Band 
Sechster Band. K bis L.
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Levante

Leviten

Kenntnisse zu vermehren. In Amsterdam fand er an dem großen Ornitholog?Temmink einen Gönner, der seine Plane aufdaskräftigste unterstützte und sich Aihm eine große Bereicherung seiner bedeutenden naturhistorischen, vorzüglich sAthologischen Sammlungen versprach: eine Hoffnung, worin LevaillantTeMN»"auch nicht getäuscht hat. L. wendete sich zuerst nach dem Vorgebirge der gutennung, von wo er ins Innere von Afrika vordrang. Seine aus dieser Reise angele^ten Sammlungen gingen aber sämmtlich verloren. Das Schiff, auf welchem "nach Holland verladen waren, wurde von den Engländern angegriffen und in FAdesGefechtö in Brand gesteckt. MitTemMink's Unterstützung unternahm L.e>"zweite Reise, die er nun mit einer ziemlich bedeutenden Karavane nach den nördMder Colonie gelegenen Ländern richtete. Unüberwindliche Schwierigkeiten erlaubt?"ihm aber nicht, seinen abenteuerlichen Zug so tief ins Innere Afrikas fortzuseßAals er wünschte. Zndessen waren die Ergebnisse immer bedeutend genug. Aus A??spätern Reise war er nicht niiuder glücklich. L. starb zu Paris im Nov. 1824, ^I. alt. Man wirft seinen Erzählungen vor, daß sie nicht immer genau, ja oft sEgegen alleWahrscheinlichkeit sind, was sich jedoch nicht völlig ausmitteln läßt. DAhat ganz Europa die lebhafte Darstellung und eine gewisse anziehende, philosophuA-Originalität in s. Erzählungen und Reiseabenteuern interessant gefunden. SAerste und zweite Reise, die 1789 und1796 in stanz. Sprache erschienen, hat ReiA'Förster ins Deutsche überseht (Berlin ). Außerdem hat man von ihm naturhistA'sche Werke und Monographien. Die wichtigsten sind: „llisioire naturelleviseaux (1799—1807, in 50 Lief., Fol.), und die „Uistoiro

relle eles perognek" (1801—5, 2Bde., Fol.).

Levante (ital. il lvvanie, stanz. >e levant, der Osten oder Morgen) Azeichnet bei den Europäern im Allgemeinen die Länder an der Ostküste des m>tt?'ländifchen Meeres und im engern Sinne die asiatischen, am Archipelagus gelegen?Küsten, von Konstantinopel an bis nach Alepandrien in Ägypten . In dieser,engern Sinne genommenen Levante sind unter den Handelsstädten (bei den Fr""'zosen eclielln clu lev.-nii) außer Konstantinopel und Alepandria, noch Smyrn"'Skanderona (Alepandrette) und Aleppo berühmt. Smyrna, mit 100,000 EiA'ist der vorzüglichste Ort unter den Handelsplätzen der Levante und dieHauptniedAläge des asiatischen Handels. Diese eigentliche Levante steht unter türkischer HohAhat ein sehr warmes Klima, vieleBerge, aber auch sehr fruchtbare Ebenen, und w>?von Türken, Armeniern und Griechen bewohnt. Haupterzeugnisse sind: GetreAReis, Taback, Oliven, Baumwolle,Seide, Kameelhaare(von derangvrischenZieg?/'Saflor und mehre Mineralien. Der sogenannte levantische Taffee wächst nichtsder Levante , sondern in Arabien, und hat diesenNamen daher, weil er aus den v^fen der Levante ausgeführt wird. S. Turner's,/?rave!s in tlis I,evnut" (Lond"1820; des Grafen v.Forbin „Reisen in das Morgenland", aus dem Franz, v"Rammstein, 16 Lief. (Prag 1824 fg., mit Kupf., Fol.).

1. evena, eine Griechin, berühmt durch Leier und Gesang und durch HA^odius s und Aristogiton's Liebe. Beide geriethen zu Athen , als Verschwörer gA.dlePlsistratiden, um 848 vorEhr. in Untersuchung, und ihre Geliebte sollte g^tert werden, um durch sie gewisse sträfliche Handlungen ihrer Liebhaber zu entdeckt"'Levena biß sich die Zunge ab vor der Folterung, um sicher zu sein, daß sie ihre L'AHaber nicht verrathen könne. Diese Großmuth rührte die Athenienser. Sie woll??indeß einer Buhlerin keine Bildsäule setzen und verewigten daher ihr Andenke"durch das Bild einerLöwin ohne Zunge, welches Aristides verfertigte. Aus Ach?"brachten die Venetianer das Bild nach Venedig , woselbst es am Thore des Arv'nals steht.

Lev i ten, bei den Juden diejenigen, welche, zum Stamme Levi gehörend, ??"Dienst im Tempel versehen.Dann wurden auch die Prie stergehülfen Leviten genamm