schreiter'S „(beschichte des Prinzenraubes" (Lot. 1804).

Kunz (Karl), (seit 1821) grokherzogl. badischer (Kaleriedirector in Karls-ruhe, geb. zu Manheim den 28. Juli 1770. Den ersten Unterricht im Zeichnenerhielt dieser ausgezeichnete Künstler bei Jakob Rieger; nachher studirke er die nie-,dcrländ. Thier: und Landschaftsmaler und die Natur. In seinem 20. I. ging ernach der Schweiz , wo er 2t- I. seine Studie» fortsetzte. ffteben Zeichnungen undÖlgemälden radirte er auch ein trefft. Blatt (im Verlage des H. Velten) nachA, van der Velde, wovon sich das Original in der dortigen (Valerie befindet. 1705verhei'athete er steh in seiner Vaterstadt; in der Folge besuchte er die Äalerien vonDresden, Kassel, München und Berlin und erhielt 1805 die Anstellung als badi-scher Hofmaler. Don 1808 an nahm er seinen Aufenthalt in Karlsruhe . K. gehörtzu den ersten Thier- und Landschaftsmalern' unserer Zeit. Mit der richtigstenZeichnung verbindet er die glücklichste Auffassungsgabe und allen Zauber des Pin-sels. Seine Thiere leben und athmen, seine ländlichen Scenerien sind der Naturabgeborgt, und in seinem ssolorit ist eine Klarheit und Harmonie, die Auge und(ä'emüth Zugleich festhalten. Sem Blatt in Aaua tinta: die pissende Kuh (nach P.Potter), wovon das Original aus Kassel nach Malmaison kam und jetzt in Peters-burg ist, ist nicht mehr in guten Abdrücken zu haben; daher ließ H. Velten in Karls-ruhe Kunz'S Originalzeichnung 1830 likhographiren.

K u n z e n (Friedrich Ludwig Emil), einer der verdienstvollsten Tonsetzer un-serer Zeit, geb. 1761 zu Lübeck , wo sein Vater Organist und Musikdireccor war,siudirte 1784 in Kiel, wo er viel mit dem nachher in Paris verstorbenen Cranierriud mit Schul ; zusammenlebte. Schon damals zeichnete er steh durch fertigessslavierspielen, glänzendes und geschmackvolles Phantasiren und durch gründlicheEinsichten in der Eomposition aus, welche letztere er sich durch eignen Fleiß erwor-ben hakte. In Kopenhagen, wohin er von Kiel gegangen war, unk wo 1787 Schulzmit ihm zusammentraf, erwarb er sich immer größere Vollkommenheit ni derssom-posttion, und compo»irte(KelegenheitSmusiken, in denen ein größerer Aufwand vonKunst und Fleiß zu finden war, als man in solchen Musiken gewöhnlich antrifft.Sein erster theatralischer Versuch war die Oper „HolgerDanske" (oder „Oberen")von Baggesen, welche 1789 unter Schulz'-? Leitung zu Kopenhagen aufgeführtund mit großem Beifall aufgenommen wurde. Schon in tiefer Oper, in welcherdas Pathetische und Lvrische mit dem Hoch - und Niedrig-Komischen abwechselt,legte K. einen Beweis von seinem Urtheile und (Kefuhle, von seiner Kenntniß derTheakereffectS und von seiner fruchtbaren Erfindung ab. Auf Schulz'S Anra-then ging er im Juli 1790 nach Berlin , wo Reichard ihn mir offenen Armen auf-nahm. Bald nachher ward er bei dem neuerrichteten Nationaltheater in Frankfurt a.M. angestellt, wo er sich mir dem OK-iste der Mozarr'schcn Werke bekanntmachte.Diesem Vorbild arbeitete er mit glücklichem Erfolge nach, sotaß sein „Winzer-fest", das er einige Jahre nachher, als Mustkdirecror bei der Schauspielergesel!-schaft in Prag , auf das Theater brachte, den lautesten Beifall erhielt. Uni dieleZeit geschah es, daß Schulz in Kopenhagen wegen Kränklichkeit um seinen Abschiedanhalten mußte. Da es der Konig ihm anheim stellte, einen Nachfolger zu ernen-nen, so schlug er K. vor, der auch an seine Stelle 17 !5 zum komgl. dänischenCapellmeister ernannt und zum Ritter des Danebrogordens erhoben wurde.K. starb am 28. Januar 1817. Nebst mehren dänischen Oper» (gedichtet vonBaggesen und von Sander), Singspielen, Camaten und Oratorien, find auch vonihm ein Hallelujah und mehre Elavierstucke unk Lieder vorkheilhast bekannt worden.

Kupfer, ein Metall von eigenthümlich kupferroiher Farbe, welche um so