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Lagunen Laharpe (Jean Fran», ois de)
die Ehr« der Aufnahme im Institut empfing, da setzte er sich bescheiden unter denGelehrten; auch al« Consul und als Kaiftr hörte er nie auf, ihm seine ausgezeich-nete Achtung auf alle Weise zu bezeigen. Zum Mitglied des Senais ernannt, mitdem Großkreuz der Ehrenlegion geschmückt, zuletzt in den Grafenstand erbeben, sahL. sich mit allem äußern Glänze geschmückt; weder dies, noch die Vertraulichkeitdes Staatsoberhauptes gegen ihn, vermocht'n ihn übereile! zu machen, und ebensobescheiden wie sonst widmete er sich auch jetzt noch mit demselben Ester s. Studien.Leidrr beschleunigte dies höchst wahrscheinlich tun Ende. Vorgerückt im Alur, wieer war, konnte er sich nicht entschließen, sich wenig r zuzumachen, und eben, da erim Begriffe stand, die 2. Anst. seiner ,,1'vGiw >ie>> r,>!,mü>u>, un,G liguc»,", mitAnmerk. bereichert, herauszugeben, überraschte ihn der Tod d. 19. April !813,Seine irdischen Überreste wurden im Pantheon beigesetzt, nur Lackp, de und La-place hielten ihm die Gedächtnißrcde. L. war ebenso liebenswürdig im Umgängeals bescheren in seinen Ansprüchen, und nie ließ er sich durch die ihm so vielfach er-wiesenen Auszeichnungen hinreißen, den Werth And! er zu verkennen. Besondersgroß war seine Hochachtung für Euler, und er pflegte oft zu seinen Schülern zusa-gen: „Studiren Sie den Euler, wenn Sie Geomcter werden wollen". SeineSchriften sind theils einzeln, theils in den Memoiren der Akademien von Turin ,Berlin und Paris , in dem „Journal der polytechnischen Schule", den „tlouuA;-«uiioLi <lii lenij,»" und in den „Ephemeriden " abgedruckt. Wir nennen hier nur„^lüeanigm'unulvtiguo" (Paris 1737, neue Anst. 1811 n. 1815); „tül'miockez lünutionr Uinllvtistnos" (Paris 1797 u. 1813); „l'chsoluiio,, cke; «-gnu-killn; numörüsnc;" (Paris 1798 u. 1898); „s.rc-on; !>u, le oaionl <Io; tone-tiuni" (mehre AuSg., die neueste, Paris 1898); <I'a>iliinckligna
tignL"(i,i den im Jahr 1796 von RoederherauSgeg. „<2nU<>,-lio»s" befindlich). EinTheil von L.'S nachgelaffenen Papieren wurde 1815 von Earnot, als Minister desInnern, dem Institut übergeben und hierauf, nach einem Gutachten bor Akademie,der Bibliothek dieser gelehrten Anstalt einverleibt.
Lagunen, derjenige Theil der Küste am adriatischen Meere, den dasselbedurch Lmreißung eines von tcr Natur gemachte» Dammes durchbrochen undübe, schwemmt hat, woraus hernach viele kleine Inseln und Seen entstanden sind.Venedig ist auf 69 solcher Inseln erbaut worden. Die Seen selbst, welchevorzugsweise Lagunen heißen, schwellen bei einem hohen Stande des Meeres außer-ordentlich an, werten aber auch zuweilen so seicht, daß sie durch ihre Ausdünstungder Gesundheit gefährlich werden. («. Venedig .)
Lagus, Lagiden, s. Ptolemäer.
Laharpe (IeanFramoiste), Mitglied derfranz.Akademie, berühmterLi-kerotor. geb. zu Paris den 20. Nov. 1739, war sehr arm, zeichnete sich aber durchTaieure aus und erhielt eine Freistelle im College d'Hareourt; früher hatten sichdie barmherzige,> Vchwesiern seiner angenommen. Die Correctur eines Pasguillsauf e neu seiner L.hrer, die er, ohne vielleicht etwas Arges dabei im Sinne zu ha-ben, übernommen hatte, war Ursache, daß man ihn bald nachher für den Verf.einer andern-Lchmähschrift, ebe»fa!lsaufeu>en seiner Lehrer, der zugleich sein Wohl-thäter war, ansah. Er wurde dafür auf einige Monate in die Bastille gebracht. Inder Folge ei hielten mehre semer dichterischen Iugendversuche den Preis, und schon1762 gab er eine Sammlung von Hcro d- u und Gedichten heraus, die mau anmu-lhig ii'nd elegant fand. 1763 trat er mit seinem Trauerspiele „Warwick" auf, wel-ches mir vielem Beifall aufgenommen ward und sich auf dem Theat.w ei hielt. We-niger Glück machten „Timoleon " und „Pharamon". Um kiese Zstt ward L. mitBanane bekannt, der ihm Beweise seines großmüthigen Wohlwoll-nS gab, wofürer nicht immer dankbar gewesen sein soll. Er fing darauf an, sich am die von d:rAc> Keime aukges.tzieu Preise zu bewerben, und wenige Schriftstelln sind darin so