Band 
Sechster Band. K bis L.
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schüft zu gründen begann. Er wurde den 22. März 1800 Senator. Obgleich erdem Sonsulat auf Lebenszeit und der Erhebung Bonaparle's zum Kaiser widerspro-chen haue, ernannte ihn Napoleon dennoch zum Commandeur des Ordens derEhrenlegion und zum Grafen. 1814 stimmte L. für die Absetzung Napoleons unddie Errichtung eines provisorischen Gouvernements, auch bearbeitete er den Ver-fassungsentwurf des Senats. Ludwig XVIII. erhob ihn den 4. Juni 1814 zumPair. In den 100 Tagen versagte er Napoleon mehrmals den Eid und stimmtegegen die Voio -xlüttinnxel; Napoleon ließ sich aber dadurch nicht abhalten, L.'SWahl in der Rcpräsentantenkamwer für die Stadt Paris und dessen Erhebung inder Kammer zum Präsidenten zu billigen. Nach der 2. Restauration stellte sich L.in der Pairskammer allen Ausschweifungen und Anmaßungen der Ultras und desKlerus standhaft entgegen. Er vertheidigte stets die Freiheit der Presse und der In-dividuen; er widersprach jeder Abänderung des Wahlgesthes und derCharte. Inder neuesten Zeit stimmte er gegen den Krieg mit Spanien , gegen die Herabsetzungder Renke und gegen die Septennalität der Kammer. Die Reden und die staatS-wissenschaftlichen Schriften des Grafen L. sind gründlich und erschöpfend, z. B.seine „>1e>i>«ne:!i 5UI I-> reli^ion" gegen die Ausdehnung der geistlichen Gerichts-barkeit; seine „(inii.ttiliiiions ,1a >u iuetio» li!,i>r!,'i->t'", 2Pde., 1819; s. Schriftüber die drei Concordate, und einige historische Aufsäße, vorzüglich in ter„Il>vue> u<',ul<>,>e,!i-juc'". 1808 wurde er an Bitaub,-'s Stelle Mitglied des Instituts inbei Classe der Inschriften und schönen Wissenschaften, und 181k vorn König in die-ser Stelle bestätigt. L> starb den 15. Jan. 1827. 12.

Lannes, franz. Marschall und Herzog von Montebello, geb. 1771, trat ineinem niedrigen Grade bei derArmee ein, als der Revolutionokrieg ausbrach; durchVerdienst und Tapferkeit schwang er sich bald empor. BeiEröffnung des üal. Feld-zugs unter Bcnaporte wurde er von diesem zum Adjutanten ernannt, noch derS chlacht von Millesimo aber schon zum Brigadegeneral befördert. Auch nach Ägyp-ten folgte er Napoleon , der ihm erlaubt hatte, gegen ihn die freimüthigste Spracheder Wahrheit zu reden. Nach der Rückkehr aus Ägypten nahm er an allen Kriegs-begebenheiten den ruhmvollst, n Antheil und wurde auch zu einer diplomatischenSendung nach Lissabon gebraucht. In dem preuß.Kriege von 1806 führte er dieVorhut, vernichtete das Corps uuttr dem Prinzen Ludwig Ferdinand und halte An»theil an allen folgenden Sieg.n. In dem spanischen Kriege war er es, der endlichSaragossa bezwäng. Von Spanien aus begleitete erNapoleon nach Deutschland ,stürmte am 23. April Regensburg und fand in der Schlacht von Eßlmgen oderÄspern (22. Mai) das Ziel seiner kriegerischen Thätigkeit. Er hatte durch eineKanonenkugel ein Dein verloren und starb wenige Tage darauf.

L a n z i (Luigi), der Wiedcrerwecker der alketrurischen Sprache, geb. zuTreja, in der Mark Äncona, im Juni 1731, ein Zögling !er Jesuiten und in ihrenOrden aufgenommen, umfaßte mit seiner Neigung den ganzen Kreis der classischenStudien und entwickelte unter Roms Denkmälern leimn Sinn für die Überrestedes bildlichen Alterthums, bei deren Erklärung er Gelehrsamkeit und kritischenScharfsinn bewährte. Don Rom kam L. nach Florenz und nick den dortigen Kunst-sammlungen in genaue Berührung. 1782 gab er einen ,.<.,,i,lu «lall,-, galaii.i cki1' iianr,'", an dessen Vervollkommnung er sein ganzes Leben hindurch arbeitete.Dieses Werk fand wegen der Menge gelehrter Kenntnisse nicht allein bei den For-schenden Beifall, sondern wegen bei Darss llung selbst bei den bloß unicrhaltungs-lustigen Besuchern der Sammlung. Seiner reinen Sprache wegen wurde er 1807zum Präsitenien della Cruoca ernannt. Ein vaterländ. Interesse hatte L. zu denetrurischen Alterthümern hingezogen, deren Kenntniß noch im Dunktl lag. Tcska-»ische Gelehrte hotten nämlich in der Mine des 18. Iabrh. die eirurische Culturdadurch recht hoch zu stellen gesucht, daß sie die elrunsche Religion und Mythe