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Lord ftine Stelle unter den 1k schottischen PairS. Er schrieb deshalb 1784„Briefe an die schottischen Pairs", weiche den damaligen Geist der Oppositionsialk aussprechen. Uni für Las Unterbau» gewählt werden zu können, wurde erBürger von London und gründete ein Schein gescl-äft, fiel aber bei der Shniffwahldurch. Als jedoch sein Freund Fo.r 180k ins Ministerium kam, wirkte derstlbebei dem Könige für Lord Lauderdale das Patent als Baron von Großbritannien aus;zugleich ward er Mitglied des Geh. Raths und Großsiegelbewahrer von Schottland .Seitdem saß Lauderdale wieder »n Oberhause; doch verlor er jene sehr einrrä. l cheStelle »nd andre Ämter, als das Ministerium verändert wurde. Im Juli 1806hatte er den Auftrag erhalten, über den Frieden mit Frankreich zu umerhandAn;wie aber Napoleon den Feldzug gegen Preußen unternahm, verließ er Paris . Seit:dem war L. nur in der Opposition thätig. Er protesiirte z.D. gegen die Expedition vonKopenhagen 1808; er widersetzte sich, sowie Lord Holland, späterhin der Masse:gel, Napoleon in St. Helena gefangen zu halten. Es gelang ihm, den Vorschlag,den im Auslande sich aufhaltende» Briten eine Taxe auszulegen, zu entkräften.Noch 1817 prolestirte er gegen die Suspension der Habeas Corpusacte. Über dieirländischen und die indischen Angelegenheiten, über die Kornbill und andre Gegen-stände des Finanzwesens hat Lord L. interessante Flugschriften herausgegeben.Die wichtigste auch in andre Sprachen übersetzte Schrift: „ün inguirv i»to tl.snaturo->i,cl enss'iii »s j'ttblic evcalll," (Edinb. 1801), hat 3 Allst, erlebt. DerVers, welcher als Gegner von Adam Smith auftrat, stellte darin den Satz in seinvolles Licht: „Der Marktpreis bestimmt sich durch das Verhältniß zwischen derQuantität, die jedesmal zu Markte kommt, und zwischen der reelle» Nachfrage".Auch vertheidigte er die für England praktisch wichtige Behauptung, daß die Schul:dentilgung nicht zu schnell geschehen dürfe. Dagegen hat er nur mit Scheingrün:den den Satz angefochten, daß hohe Getreidepreise auch das Arbeitslohn steigern.Übrigens versteht er unter d«m öffentlichen Reichthum auch die immateriellen Gü:ter uiit, obgleich er behauptet, daß die Anwendung der Capitale aus Acker: undManufactm arbeit die einzigen Mittel der Vermehrung des Reichthums sind; diesund seine widersprechende Ansicht, daß der Reichthum einer Nation keineswegcs indem nämlichen Maße steige, wie der Reichthum der Gesammtheit ihrer Individuen,und daß die Capnalaufhäufung den Nationalreichrhum hintertreibe, beweisen, inwelcher Verwirrung die Begriffe über Nationalökonomie bei den ersten Schriftstel-lern der Brite» noch liegen: eine Verwirrung, der seilst Ricardo's (s. d.) Werknoch nicht abgeholfen hat. ^ 20.
L a u d o n, s. Loudon.
Lauenb u r g oder Sachsen-.Lauenburg, dänisches Herzogth., zumdeutschen Bunde gehörig, in Niedersachsen , ein bis zu den Zeiten Heinrichs desLöwen zwischen Sachsen und Slawen streitiges, von den Polaben bewohntes Land.Es erhielt seinen Namen von der Lauenburg , welche in den Kriegen Heinrichs desLöwen erbaut wurde, kam in den Streitigkeiten über da« Lehn oder Allodium dje:ses Fürsten, kurz nach 1227, an Albrecht I., Herzog von Sachsen , aus demaskanische» Stamme, wiewol unter Widerspruch des braunschweigischen Hauses.Beide Häuser schlössen einen Erbverein (1L69), vermöge dessen, nach Erlöschungdes lauenburgischen Stammes (1689), Herzog GeoraWilhelmvonBraunschweig--Celle Besitz von dem Lande nahm. Doch mußte, der übrigen Ansprüche auf dieseErbschaft nicht zu erwähnen, Kürsachsen (1687) theils wegen einer 1507 vomKaiser Maximilian I. erhaltenen Anwartschaft, theils wegen einer 1671 mit demlehtverstorbenen Herzoge errichteten Erbverbi üdcrung, durch eincbedeutendeSummeGeldes (1,100,000 Gldn.)und düdch den Vorbehalt 1) des Rückfalls nach Abgangdes aesammten Hauses Braunschweig-Lüneburg , und 2) des Titels von Engernund Westfalen , abgekauft werden. Erst 1716 erhielt Georg !. die kaiserl. Beleh:Cvnrersatioos-Lttjcon. Bd. VI. 30