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Sechster Band. K bis L.
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Sicilien w-cdei herzustellen. Die StaatSNiinister Östreichs (Metternich), Ruß-lands (Capodistrias, 5>,esselrode. Hozzo di Poego) und Preußens (Hardenbeigund Bernstorff), m t ihren Kanzleien, von Gentz als Proiokollführer, dazu Ge-sandle von Frankreich (Graf v. Caraman, Graf oe laFerronnaye und der Herzogvon Blacas), Gioßbrilanni-n (Lord Stewart), Sa.dinien (Vlarg. v. St..?.Rarsanund Graf d'Agli ), Rom (Card. Lpma), Sicilien Fürst Ruffo) und den ädrige»Staaten Italiens bildeten hier einen »och zahlreichern Kreis von Staasmännern,alt' in dein Congreßa Ti oppau vereinigt waren, 21?ähre,id der Versammlung desam 28. Jan. 1821 ei öffneien Conaresses brach der Aufstand der Truppen in Pie-mont am 10. Mär: aus. Zugleich kam die Nachricht an von Ppsilantis's Unter-nehmen m der Moldau (vgl. G i- i e ch e n a u fsta n d und K a » la k u z e no); diesAlles verlängerte den Congreß zu Laibach dis in den Mai. Die ersten Resultatedesselben in Ansehung Neapels wurden bereits am 31. Jan. dem neapolita». Mini-ster, Herzog diGallo, bekanntgemacht. Zugleich erließen die albirten Mächte eineDeclaration gegen Neapel. Darauf ward mit den Bevollmächtigten der italieni-schen Fürsten üoer die Lage des ganzen Italiens und dessen politische Sicherstellungbis zum 28. Febr. berathschlagt. Dann folgte die Angelegenheit Piemoms imMärz. (S. Neapel, Revolution von, und Plemonles. Revolu-tion.) König Ferdinand 1. verließ Laibach den 3. März, um dem östreich. Heere,das Neapel besetzen sollte, zu folgen. Die beiden Kaiser erwarteten noch in Laibachden AuSgang der Heerzüge gegen Neapel und Piemont . Sie wohnte» dem wegenHerstellung der Ruhe in beiden Ländern gehaltenen le !)>mn, bei und erließen am12. Mai eint von ihren Ministern (auch vom preuß. Gesandte» Krusemark) unter-zeichnete Declaration, i» welcher sie erklärten, daß sie niemals von den n den Con-ferenzcn Zu La.bach ausgesprochenen Grundsätzen abweichen wii: den. So endigteder Congreß zu Laibach, dessen Beschlüssen Frankreich zwar beikrat, jedoch an derenVollziehung keinen Theil nahm. England aber in dem Rundschreiben Castlereazh'ö,London den 19. Jan. 1821, was die Allgemeinheit des aufgestellten Interventions-rechts betraf, seine Zustimmung versagte. Piznon's Streitschrift < <>»^i< .<sto (Paris 1821) betrifft die Politik des laibacher Congresses. Durch

diese von Östreich, Rußland und Preußen in Troppau und Laibach befolgte Politikist zuerst das Recht der bewaffneten Dazwischenkunst in die innern Angelegenheiteneines durch Parteien zerrütteten Nachbarstaates — Uralt übntc, ,e,,t,„„ —

(s. Intervention) in das positive europäische Völkerrecht eingeführt und seit:dem auch in Verona (s. d.) befolgt worden. 2i>.

Laien, in der kathol. Kirche, die Weltlichen, im Gegensatze gegen die Kleri-ker (s. ,'i lern s) oder Geistlichen; daher Laienbrüder und Laiensch w e st e r ndie zur Bedienung der OrdenSpersonen in Klöstern bestimmten Personen, welcheHandwerkerardriten venichtelen; La'enpricster, c.n Priester, welcher kein Klo-stergeluodc gethan hat; Laienpfründe, eine geistliche Pfründe, welche einWeltlicher besitzt. Unter den Protestanten, bet welchen die Geistlichen nicht durcheine so scharf gezogencGrenze, wie bei den Katholiken, von den Weltlichen geschie-d n sind, braucht man d eses Wort nicht leicht in seiner eigentlichen Bedeutung.Da im Minelalter die Geistlichen die einzigen Gelehrten waren, so bedeutet Laieoft so viel als ein U »gelehrter. Daher heißt, Laie in einer Wissenschaft oder Kunstsein, soviel, als einer Wissenschaft oder Kunst unkundig sein, oder sie wenigstensnstht gründlich stadirt haben.

Laine (I"seph Henri Joachim), Pair von Frankreich, eine Zeit lang k.fr,w;. Minister d.S Innern und Präsident der Depusirlenkammer, geb. zu Bor -deeurden 11. Nov. 1167, früher Advocat, ergriff in der Revolutionszeit die Par->e der Republikaner. Bei seinem Eifergegen die gemäßigter gesinnten Girondisten Karden ihm 1793 bedcaiende VerwaltungSzweige übertragen, wo er sich so nütz-