Linden
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nige katholisch. Ihr« Handlung, besonders nach Ztalien und der Schweif ist herträcktlich. Die einheimischen Erzeugnisse bestehen in Wein und Obst, welches bei-des häufig ausgeführt wird. Der 1812 hier angelegte Maximilianshafen ist 1»18 Fuß tief, ruht auf einer Fakchinenkage von 1068 Fuß im Bogen und ist eineNachabmung des engl. Hafens Ramsgate . Er kann 250 schiffe einnehmen.
Linden (Franz Joseph , Freiherr«.), aufNeunthausen (der ehemaligenReichsritterschaft, CantonS Neckarschwarzwald), Großkreuz des k. würtemb. Civil-Verdienstordens, auch Malteserritter, geb. am 5>Dec. 1760, wurde von seinem Va-ter, der kurniainz. wirkl. Gebeimerrath war, zum geistl. Stande bestimmt undhatte bereits im 5. Z. seines Alters mehre geistliche Pfründen. Auf den Schulen zuMainz widmete er sich mit ausgezeichnetem Fleiße der Erlernung der Sprachen, derGeschichte und Mathematik. Dann reiste er in Begleitung seines Hofmeisters nachFrankreich . Nach seiner Rückkunft studirte erRechtS- und Staatswissenschaften zuMainz und Göttingen . 1785 ertheilte ihm die Mainzer Universität die Würde einesDoctors beider Rechte. Seitdem schrieb von L. mehre Abhandlungen, z. B. „Von,Rechte der deutschen Bischöfe, die Tempvralien ihrer Kirche dem Herkommen nachzu untersuchen", und den „Entwurf eines Gutachtens in der gegenwärtigen Nun-tiatursache", 1788 (wozu ihm die Streitigkeiten der geistl. Kurfürsten und Erzbi-schöfe mit dem päpstl. Hofe über die Befugniß seiner Nuntien den Stoss gaben), so-wie die „Beiträge zur Geschichte der römischen Eingriffe in die Freiheiten der deut-schen Kirche". — Diese und andre schriftstellerische Arbeiten zeichneten sich durchgründliche Gelehrsamkeit, patriotischen Eifer und lichtvolle Darstellung aus. SeineAbhandl. „Über die Verbindlichkeit des deutschen Reichs, am Kriege gegen Frank-reich Theil zu nehmen" (1792), wurde von der kurfürstl. Akad. der Wissensch. inErfurt geklönt, die ihn zu ihrem Mitgliede ernannte. Seit 1785 wurde v. L., alskurfürstl. Oberregierungsrath, zu den wichtigsten Angelegenheiten venvendet, u. a.bei den Unterhandlungen des emser Congresses und des deutschen FürstenbuudeS;1789 ward er als LegationSrath nach München und Wien gesandt. Nach derWie-dereroberung von Mainz , am 9. April 1793, erhielt er den Auftrag, zurWiederher-stellung der vorigen Ordnung in dieser Stadt als kurfürstl. Commissair mitzuwirken.Hierauf von seinem Hofe dem kaiserlichen empfohlen, ward er zur Prüfung beimReichshofrathe zugelassen und bey 23. Mai 1796 zur k. böhmischen Kammergerichts-stelle präsentirt. Elf Jahre lang lebte v. L. ganz diesem Beruf, in welchem er sichdurch Thätigkeit, Gewandtheit, strenge Rechtspflege und Zuvorkommenheit die Ach-tung und Zuneigung seiner Collegen und Aller, mit denen er i» Berührung kam, er-warb. — Nach Auflösung der deutschen Reichsveifassung ward er den 23. Der.1806 von dem König Friedrich I. von Würtemberg zum Vicepräsidcnten des erstenSenats des königl. Oberjustizcollegiums (obersten Criminalgcrichtshofes) ernannt,,und schon am 18. Juli 1807 zum Präsidenten des kath. geistl. Raths, mit Beibe-haltung seiner ersten Stelle, befördert, im O.t. aber zum Mikbevolimäcktigte» fürdie Unterhandlung des Concyrdais mit dem päpstl. Nuntius, Grafen della Genga(nachmal. Papst Leo XII. ), und im 1.1808 zum Präsidenten des erzien Senats,sowie zum Kammerherrn ernannt. Bei Errichtung des Skaatsrarhs 1811 wurdeer Mitglied desselben und im Zum des folgenden Jahres wirkl. Geheime, rath undaußerorkentl. Gesandter ani k. fachst Hofe. Zu Dresden fand v. L. Kalo Gelegen-heit, fein diplomatisches Talent zu entwickeln. Zeuge des Kampfes um die Weltherr-schaft, befand er sich im Mittelpunkte der Unterhandlungen, die 1813 daselbst statthatten. I-ach dem Mißgeschick, das die franz. Waffen traf, erhielten sämmtlicheDiplomaten der Verbündeten die Erlaubniß, das blockiere Dresden zu verlasse»;allein v. L. harrte aus, um seinen! Könige ein« treue Schilderung von jener Katastro-phe geben zu können. Erst am Schlüsse Nyv. kam er nach Stuttgart zurück. Dar-auf ward er zum Gesandten am k. preuß. Hofe ernannt; da jedoch der König noch