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Bruder kam Sophft nach Biberach in das Haus ihres Großvater« Gutermann,Senators und Hokpitalmeisters daselbst. Nach dem Tode d-,selben führte sie niikden genannten Geschwistern ihre eigne Ökonomie eine Zeit lang und bezog dann dasHans des dortigen Predigers Wieland, ihres Verwandte«. Hier war es, wo sie denjungen Wieland kennen lernte, der sie mit den besten Erzeugnissen der deutschen Li-teratur bekanntmachte. .Natürlich, daß in solchen Derhältniss n Beider Herzen sichsinken muliten; sie schlösse» ein schönes Freundschaftsbündniß, auf gegenseitigeLiebe, Dankbarkeit und Verehrung gegr ündet. Sophie sollte Wieland s Gattinwerden. Aber Mißverständnisse trennten diese Liebe, und 1760 fand Wieland dasZdeal seiner Phantasie als die Gattin eines Andern. Doch ihr Freundschaftsbundblieb noch im hchen Alter Beider Freude. Das Schicksal hatte SophicnS Handdem Hm. v. Laroche bestimmt, den sie während Wieland's Abwesenheit kennenlernte, und aus Verdruß. Gehorsam und Verehrung heirakhete. Als er Sophien,ehelichte, war er mainzincher Hofrach und Oberaufseher der Stadion'sche» Güter,ein edel-, und freidenkender Mann und zugleich ein ausgezeichneter Geschäftsmann,der aber nur auf Staatsgeschäfte Werth legte und sich dabei, wenigstens demScheine nach, gegen Alles, was Empfindung hieß, auflehnte. Dennoch entstanddadurch zwischen ihm und s. Gattin kein Mißverständnis, obgleich ftdes seinen eignenGang wählte. Sophie kam durch Laroche in die Familien des deutschen Adels undlernte die Anaelegenheiren der großen Welt wie des gemeinen Mannes kennen.Später ward L. in kurtriersche Dienste als Staatsrath nach Koblenz berufen, wodie von ihm verfaßten ..Briefe über das Mönchswesen" seinen Sturz beförderten.Von nun an lebre Sophie mit ihrem Galten ein stilles Privatleben, anfangs zuSpeicr, dann zu Offenbach , wo er 1789 starb. Noch großem L-chmerz empfandsie über,den Tod ihres Sohnes Franz. Am 18. Febr. 1807 starb auch sie in Offen-dach. Über Sophias Charakter und Lebenswandel ist bei Allen, die sie näher ken-ne» lernten, nur Eine stimme. Die seltensten körperlichen und geistigen Vorzügefanden sich in ihr vereinigt. Sie war die zärtlichste Mutter, die gefühlvollste,Gat-tin und eine warme Mmschenfreundin. Gegen Höhere bescheiden, aber nie krie-chend, gegen Niedere leurs liz und gefällig, flößte sie jenen Achtung und Bewunde-rung, dieffn zugleich Liebe und Verehrung ein. Ihre Unterhaltung war angenehmund belehrend. Der Verlust eine« großes Theils ihres Vermögens konnte sie nichtniederschlagen, sowie fie überhaupt in Freud m-d Leid mäßig war; nur der Verlustihrer Lieben beugte sie heftig danieder, Ibre Liebling-studien waren Naturgeschichte,Geschichte, schöne Künste und Wiff'nschafre», Moral und Erziehungswissenschaft.Sowie nun diese Studien zur AnSschniückung ihrer Werke dienten, so waren auchdie in denselben gezeichneten Charaktere meist aus hren eignen LebenSverhälriussenentlehnt. Vorzüglich gelangen ihr Romane und Familiengeschichten i» Brief-form, oder in der durch Hermes in Deutschland mit Gluck cinoeführten Richard-son'schen Manier. Fast u> allen sind die Charaktere gut und mit Kenntniß desmenschlichen Herzens gehaltn. Ton und Srrl sind edel, einfach, lebhaft undeine unmittelbare Folge ihrer, durch Natur, Erziehung und LebenSumständo be-stimmten, individuellen A't zu empfinden und zu deuten. Ihre erste Arbeit wardie ,,Geschichte des Fräuleins von Sternhe m" (1771). Außerdem nennen wir:„RosaliensBriefe" (1779); „Moralische Erzählungen"; „Schönes Bild der Re,signarion"; „MAnfinens Sommerlieder", heransgeg. von Wieland (Halle 180P.(Hier spricht sie in einem Briefe von ihren frühesten und zartesten Lebensverhält.niffen.) x. ö.
L a r o ch e - I a c c> u e l i n, s. Röche- Iaeguelin und Vendße.
Larrey (Donunique Jean, Baron de), Commandant der Ehrenlegion,einer der ausgezeichnetsten Wandärzte Frankreichs , geb. 1766 zu Beaudean beiBagneres, im Depart. der hohe» Pyrenäen, studirte in Paris unter Sabcmer's