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für seine Unterthanen umschuf. Um dieselbe Zeit fing ein edler Wetle's r der Regie,rungen zur Verbesserung des Landschulwesens fich zu regen an. Der Dechant r>.Schulfiein und der Abt v. Felbiger wurden die Reformatoren des Volksnnterricht«der Katholische» in Bökmen und Schlesien . (Vgl. Normal schulen.) BesondereBildungsansia'tcn für Landschullehrer, die sogenannten Seminarien entstanden inmehren Staaten Deutschlands, sowie in Holland, Dänemark und Schwede», undvon jedem Fortschritte der Erziehungskunst konnten nun die Früchte durch besser ge-bildete Lehrer auch der Jugend auf dem Lande zu statten kommen. Seit den achl-zigerIahren des vorigen Jahrh, ist die Reform derLandschulen immer mehr einGe,genstand öffentlicher Verhandlungen in Zeitschriften und auf ständischen Landtagengeworden; auch die Regierungen, welche an dem alten Grundsätze des Despotis-mus, den Lantinann in seiner Rohheii zu lassen, noch am längsten hinaen, oder denEinfluß der Volksbildung auf das Wohl des Staars überhaupt ganz übersehen hat,ten, mußten endlich liberalere Gesinnungen annehmen, und es gib; jetzt in Deutsch-land keine Gegend, in der nicht neuerdings Etwas für diese wichtige Angelegenheitgethan worden wäre. Der Norden ist dabei dem Süden von Europa weit voraus-geeilt, und Tuvier undNoel mußten in ihrem Ber chte über die Revision des öffent-lichen Unterrichts in den 1810und 1811 niik Frankreich vereinigten Provinzen selbstden holländischen und niederdeutschen Dorfschulen die »rhre des Vorzugs vor denfranzösischen zugestehen. Denn diese letzter», die sogenannten Pi nnairschul.'n i»Frankreich , sind während der Revolution und durch die Einziehung des Kirchenver-mögens an den meisten Orten eingegangen, und die kaiserl. Universität, von dersie abhängig gemacht wurden, hatte sie bei weitem nicht an ollen Orten wiederher-stellen können, sodaß es noch jetzt eine Menge nicht unbedeutender Landgemeindenin Frankreich gibt, wo die Jugend entweder gar nicht unterrichtet, oder umherwan,dernden Schulmeistern, die die Ältern aufeine Zeit lang dingen, preisgegeben wird.Das Meiste für di-sien Theil des Volksunterrichts in Frankreich thun noch die Brü»der der christlichen Schulen, ein geistlicher Orden, der sich wegen seiner Geniein,nützigkeit erhallen hat. Freilich blieb auch in Deutschland noch mancher zweckmä-ßige Vorschlag in Ansehung der Dorfschulen aus Mangel an Fonds und gutemWillen unausgeführt, und mancher hindernde Übelstand beim Alten. Die denGrundherren zu leistenden Frohn-und Hofdienste der Ältern sind, wo sie noch beste-hen, eine Ursache häufiger Schulverfaumnissc ihrer Kinder; die Armen werten imWinter durch Blöße und im Sommer durch ollzufrühe Anstrengung zum Broter-werb von der Schule abgehalten; die Arbeitsschulen, wo den Schülern nach demUnterrichte zugleich Gelegenheit zu einigem Erwerb gegeben wird, wurden noch anwenigen Orte» versucht. Überdies sind die Schulmeister minier noch durch Über a-dung mit fremdartigen Nebenämtern in der D rwaltung ihres H .uptbei ufs gestört,und selbst diejenigen, welche wirklich das Bessere kennen und anwenden wollen,müssen sich oft in ihrem Streben durch eigensinnige Vorgesetzte und unempfänglicheGemeinten gehindert sehen. Da durch die Einrichtung guter Semmarien schon vielzur Bildung geschickter Lehrer geleistet wird, so muß man sich mit Dem, was einigeRegierungen zur Reform der Schulen selbst und zur Verbesserung der Lehrgehaltein der Noth der gegenwärtigen Zeiten gethan haben und noch thun, augenblicklichzufrieden stellen und von den fernern Jahren des Friedens hoffen, daß eine so wichtigeNationalangelegenheit immer eifrigere Beförderer finden werde. Zweckmäßige Me-thoden und Lehrmittel zu den dem Landmanne nothwendigen Kenntnissen und sser-tigkeiten müssen dabei, nach den bisher von den Nochth-ilen der Viel-und Halb:w'sserei gemachten Erfahrungen, natürlich mehr in Betracht kommen als eine dieZeit zerstückelnde Vervielfältigung der Lehrgegenstände, und am wenigsten darf aufglänzenden Außenschein und Bewunderung hingearbeitet werden.
Landseen, s. Seen.
EonversacionS-kericon. Bd. vi.
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