Band 
Sechster Band. K bis L.
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Laokoon

völlig unabhängig von griechischem Einfluß erklärten. Ein andres Ergebniß ver-schafften L. seine Studien. Elrurische Sprachdenkmäler und die bildlichen Überrestewiesen aus griechische Verwandtschaft, und L. bekannte dah^r laut, nationaler Eitel-keit entsagend, den vorherrschenden Einfluß Griechenlands aus die etrunsche Bil-dung. Noch gilt bei den deutschen Gelehrten seine Meinung als die beglaubigte.Streng sichtende Methodik, die keinen Schritt vorwärts that ohne ausreichendeBelege als Stützpunkt, und gründliche Gelehrsamkeit machen seinen <>>

liiiAiia ekuitc.i v <1, ultre anticli«! «i'lt-ilia, per <ior, irr u!!,> »toi ia >!e' z,»z,nli,»leite iiiiFue e »leiie belle grl," (Rom 1189, 3 Bde.) zu einem classischen Werke,dessen Aussprüche schwerlich durch neue Läuterungen werden beeinträchtigt werden.Spätere Forschungen haben sein Ansehn vermehrt, und kaum für Momente konnteder Widerspruch seiner Zeitgenossen die Meinung verwirren. Ein in L.'S Nach,lasse vorgefundenes Exemplar mit beigeschriebenen Randglossen ist zur Bekannt-machung fertig. Kaum war diese Arbeit geendet, so üb.rnahi'i L., aufgeregt vondem 1824 »erst. Großherzog vonTvscana, eine Geschichte der Malerei in Italien ,die gleiches Verdienst mit dem eben gerühmten Merke hat. Sein Urtheil war durcheigne Anschauung gewonnen und b.ruhte im historischen Theile auf diplomatischenZeugnissen. Durch angemessenen Vertrag wurde aus einem Werke strenger Ge-lehrsamkeit ein Buch der anziehendsten Unterhaltung. Don dieser „8tori-, >>,li»»»l'Ituli:, ,b,l I ixx^'iiiX'iito «It'IIc bell« >iiti tili pire/ii, .',1 link ,1,1 XVIII <it','„I„"Verdient die 3. Ausgabe (Bassano 1809, 6 Bde.) wegen der Zusätze der letztenHand den Vorzug vor den frühern. (Die 1. erschien 1195, die 4.1815, Florenz ).Wichtig sind seine „Untersuchungen über die sogenannten etrurischen Vasen" (Flo-renz 1806), ein Werk voll gediegener Gelehrsamkeit, dessen Hauptschätze durch Mil-lin noch allgemeinere Verbreitung erhielten. Noch sind L. S Ansichten die unbe-strittenen; namentlich ward sein Verdienst derScheidung deüvielfältig vorliegendenStoffs dankbar anerkannt. Außerdem gab er sehr geschätzte latein. Inschriften,eine Übersetzung von Hesiods „Werken und Tagen ", und selbst theologische Arbeiten,dle Frucht seiner letzten Lebensjahre. Nach seinem Tode (am 30. März 1811)sind mehre davon in den ,-t),»:,»! ,>»Liii,»e" (Flor. 1811, 2 Bde., 4.) vom RitterOnvftioBoni vereinigt worden. DonL.'S „>»»,rie,lell„ sunltiir., -le^Ii ,,„t>,ni. Kpf., besorgte Inghirami 1824 eine neue Ausgabe mit Berichtig, und Zusähen.Durch k ie liebenswürdigsten Eigenschaften erhöhte L- seine Verdienste als Gelehrter.Stet« mit Studien beschäftigt, sah er in ihrem geistigen Erwerbe sein einziges Ei-genthum, das er willig jedem Hülfesuchenden mittheilte. In der Mitte der großenMänner von Florenz , welche in der Kirche S.-Croce ihre Ruhestätte fanden, erhieltauch L. die seine. Onofrio Boni von Crdtona schrieb ein „Vlogio elett' -1l>. I>.l.uiI b-inri", und der Abbate I.B. Zannoni, Ünterbibliochekar zu Florenz , eineBiographie dieses Gelehrten. 19.

Laokoon > ein Priester Neptuns (nach Ändern des Apollo) zu Troja. warnach dem scheinbaren Abzüge der Griechen eben beschäftigt, auf einem am Meereerrichteten Altare dem Neptun einen Stier zu opfern, als plötzlich von der InselTenedvS her 2 ungeheure Schlangen über das Meer geschwommen kamen und sichgegen den Opferaltar hinwälzten. Die erschrockenen Zuschauer fliehen, L. undseineSöhne werden ihr Opfer. Zueisi werden tieSöhne von ihnen umschlungen;dann ergreifen sie auch den Vater, der seinen Kindern mit einem Pfeile zu Hülse eilenwill, umschlingen mehre Male seinen Körper und strecken ihre Köpfe hoch über da«Haupt des Unglücklichen empor, der unter Jammergeschrei sich loszuringen stiebt.Darauf entfliehen die beiden Schlangen und eilen zum Tempel der Pallas, we siesich zu den Füßen der Göttin lagern und unter ihrem Schilde berstecken. Das Volksieht darin nur die Strafe dafür, daß L. früher das ihr geweihte hölz.rne Roß oer-btzt uNd mit einem Speer durchbohrt halte. So erzählt die Geschichte des Laokwn