Band 
Sechster Band. K bis L.
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Laharpc (Frödoric Cesar)

glücklich gewesen als er. Unter s. Lobreden steht die auf Heinrich IV. oben an; auchdie auf F-nckon, Racine und Ca:i»at zeichnen sich aus. Nicht von gleichem Werthesind seine Po.sten. Zugleich arbeitete L. fortwährend für das Theater, wiewol„stLanvick" das einzige Schauspiel blieb, das sich eines dauerndeil Beifalls erfreute.Doch werden f. Übersetzungen des ,.PHi!oktet" von Sophokles , und s. Schauspiel„Mela>,ie"mi: Auszeichnung genannt. Außer verschiedenen andern W rken gab L.f. ,,! V r-(', <ni <t -NI- <ln I l l k(-l :iINI k) uinül IHN' i-t niockernl" (12, tind nach desV'S. Tode 1'; Bde.) heraus, auf welchem s. Ruf besonders gegründet ist. S. Pl-m.liUi'-niirc!.. <:«rr<-,p,»„>. ,»", ", von 1774 bis 1741, mit deni Grafen Schurwaloff für den Großfürsten Paul (4 Bde., 1801, und 2 Bde. Forts. 1807) zogenihm heftige Gegner und eine bittre Satyre („tMrre-g). lnrgneI zii. In s. „I.^-GS findet nian durchaus eine geschmackvolle Behandliiiig und ein gesundes Urtheil,dagegen darf man tiefes Eindringen in die Elemente der Ästhetik und neue, großeIdeen nicht darin suchen, wie er denn in derWürdigung der Erzeugnisse der Dicht-kunst lediglich von dem bekannten Standpunkte der französischen Kritik ausgeht.'Auch beurtheilt er die spätern und gle chzenigen Schriftsteller oft einseüig und un-gerecht. Zll Anfang der Revolution ein eifriger Demokrat, änderte er im Gefäng-nisse, in welches ihn die anarchische Partei warf, feine Grundsätze, und ward einAnhänger der Kirche und des Königthums. Gleich in den ersten Sitzungen des >w-<A,' ich? harte er den Muth, geg-n die Tyrannei des Terrorismus nachdrücklichzu sprechen. Am 18. Fructidor 1748 ward er zur Deportation vernnheilt, der erjedoch durch die Flucht entging. Nach dem 18. Brunn (O.Nov. 1700) begann er s.Vorlesungen im Lreee aufs Nstue. Kurz vor s. Tode zog er durch freie Äußerungenüber die Verfügungen der Regierung den Unwillen des ersten Conluls auf sich undwurde nach OrleanS verwiesen. Er durfte jedoch bald zurückkehren, lind starb d. 11.Febr. 1808 im 8-1 I., nach einer langwierigen Krankheit, als ein eifrIer Katholik.

Laharpe (FiTd'ric EVsar), E.rdieeckor der helvetischen Republik, russi-scher Tikular-General, geb. zu Rolle m emer zum Adel des Waakt'andeS gehöri-gen Familie, 177t, trat 14 Jahr alt in Nesemann's Sennnarium zu Halden-sieüi und Bunten, das seine idealen Ansichten von Freiheit und Vaterland nährteund stärkte. Er kam von Haldenstein mit dem Rufe eines Halbwilden zurück. Inden Wissenschaften allein lebte er, unter denen er die Mathematik als die erste be-trachtete. In Gens wurden Saussure und Bertrand seine Lehrer. Darauf stu-dirke er zu Tübingen die Rächte und empfing in seinem 29. Jahre den Dockorhnt.Nicht o.gne einen harten Kampf gelang es ihm, aus seiner Ideenwelt in die Wirk-lichkeit des beschränkten GeschäftslebenS überzugehen. Er ward Sachwalter beider w Is.hcn Appeüationskammer in Bern , folgte aber bald der Einladung einesangesehenen Russen, ihn durch Italien zu begleite», sah die Wunder dieses Lan-des, Malta und Liciüeu, und begab sich von da, auf des Barons Grimm Vor-schlag, 1782 nach Petersburg , wo er 1783 der Lehrer des damals 7 Jahre altenGroßfürsten A'e.rander und dessen Bruders ward. Ein so erhabener Wirkungskreiswar seines Geistes und Herzens würdig; erwiGiete sich ihm mit ganzerSeele. In-zwischen brach die französische Revolution aus, deren Fortgang ihm große Theil-nabme einsiößte. Auch aus der Ferne wollte er für die Befreiung seines Vaterlan-des wirken. Er verfaßte u. a. eine Bittschrift im Namen feiner Mitbürger an dieberner Regierung, worin er ehrfurchtsvoll, aber freimüthig eine Zusammenberu-flmg der Stände zu Abstellung der Mißbrauche foderte. Bald aber brachen Un-ruhe» aus, und die Regierung, die ihn als Mitanstsster derselben betrachtete, setzteihn unter die Zahl der Geächteten, und es gelang feinen Feinden, die Verlo-dnngsfeierltchkeiien Alexanders zu seiner Entfernung zu benutze». Er g'ng nachGens, und wollte in sein Vaterland zurückkehren, als er erfuhr, daß schon derBesitz! geg-ben sei, ihn dort zu verhaften. Darüber erbittet/, ging er 1706