Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
397
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l'ch als thätig bewies, auch damals schon als Redner sich bemerklich machte. 1808vom Depait. der Gwonde für das gesitzgeb>nde Corps e, wählt, zeigte er auch hiersich als freisinnige» Redner, drang jedoch unter ter schon damals begründeten Will-tnich.rrschasc mit sinnen Vortragen über Abschaffung nnhrer Dlißbräuche nichtdurch. Nach den Unfällen in Rußland 1813 ernannte des gesetzgebende Corpseine außerordentliche Commission, besehend aus den Herren Lai»>-, Naynouard,C'alleis, Flouaergues und Vlaine de Biran. uiu Bericht über Das zu erstatten,was wol der Wunsch der Nasien in dies-r Krisis sei. L. las den Bericht derselbenm der Versammlung vor. DieserVo-.trag, sowie Ravnouard's Rede an d.n Kai-,ser (worin es hieß: „8i >nu? uo ,!>>N!NU In p,Ax> I»ais >u lo-

»«„--,»<-,>»>") enthält so viel Wahres, das; man nur bedauern muß, daßdie Herren vom ges tzg. benten Corps nicht längst eine so offene Sprache mit deinseine Macht mißbrauchenden Herrscher gefühlt hatten. Vor den Niederlagen inRußland würde dies, so gefährlich es auch sein mochte, hohen Muth. würdigichtcr Repräsentanten des Volks, bewies» haben, nach ihnen war es ziemlichleicht und schadete, statt zu nützen; denn jetzt war niebt der Augenblick zu Erörterun-gen über das Mehl' oberMmder dcrMachl des Heirsibers, sondern mehr denn jezu einem eng, rn Ansil ließen an ihn, um den Staat zu retten. Napoleon fühlteMich so? wenig Großartige dieses Verfahrens und behandelte die Redner danach.Das so lange übcrdemüthige und nun auf einmal sreimütkiae gesetzgebende Corpswurde von ihm vertagt, undL. ging nachBordeanr, wo er 1811 von dein daselbstemgetroffenen Herzog von Augoul-ine zum Präscten der Stadt ernannt ward.Später ward er Präsident der Depmirlenkammer. Hier zeichnete er sich beiderNachricht von Napoleons Wiederkehr von Elba durch Reden gegen „den gemein-schaftlichen Feind" au«, floh, als Napoleon nach Paris kain, nach Bordeaux und erließ dasilbsteine als Gesehverstäutiger ihn wenig ehrende Art von Prvclama-lion, worin er die Franzosen von der Verpflichtung entband, dem UsurpatorAbgabenund Mannschaft zu reichen. Als die Herzogin v. Augoul-nie Bordeaux verließ, be-gab er sich — sagt man — nach Holland . Nach der 2. Neflauration nahm er seineStelle als Präsident wieder ein, und erhielt vom Juni 1816 biSzum 28. Dec. 1818,wo DecazeS an seine Stelle trat, dos M-msierium des Innern. In beiden Postenbenahm sich s. mit Mäßigung und sprach oft mit der ihm als Redner eignen Kraftgegen die Anmaßungen der rechten Seite, besonders gegen die versuchten Eingriffe indie Charte; »ach und nach aber neigte er sich immer mehr zu den erst bestrikten n Ge-sinnungen der Ultrsparlei hin und unterstützte die Abänderung des früher von ihmvertheidigten Dahlges tzeS. Man muß jedoch bemerken, daß er bei den Verhandlun-gen über den Krieg mit Spanien 1823 mit der Minorität dagegen stimmte, und frü-her (1817) Clausil de Cousisirgue's unlovalen Amrag, die von der absoluten Ge-walt aus ihrem Vaterlande verbannten Spanu-r nicht mehr zu unterstützen und ih-nen, den unglücklichen Flüchtlingen, keinen Schutz mehr zu gewähren, als unwürdigdes König« und einer edeln Nation, verwarf. 182-1 wurde L. zum Mitgliede der mitder Untersuchung der Lage der Farbigen und Verbesserung des Zustandes der Skla»ven errichteten Commission zur Organisation der Colonie ernannt.

Lajos, s. Ödipus .

Lairesse (G rard de), Maler und Kupferstecher, geb. 1610 zu Lüttick,starb 1711 zu Amsterdam . Musik und Dichtkunst waren abwechselnd sine Er-holung, die Malerei seine eigciul ehe Beschäftigung. Sein Vater, ein mittelmä-ßiger Maler, unterrichtete ihn nn Zeichnen, und schon im 15. I. war er im Staude,sich vom Portraiimalen zu nähren. Veit Leichtigkeit verdiente er Geld, brachte esaber ebenso schnell durch ein liederliches Leben wieder durch. Als er 1690 blindgeworden war, dicrirte er einem Andern sein Werk: „ülrost dic-bihio I>c>oh"(2Bde.,1712, 4.; deutsch : „Grcß.s Malei buch", 3 Bde.,Nürnb. 1728; und von Iansin,