Levalllant
Lclnvenhöck
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vern beiDreslau, die Übergabe diesem Festung an den Prinzen Karl, und daß diesermit 80,000 M. ein festes Lager an der Lohe bezogen hätte. Diese Nachrichtenbeugten indeß den Muth des Königs so wenig, als sie seinen Entschluß wankendmachten, den Feind anzugreifen. Mit feinern kleinen Heere von 14.000M. kam erden 28.Nov. in Parchwitz an, wo am 1. und 2. Dec. die Trümmer der Arme, desHerzogs zu ihm stießen. Sie bestanden in kaum 15,000 M. Den 4.marschirteFriedrich nach Neumark , wo er erfuhr, daß der Prinz Karl, stolz auf seinen erfoch-tenen Sieg und in der bei seiner Überlegenheit ganz natürlichen Zuversicht, den Kriegmit Einem Schlage zu beendigen, die Stellung an der Lohe verlassen hätte und ihmentgegenrücke. Nichts konnte dem Könige erwünschter sein. Der Prinz verdientzwar keinen Tadel, wenn er seine Übermacht zu einer kräftigen Offensive benutzenwollte; allein er hätte nicht aus halbem Wege stehen bleiben sollen. Als ihm derKönig nahe war, ging er in die Vertheidigung über und stellte seia Heer mit deinrechten Flügel hinterNiepern, die Mitte hinter Leuthen und den linken Flügel vondiesem Dorfe an bis über Sagschütz hinaus, und gegen die Teiche von Gohlau rück-wärts gebogen. Den 5. brach der König, in4Colonnenflügelweiserecht«abmar-schirt, von Neumark auf. Don Borna aus übersah er die «Stellung der Ostreicherund fand das Terrain in ihrer Rechten so durchschnitten, daß er sich entschloß, mitdem rechten Flügel den feindlichen linken anzugreifen und zu umgehen, und unter-dessen seinen linken zurückgelehnt zu behalten. Diese schiefeSchlachtortnung(s.d.) wurde mit solcherPünktlichkeit ausgeführt, daß sie einen Sieg entschied, wel-cher der glänzendste in der Geschichte Fried! ichs ist. Durch eine Schwenkung derColonnenspitzen rechts ging die Armee aus dem Abmarsch flügelweiseindentreffen-weise über und zog sich im Vorrücken immer rechts, während der Vortrab die Ostrei-cher aus den Dörfern vor ihrer Linken vertrieb. Bald war der Feind überflügelt,umgangen, und feine Linke gänzlich geschlagen. Das Dorf Leuthen wurde hieraufnach einen, blutigen Kampfe genommen und endlich auch der feindliche rechte Flü-gel, um der Gefahr des Aufrollenszu eutgeki'N, genöthigt, sich in großer Verwirrungüber das schweidnitzer Wasser zurückzuziehen. Die Resultate dieses Sieges warendie fast gänzliche Auflösung der östr. Armee und, mit Ausnahme von Schweidnitz ,die Wiedereroberung von «Schlesien . 23.
Leuwenhöck (Anton) oder Leeuwenhöck, Physiker, geb. d. 24.0ct. 1632in Delft , gest. d. 26. Aug. 1123, wurde berühmt durch die von ihn, verfertigtenMikroskope und Brillengläser, sowie durch seine zu jener Zeit ungenieinen Kennt-nisse in der Anatomie und Physiologie. Seine zum Theil gründlichen, zum Theilaber auf falschen Ansichten beruhenden Untersuchungen über die Circulation desBlutes und über die Zusammensetzung desselben, über die Construction des Ge-hirnes, der Nerven, der Art der thierischen Befruchtung u. s. w., machten zu sei-ner Zeit großes Aufsehen, nützten aber nur theilweise der Wissenschaft, da L. beiallemFleiße doch oft durch vorgefaßteMeinungen sich zu falschen «Schlußfolgen ver,leiten ließ. Peter l. von Rußland war L.'ö großer Bewunderer, was er ibm beiseiner Durchreise durch Delft bewies. In den Memoiren der königl. Gesellschaftder Wissenschaften zu London sind die Briefe und Abhandl. abgedruckt. welche L.sowol an diese Akademie als a» einzelne Gelehrte sendete; eine latein. Übersetzungseiner in holländischer Sprache geschriebenen Werke kam zwischen 1605und1119(4 Bde., 4.) rmter dem Titel „Are.,,,!, „»turne cioteeM" heraus, und wurde 1122in Leyden neu aufgelegt. In der Hauptkirche zu Delft sieht man sein prachtvollesDenkmal.
Levaillant (Franz), der bekannte Reisende, geb. in Paramaribo, der Hol-land. Colonie in Guinea (Surinam ), zeigte von Kindheit an einen fast leidenschaft-lichen Hang zum Studium der Naturgeschichte, insbesondere der Ornithologie.In Europa wuchs noch sein Eifer, durch Reisen in die entferntesten Länder sem«