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Lusayctte (össiiowri Mollicr, ÄöurstUiö de)
tionalversammluno drangen. Au diesir wurde er 1789 ernannt. Am 11. Jukitrug ,r aus die Erkläning übci' die <I,oit, ,lo ,'in.i>>,no an und auf die Der-aiitwortl-ebkeit der Vlitüstei'. Den Satz, daß Insurreciion gegen Despotis-mus Pflicht fi, darre jedoch schon vor ihm der bekannte Inir'guant, Grafd'En-iraieues. össerulich behauptet. In den w chligen Tagen unk Nackten am 13. u.11. Juli präsidirle ci die Versammlung, und am 15. wurde er zum Präsidentender Deputat on,mannt, welche aus der Mitte der Nationalversammlung nachParis geschickt wurde. Aum Generalconimandanten der Hauptstadt ernannt, ei-richtete er hier die Nanonalaarde, welche bald in ranz Frankreich nackg-bilditwurde, gab Befehl, d>e Bastill- zu schleisin, und führte die dreifar bige Cocardeein, von welcher er sagte 0, <!, ,,,lt In t un <l» inniiiln s Bei allerReinheit semer- Absichten sah sich L. bald in die gefahrvollsten Verhältnisse verwi-ckelt, zunächst durch das Trügerische, Gehaltlose der auf ihn einstürmenden Vo'ks-guiist. Dei-noch widersißte er sich allen Ausschweifungen der Partei- und Pöbel-wuib; so rekieie er am 6. Der. die kön'gl. Fanrilie in V rsarlles. ?(Ilein sein Eif-rfür die nerre Ordnung der Dinge »rechte id» der Partei des Hofes verhaßt; denn erverlangte die Einsübrungder britischen Jury, die bür gerliche Freiheit der Farbigen,die Aushebung der Orden, des Erbadels u. s. w. Dagegen lehnte er für sich dieStellen eines Connekablc, Dictators oder Generalüeukenaniö des Königr eichs ob,und verhinderte den Plan, rbn rrrm Oberbefchlskaber sämrntl. 4 Mrll. Narional-gardcn z,i ernennen. Er und Baillv stifteten den Clubb der Feuillans (der Freundedes Königthums urrd der Verfassung); mit eigner Lebensgefahr zerstreute er dieAufrührer, w>!cbe Ludwig XVI. vom Throne stürzen wollten. Nach der Annah-me der Consslution zog er sich auf sein Landgut zurück. Dann ward er an dieSpitze der Ardennenarmee gerufen, wo er die Mannszucht wiederherstcUte, diereitende Arnlleric organisirle, und den Feind bei Philtppeville, Maubeuge undFlo-rennes bekantpfte; allein von Dumouriez urrd Collot d'Herbois beschuldigt unddurch den Ar fi uhr der Kenigofeinde in Paris , am 20. Juni 1792, für LudwigsSicherheit besorgt gemacht, eilte er in die Hauptstadt, sprach für die Rechte deöThrons in der Nationalversammlung, und wollte, da de Bergpartei ihm entge-gen war, den König mit ferner Familie nach Compicgr.e in Sicherheit bringen.Leiter weigerte sich Ludwig, seinem Rathe zu folgen, weil der Hos die Ankunft desHerzogs von Braunschwcig in Paris erwartete. , Lafapetie's Vorschlag", sagten dieHoflcuie, ,,würde den König rette», aber nicht die Monarchie." Nun ward L.selbst vom revoluticnnaiuen Pöbel (3l>. Juni) im Bildmß verbrannt und in Ankla-gestand gesetzt, jedoch am 8. Aug. freigesprochen. Dissenungeachlet erklär te ersich gegen die Katastrophe des 10. Aug. und ließ die Commissaire der Nationalver-sammlung in «edan verhaften (15. Aug.). Da er jedoch sich, daß ein Marschgegen Paris die Grenzen dem Feinde preisgeben lind vielleicht erfolglos den Bür-gerkrieg entzünden würde, so entzog er sich der über ihn von der republikanischenPartei ausgesprochenen Acht durch die Auswanderung in ein neutrale? Land. Al-lein er ward zu Rochefort in Flandern von den Östreichern verhaftet und nebst sei-nen Begleitern, Latour -Maubourg, Alep. Lameih und Bureau dePusy nach We-sel , endlich nach Ollmütz abgeführt (vgl. Bollmann), wohin ihm 1796 sein«Gemahlin mit ihren Töchtern folgte. Bonaparie bewirkte in Folge der Verhand-lungen zu Levben 1797 seine Befreiung. Da L. die Gewaltthat des 18. Frucki-dors mißbilligte, so blieb er in Hamburg , wo er an Archenholz einen Freund halte,und das Direciorium ließ sein durch die Revolution sehr vermindertes Besitzthumverkaufen. Erst nach dem 18. Brumaire kehrte er nach Frankreich zurück undmachte dem ersten Consul einen Besuch. Bonaparte forschte ihn aus, fand aberbei ihm noch die alten Ideen von Freiheit in ihrer ganzen Kraft. Er wollteihn z»m Senator ernennen; allein der General dankte ihm, denn er wünschteCouversations-Lericon. Bd. VI. 25