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lenke, mit solchem Erfolge, daß er die glänzendsten Fortschritte machte und von derAkademie nach Berlin gesandt wurde, um daselbst die Parallaxe des Mondes zubestimmen, wählend Lacaille zu gleichem Zwecke nach dem Vorgebirge der gutenHoffnung reiste. Friedr. d. Gr. konnte, be'in Anblicke eines so jungen Astrono-men, d>r kaum 19 I. alt war, seine Verwunderung nicht verbergen. Als sichjedoch L. der Wahl der pariser Akademie würdig gezeigt hatte, ward ihm nichtnur der Zutritt bei Hofe gestattet, sondern die Akademie m Berlin nahm ihn auchzum Müulicte auf. Zu Paris öffnete ihm die Art und Meise, wie er seine Sen-dung zu Berlin ausgerichtet hatte, den Eintritt in die Akademie der Wissenschaften(1153). Don diesem Augenblicke an, bis zur Aushebung derselben, erschien keinBand ihrer Schriften, der nicht irgend einen wichtigen Beitrag von ihm enthaltenhätte; doch beschränkte sich sein Antheil an den Arbeiten derselben nicht bloß aufastronomische Gegenstände. Ihm verdanken die Franzosen eine Ausgabe der Hal-ley'schcn Tabellen, sowie die Geschichte des Kometen von 1159. Zur Bestim-mung dieses merkwürdigen Kometen lieferte er Clairault die tiefsten und scharfsin-nigsten Berechnungen. Als Herausgeber der „(Ivunuidsuner <>,-.« u 1160unk sg. Iahie, änderte er den Plan und die Einrichtung dieses nützlichen Werksdurchaus, und ging daturch seinen Nachfolgern mit einem guten Beispiele vor-an. 1161 liefet ie er ei, e Charte, welche die Phasen des berühmten Durchgangsder Venus durch die Sonnenscheibe für alle Gegenden der Erde bezeichnete.1164 gab er seine „.4-.>,,>no,>>><-" heraus, ein classisches Werk, das hernach in 3Quariddn. gedruckt worden ist, 8 Aust. erlebt hat, und wovon auch ein, denLiebhabern dieser Wissenschaft nicht genug zu empfehlender, von ihm selbst ge-machter Auezug: „äl-x^e»nie" (Paris 1185), erschienen ist. 1165und >166 machte er eine Reise durch Italien . Seine Beschreibung derselben(8 Bde., 12.) enihä't schätzbare Nachrichten. Er verfaßte alle astronomische Artikelfür die große „Encyllopädie", arbeitete biete jedoch für die „kne, ->,>>>,!,<; »n >lm-üiguc" ganz um. 1161 war er seinem ersten Lehrer, Lewonnier, in der astrono-mischen Professur um (1- ll> u< >le l' iuuce gefolgt, wo er seinen Vorlesung!n einenseltenen Reiz zu geben wußte. Sein Hörsaal ward eine Art Pflanztet ule, auswelcher e ne Menge silier Schüler zu Vorstehern einheimischer und ausländischerObservatorien angest.llt wurden. Sein Werk: „>><-5 eu,n,nv üe ii,.,> etepxuiulunx nt <>» <.i-»u>l üe I.!>>>xr»-<1oe" (1118, Fol.), enthält eine allgemeineGeschichte aller alten und neuen Canäle, die bisher auf der Erde unternommen,vollendet, oder auch bloß entworfen worden sind. Ein solches Werk hatte biS da-hin gefehlt und ist späte,hin den Ingenieurs von großem Nutze» gewesen. Seine„liilüu,",.>>>!»<- i,zl>»»<„>ng»e/' (1 Bd., 4.) ist ein ausführst:,es Verzeichnis al-ler über die Astronomie erschienen,» Werke. Da er Mitglied aller großen Akade-mien war, so machte er gleichsam das gemeinschaftliche Band aus, durch welche«sie zusammenhingen, indem er von der einen auf die andre übertrug, was eine jedeMerkwürdiges hervorgebracht hatte. Mit bewundernswürdiger Thätigkeit verbander eine oft übertriebene Wahrheitsliebe. Jede schonende Rücksicht schien ihm einesfreien und rechtlichen Mannes unwerth zu sein. So begreift man, wie er, wäh-rend seiner langen Laufbahn, manche Eigenliebe verletzt haben mag, besond rs,da er glaubte, sich wol dann und wann des Übergewichts, welches ihm seine Ver-dienste gaben, bedienen zu können. Durch seine Arbeiten, seine Schriften, s inBeispiel, seine Schüler, seinen Einfluß und seinen Briefwechsel schon bei seinemLeben der Astronomie nützlich, ist er es noch nach seinem Tode durch eine Medaille,die, einem Vermächtnisse von ihm zufolge, jährlich dem Vers. der besten astrono-mischen Abhandlung oder der merkwürdigsten Beobachtung zuerkannt wird. L.war lange Zeit im Besitze des glänzendsten Rufs; aber seine unkluge Freimüthig-keit, die Unerschrockeuheit, mit welcher er selbst in den stürmischsten Zeiten seine