Band 
Sechster Band. K bis L.
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400 Lälüs-Tcloiieal tzBiuler It. Set, l,^

Meinungen äußer!,, dieon beleidigende Strenge, welche er gegen Srsteme, dir.»Unstanhafiigl.i! ke-nn Rüee toerih n ar, an?z> üben p siegte, die 00 wobrheit, selbstda, wo er sä weise» tm s:e, seine ('--esinnungeu frei zu offenbaren, alles Dieses reizteeineMenae vo» Unzi-sriedeneu o.eg-,, ch» auf, die ihn verfelgicu und dem» essogcrgelang, ihm sein,' wi>!' icben Verdienste streil'g zu wachen. Dazu kam, laß sei»Charakter <ond.» b - --- <^-'„,0-5 >,o„ a- of'n. en-pftklunaswürdigenE g- u^ckafieuund von auffallenden Sonderbarkeiten war, welche avS Eitelkeit und emer gewiffenSucht, Alrflehei, zu, «n e.t, >- l>-: reu aeoaiii,,» s-in Nil gen. Unter!- tziln: !k chneie sichsein Atheismus au?, der ib-m viele Feinde zuzog. Ungeachtet di> s> r Souderba: lei-ten war L. gütig, grossmüibiq und gefühlvoll, und üb ihaup' wol auch religiöser,als er selbst glaubte oder fein wellte. Er starb den 4. April 1807.

Lally-Tolcndal, 1) Der Vater, T homas Art h ur, franz. Ge-nerallieutnant u, ü w., von wOnd, Abkunft. «Leine Vorfahien waren mit sZa-kob II. nach Frankreich gekommen. Arihir -eichnete sich in der Schlacht von Fon-tenoisll.Mai 17-15) lühnilich au?. 1750 wurde er nach Vst-ndien geschickt,um dort gegen die Engländer große Maßregeln zu treffen und die franz, Besitzungensicherzustellen. E: war ober nicht glücklich. Poiidicherv wurde pon den Engtändeinerobert und erzuin Olesangeinu gemacht l22. Jan. 170!). Nach dein Fr'ed.-n, wachteman ihm überfeine Kriegssührung in Dstintien den Proceß; er wurde de? Todesschuldig erkännt i-nd am 9. Mai 1707 h-nger ehtek. Dlan nannte seinen Tod einenJustizmord, und st ine Freunde, ftwie sein Sohn, namentlich Voltaire, brachten es <1778 dabin, daß sein Proceß rcv.'lirr und eaffut wwde. —2) Der Sohn, Tro-phime Gürard, geb.zu Paiis den 5. Mar; 1751, widin.ie sich ebenfalls demKriegsdienste. Er machte sich durch die Sehntzschnfken zur Ehrenrettung s. Vatersbekannt, und umfaßte tw Sacke der Revolution w:i Feuer, aber auch mit großemVerstände, indem ihm die Abwege weht entgingen, auf welche die Anarchisten dasVolk Zu leiten suchten. Bei den fortschreitenden Vo!f?au:schwcisun, en gii g er zu s.Freund«, Mounicr nach der Schweiz . Er k-.hric zui uck, wi rde v», haftet und einging,wie durch em Bai nder, den S exiewbermoi den. Daraufstob er nach England undbot sich von da vergebens reun Processe LutwigsXä l.zura Dercheirig-rau. Nachd. 18.Brumairc k, hrteerncch Frank, eich zurück nahm aber eist unter Ludnv'g X> IN.Theil an den cffenil'chen '.7,-gelegcnhii'en, und wi rde von diese::, in tig Kamnwrder Pair? geruf n, wo er, oft mit eä ter Beredtsamkeit, die constituiionnellen Giiind-sätze vertheidigt. biuch ist er Miss lied der sianu Akademie.

Lama, im Taugutawsch-n, Vduirer der Seelen, Seelsorger, ist bei denMongolen die Benennung aller Geistlichen, bei den Kalmückin nur der vorn,si-ntern. Danach heißt du Reltg'oii der Mongolen und Kalmücken die lammsche.Zn dersilb-m wird als höchster Gort d,r Schigemuui, und als dessen Stellver-treter der Dalai-Lama , d. b. der große Lama, veichrt. Er ist das -Oberhauptder geistliche,! und weltlichen Macht i» Tobet, welches Ka seichum als eiri Kir-chenstaat (Theokratie) betrachtet werten kann. Er stellt nicht bloß einen sichrbar.nStellvertreter der Gottheit auf Erden vor, sondorn auch eine unter den Mewschenwohnende, wirkliche Gottheit. Der Glaube an sei» ewiges Fortleben knüpft sichan die dvit herrschende Vdee der Seelkiiwanderung an. M>m glaubt, daß dieGottheit, sowie sie den Körper des Dalai-Lama , den sie bisher b,wohnte, ver-läßt, sogleich wieder auf eine übernatürliche Weise Besitz von einem andern Körpernehme, daß also nur das Äußere, nicht das Wesen selbst wechsele. Und in d«rTbat kaun man auf eine gewisse Weise dies annehmen, denn bei dem so duich-usregelmäßigen hierarchischen Svsteme ist es fast gleichgültig, w,ran der Spitzest.hk.Sein g,wohnlicher Wohnsitz sind 2 in der Näh, d,r Haupistatt Lhafsa gelegeneKlöster, in denen er abwechselnd sich aufhält. Überall ist er von einer MengeGeistlicher umgeben; kein Frauenzimmer aber daif da, wo er steh aufhält, über-